Samstag, der 05.07.2008 - 22:45 Uhr

Sterilisation beim Mann als Verhütungsmethode
[VERHÜTUNG] Sterilisation beim Mann als Verhütungsmethode


Die Sterilisation eines Mannes (Vasektomie) wird in Deutschland jährlich ca. 30.000 Mal durchgeführt.
Hierbei werden die Samenleiter links und rechts am Hodensack durch einen kleinen Schnitt freigelegt und dann durchtrennt. Durch Vernähen wird die Wunde dann verschlossen.
Dieser Eingriff wird in der Regel unter Lokalanästhesie durchgeführt und ist im Vergleich zu der Sterilistion einer Frau relativ unkompliziert. Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten.

Sicherheit:

Die Vasektomie ist eine sehr sichere Verhütungsmethode, ihr Pearl-Index liegt bei 0,1 bis 0,3.

Kosten:

Die Kosten für einen solchen Eingriff liegen bei 200 bis 400 Euro. In der Regel erübrigt sich danach aber jede weitere Verhütung, so dass in diesem Bereich keine Kosten mehr anfallen. 

Vorteile:

Die Frau muss ihren Körper nicht mit Hormonen belasten und es muss nicht auf aufwendige und möglicherweise unsichere Methoden zurückgegriffen werden. Man sollte auch wissen das die Potenz nicht gefährdet ist durch diesen Eingriff.

Nachteile:

Allerdings ist zu beachten, dass sich möglicherweise zum Zeitpunkt der Sterilisation noch befruchtungsfähige Samenzellen im Gangsystem und in der Samenblase befinden können. Deswegen kann die Zeugungsfähigkeit nach der Operation noch weitere drei Monate bestehen bleiben. In dieser Zeit muss unbedingt noch weiterhin verhütet werden. Außerdem muss eine spätere Nachuntersuchung zeigen, ob keine weiteren Spermien vorhanden sind.

Für wen geeignet:

Geeignet ist die Vasektomie ausschließlich für Männer, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben und keine Kinder mehr wollen. Es ist nicht immer möglich, den Eingriff im Nachhinein rückgängig zu machen. Aus diesem Grund sollte ein solcher Schritt unbedingt gut durchdacht sein.
Unbegründet ist dagegen die Angst, dass eine Vasektomie den Geschlechtsverkehr beeinträchtigt. Auf die Funktion des Penis beim Geschlechtsverkehr hat der Eingriff nämlich keinen Einfluss.

Nachricht weiterempfehlen

Zurück