Samstag, der 05.07.2008 - 22:45 Uhr

Portiokappe
[VERHÜTUNG] Portiokappe


Die Portiokappe hat heute einen untergeordneten Rang bei den verwendeten Verhütungsmitteln. Im 19. Jahrhundert dagegen war sie einer der bekanntesten Möglichkeiten der Geburtenkontrolle.
Die Portiokappe ist ein Barriereverhütungsmittel. Sie sieht aus wie eine Art Fingerhut und besteht aus Latex oder Silikon. Sie funktioniert ähnlich wie ein Diaphragma. Im Gegensatz dazu saugt sich die Portiokappe aber direkt am Gebärmutterhals fest. Hierzu wird sie von der Frau vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt.
Nach dem die Kappe einmal in die richtige Position gebracht ist, schließt sie den Gebärmutterhals gegen Spermien ab.
Portiokappen werden in verschiedenen Größen und von verschiedenen Herstellern angeboten.

Sicherheit:

Um die Sicherheit dieser Verhütungsmethode zu erhöhen, kann auch ein spermizides (samenabtötendes) Gel hinzugefügt werden. Ohne diese Zusatzmaßnahme liegt der Pearl-Index der Portiokappe mit 2- 10 ziemlich hoch, die Methode ist also eher unsicher.

Kosten:

Eine Kappe hält ungefähr zwei Jahre, danach sollte sie ausgetauscht werden. Die Kosten liegen bei ungefähr 20 bis 25 Euro für eine Kappe.

Vorteile:

Positiv ist, dass die Anwendung der Portiokappe nicht in den Organismus eingreift. Sie überzeugt daher vor allem Frauen, die ihren Körper nicht durch die ständige Anwendung hormoneller Mittel belasten möchten. Hinzu kommt, dass die Kappe längere Zeit vor dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden kann. sie fordert daher keine unromatischen Unterbrechungen, wie dies bei chemischen Verhütungsmitteln oft der Fall ist.

Nachteile:

Allerdings setzt die Anwendung voraus, dass die Frau mit dem eigenen Körper vertraut ist, da dass Einsetzen der Kappe ansonsten Schwierigkeiten bereiten kann.

Für wen geeignet:

Empfehlenswert ist die Portiokappe daher nicht für sehr junge Frauen. Auch als dauerhaftes Verhütungsmittel ist sie nicht geeignet.

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