Dienstag, der 12.12.2017 - 03:26 Uhr
 
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[TIPPS SCHULKIND] Tipps: Wie erkenne ich Talente meines Kindes, wie kann ich mein Kind fördern?


Vorbemerkung

Zunächst sei gesagt: Jedes Kind hat Talente bzw. Begabungen – dies ist allein bereits durch genetische Voraussetzungen in einer hohen Quote festgelegt. Nicht selten gibt es über Stammbaumlinien hinweg ähnliche Neigungen, sodass stets ein Künstler sozusagen eine Generation lang "den Posten hielt", bevor der "Nächste" kam. So kann es vorkommen z. B., dass die Zeichnungen eines Urgroßvaters aus dem Jahre 1903 genauso aussehen wie die der 2010 lebenden Urenkelin. Dies nur kurz der Vorrede, um die generelle Wichtigkeit dieses Themas gewissermaßen zu illustrieren.

 

Grundprinzipien der Talententdeckung

Wie man nun Talente des Kindes erkennt und fördert, kann schlagwortartig und einprägsam zusammengefasst werden:

 

a) kann von einem Vorfahren mit besonderen Fähigkeiten ausgegangen werden, dann sind sicherlich diese Sachverhalte auch bereits in frühester Kindheit schon zu klären (Beispiele: Zirkusfamilien, Musiker-Generationen, auch z. B. Juristen (dies zeigt sich sicherlich erst sehr langfristig), Zeichner, etc.) oder

 

b) das Kind könnte bereits in frühen Jahren dazu spielerisch angeleitet werden, seine Fähigkeiten selbst zu entdecken. Diese Selbstentwicklungsprozesse bergen eine hohe Qualität der Selbstannahme, des Selbstbewusstseins und der gezielten Freude und Entfaltung.

 

c) werden Fähigkeiten wie in (b) entdeckt, stehen national, europaweit oder international Stellen und Stätten zur Verfügung, die ein Kind in seiner individuellen Veranlagung "bei der Hand nehmen" und gesteuert noch "veredeln", d. h. mit überlieferten und bewährten Kenntnissen noch anreichern.

 

d) der Begriff "Hochbegabung" ist so, wie er nach allgemein herrschendem Gebrauch angewandt wird, eine Verzerrung der Realität. Die Menschen jeden Alters, die mit einem solchen Begriff behaftet werden, sind in keiner anderen Lage als jeder andere Mensch auch, nämlich verfügen über zumeist genetisch veranlagte Fähigkeiten, über die – nach dem Individualitätsprinzip – nicht jeder Mensch verfügt. Richtig angewandt müsste es also entweder lauten, dass JEDER hochbegabt ist, und zwar in der ihm bestimmten Richtung oder dass KEINER hochbegabt ist, weil Spezialbegabung "normal" ist.

 

Schulen mit Schwerpunkt

Für den oben genannten Punkt (c) stehen sicher eine Anzahl Angebote im Bundesgebiet zur Verfügung. Es gibt Grund- und weiterführende Schulen mit sprachlichen, mathematischen, künstlerisch(-musisch)en oder sportlichen Schwerpunkten, die auch ab der schulischen Einschätzung und Einschulung im sechsten Lebensjahr bereits bestimmte Entwicklungslinien legen können.

 

Spielerische Entfaltung von Fähigkeiten

Jedoch zu (b) – die nachgewiesenermaßen beste Institution, um nicht nur auf Zufallsbasis grundveranlagte Fähigkeiten erkennen zu können und diese auch gefördert zu wissen, sind Montessori-Einrichtungen. Diese beginnen im Vorschulalter und führen bis zum 18. Lebensjahr. Bis zum 9. Lebensjahr wird auf herkömmliche Notengebung völlig verzichtet, nämlich werden in den jeweiligen Schuljahreszeugnissen stets die positiven, aber auch noch ausbaufähigen Eigenschaften und Leistungen des Schülers beschrieben. Die Institutionen, die im Sinne Montessoris weitergeführt werden, bieten dem Schüler an – gleich welchen Alters – sich selbst spielerisch damit zu beschäftigen, mit welchen Gestaltungs- und Wissensinhalten er oder sie sich zuerst, am liebsten, am häufigsten und am effektivsten beschäftigen und selbstentwickeln kann und möchte. Darüber hinaus werden in 40 deutschen Universitäten sowie auch einigen in Österreich sogenannte "Kinderuniversitäten" angeboten – also altersgerecht, multimedial und unterhaltsam werden Inhalte aus Natur- und Geisteswissenschaften aufbereitet, um sie ab 8-Jährigen, die einen Hang dazu haben, spielerisch nahebringen zu können.

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