Dienstag, der 12.12.2017 - 03:27 Uhr
 
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[TIPPS SCHULKIND] Tipps: Schulanfang, welche Schule für mein Kind, was muss ich beachten?


(1) Welche "Vorbildung" hat ein Kind?

Immer wieder wird Eltern empfohlen, die kindliche Neugier ihrer Söhne oder Töchter ständig aufs Äußerste zu reizen; egal in welchem Alter. Denn gelernt werden kann nicht früh, gespielt werden nicht oft genug. Doch wenn das erste Schuljahr naht, ist Zeit für eine Art "Inventur". Inwieweit kann das eigene Kind schon lesen? Rechnen? Welche Tierarten kennt es schon? Welche Autos? Farben? Zahlen? Musik? Welche Spielzeuge haben ihm zu welchen (Denk-)Fähigkeiten verholfen? Wichtig ist stets, einem möglichen Schulleiter oder Grundschullehrer des eigenen Kindes diese Informationen mitzuteilen und sich klar zu werden, in welcher Weise man als Elternteil die Reaktionen dieser Gesprächspartner empfindet. Dieses "Gefühl" gilt es, als wichtiges Entscheidungskriterium für das weitere Vorgehen zur Basis zu nehmen.

 

(2) Hausunterricht – muss ein Kind in die Schule?

Manchen Kind-Eltern-Beziehungen ist der folgende Gedanke fremd: Wenn bisher inhaltliche, spielerische und wichtige Bereicherungen als Lernentwicklung geteilt wurden, warum muss dies plötzlich geändert werden? Muss es sicher nicht: Erstens ist die Allgemeine Schulpflicht nur Sache der deutschen Länder-, nicht jedoch deutscher Bundesgesetze. Somit kann sich stets auf die Tatsache berufen werden, dass Bundesrecht Landesrecht bricht. Zweitens: Für EU-Bürger besteht freie Wohnsitzwahl in der Union. Sollte man nur etwa einige Kilometer in einen angrenzenden Staat ziehen, so könnte man trotzdem als verdienender Elternteil seinen deutschen Arbeitsplatz weiterverfolgen, jedoch es als gesellschaftliche Normalität ausüben, als zu Hause bleibender Elternteil in jedem Bundesland eines anderen EU-Staates sein Kind ohne öffentliches Aufsehen fern der Schule zu Hause zu unterrichten.

 

(3) Was hat ein deutsches Bundesland als Schulträger zu bieten?

Folgende Möglichkeiten stehen in Deutschland zur Verfügung, sollte ein Kind in eine Grundschule mit Trägerschaft eines Bundeslandes eingeschult werden wollen oder sollen:

(a) Grundschulen mit musikalischem Schwerpunkt,

(b) Grundschulen mit Theaterschwerpunkt,

(c) Grundschulen mit Fremdsprachunterricht,

(d) Grundschulen, die auf Belange von Familien mit Migrationshintergrund Rücksicht nehmen (deutsch/türkisch),

(e) Vormittags- oder Ganztagsunterricht,

(f) Kombinationen des bisher Aufgezählten,

(g) hier nicht genannte, lokalspezifische Optionen.

 

Mit anderen Worten: Es ist stets grundlegend, dass die Schule, die das Kind besuchen wird, an dessen bisher bekannten als lebensweltlich akzeptierte Aspekte und auch an die individuell bereits angedeutet erkennbaren Fähigkeiten anknüpft. Städtische Grundschulen tragen diesem Prinzip immer mehr Rechnung und vermögen es, den für die Biografie eines Kindes entscheidenden Schritt einer Einschulung mit interessanten Anreizen zu versehen, damit ein Schüler sich von Anfang an ernst genommen weiß.

 

(4) Welche weiteren Schulträger gibt es und inwiefern ist dies von Bedeutung?

Zwei "Parteien" Schulträger gibt es noch (über das Bundesgebiet verstreut), die genau da ansetzen, wo der Abschnitt (3) endete: Nämlich Schule in die Familienkultur und Entwicklungspsychologie eines Kleinkindes "einzubetten" und nicht davon abzutrennen. Zum einen sind dies

(a) kirchliche Schulen, in denen religiöse Erziehung (die auf eine oder mehrere Glaubensrichtungen oder Konfessionen abgestimmt sein kann), entsprechende Umsetzungen von religiösen Werten in die Praxis (auch bei Gemeinschaftsspielen oder Ritualen) und Beratungsangeboten (verschieden ausgebildete Seelsorger) einen wesentlichen Anteil des Schulalltages mitbestimmen. Oder

(b) freie pädagogische Schulen, in denen entweder auf geistig-seelische Entwicklungsphasen des Kindes ernsthaft, wissenschaftlich begründet und achtsam eingegangen wird (Beispiel: Montessori-Schulen) oder aber in denen bestimmte philosophische Weltbilder und Werte an Kinder vermittelt werden, ohne auf deren Hintergrund und spezielle Bedürfnisse zu achten, sondern indem die Hinführung zur Konformität zu elementaren Strategien gehört (etwa: Waldorf-Schulen).

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