Samstag, der 19.08.2017 - 09:08 Uhr
 
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[TIPPS SCHULKIND] Tipps: Kreativität fördern


Was heißt Kreativität?

Es handelt sich hier um einen Schöpfungsakt von nicht nachgemachten Denkinhalten. Lateinisch kommt er von creare: erschaffen. Das Kind kann eigentlich alles erschaffen: Worte, Zeichnungen, Rechenaufgaben, Themen, die es im Gespräch mit den Eltern aufwirft. Kreativ kann es sein, wenn es auf die Problemlösung kommt, den Schlüssel wieder aus dem Gulli zu holen, kreativ kann es sein, wenn das Kind auf dem Klavier eine eigene Melodie abspielt. Kreativität spielt eine Rolle, wenn ein heranwachsender Mensch eine Intuition hat, wenn er eine Geschichte erfindet, (auch eine, um den Freund etwa zu schützen.) Anders gesagt: Kreativität könnte vorliegen, wenn ein Mensch vorhandene Erkenntnisdaten (Lerndaten) aus ihrem Zusammenhang nimmt und daraus eine neue Ordnung produziert – in Gedanken so wie auch im privaten Leben.

 

Jedes Kind ist somit in irgendeiner Weise zur Kreativität befähigt. Was es nicht gibt, sind Kinder, die nicht kreativ sind. Dass ein Kind spielerisch Lerninhalte aufnimmt, sie in seinem Bewusstsein verarbeitet und eigenständig anwendet, erfüllt immer den Bestandteil der Kreativität. Und dies zu fördern, ist tägliche Aufgabe der Eltern, die das Kind in Gespräche verwickeln, es in Alltagshandlungen einbeziehen, seine Stimme ernst nehmen und seine Arten und Weisen, mit Sprache, Musik, Kultur umzugehen als einen wertvollen und existenzberechtigten Beitrag anerkennen.

 

Dies soll anhand dreier Beispiele verdeutlicht werden:

 

(1) Vor dem inneren Auge des Kindes wird die Tapete in seinem Kinderzimmer zur Leinwand. Also beginnt es, die Bilder, die in seinem Bewusstsein entstehen, mit Stiften sorgfältig auf die Wand abzubilden. Wie können Eltern nun diese Kreativität fördern? Das liegt auf der Hand: Sich vom Sohn oder Tochter sein Kunstkonzept erklären lassen, ihm für sein Projekt (innerhalb der Grenzen seines Zimmerreiches) positive Akzeptanz signalisieren und, falls erforderlich, weitere Materialien zur Verfügung stellen.

 

(2) Das Kind hat in der Grundschule mit Pappmaschee gearbeitet. Also fängt es an, zu Hause mit der heutigen Tageszeitung das Schulprojekt im Miniaturformat nachzubauen. Das geht gut, die Samstagszeitung ist ja auch dickgefüttert. Der Pappmascheebaum darf auch im Wohnzimmer stehen – ein Zeichen, dass das Kind mit seiner künstlerischen Neugier ständiges Familienmitglied ist, so wie es ist. Samstagszeitungen gibt es noch am Kiosk oder sonst Online-Ausgaben.

 

(3) Vater und Mutter streiten sich. Das Kind hört es, kommt hinzu und möchte als vollwertiges Familienmitglied an dem Dialog teilnehmen. Es ist ein sozialer Lerninhalt, dass dem Kind die Rolle: "Familienmitglied" zugewiesen wurde. Es wendet diesen Lerninhalt nun an. Idealerweise wird es nun weder hinausgeschickt noch wird zu verleugnen versucht, dass eine elterliche Meinungsverschiedenheit vorgelegen hat. Ist der Inhalt dieses Streits möglicherweise nicht kindgerecht, kann es im weiteren Verlauf einfach darum gehen, dass das Kind darum bittet, sich keine Sorgen um den Frieden und die Sicherheit in der Familie machen zu brauchen und die Eltern sich mit dem Kind darauf einigen, dass man Dinge auch in einem normalen Tonfall lösen kann.

 

Es ist offensichtlich, dass diese Beispiele völlig willkürlich aus dem Familienalltag gegriffen wurden. Es ist ebenfalls offensichtlich, dass musisch-künstlerische Kreativität in diesem Artikel außer Acht gelassen wurde – wie diese zu fördern ist, ist allgemein bekannt: Und wenn es nur eine Grundschule mit musischem oder künstlerischem Schwerpunkt ist, in die es dann eingeschult wird. Was hier gesagt werden wollte, war eine versuchte Definition kindlicher Kreativität: Das Kind nimmt entdeckend Anteil daran, wie es aufgrund von Erlerntem in Kombination mit seinen Fähigkeiten der Umwelt begegnet.

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