Dienstag, der 12.12.2017 - 03:27 Uhr
 
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[TIPPS SCHULKIND] Tipps: Konzentration fördern


Drei Dinge seien zunächst vorangestellt:

(1) Der Mensch lernt nur ganzheitlich.

(2) Frontalunterricht ist nicht lernfördernd.

(3) Nur die Liebe zählt.

 

Diese nur scheinbar zusammenhanglos aneinandergereihten Aphorismen enthalten (in dieser Kombination) die Faustformel für konzentriertes Lernen, für den Schulerfolg sowie für die Begabungsförderung (JEDES Kind ist begabt, leider werden weitestgehend nur jene Begabungen gefördert, die das Schulsystem als solches anerkennt. Doch es geht um mehr.)

 

Der Mensch lernt nur ganzheitlich

Es ist mehrfach erwiesen worden, dass es "das Lernzentrum" im Gehirn nicht gibt. Sondern die Aufnahme von Eindrücken im Gehirn entsteht durch die persönliche und positive: durch die aktive (!) Beteiligung am Lernstoff. Somit ergibt sich aus dieser Überschrift gleichermaßen ein Gebot an die Eltern: Nicht den Schulstoff in der Schule lassen, sondern diesen in Alltagssituationen anwenden. Rechtschreibung kann nachgesehen werden (nachgesehen, nicht sanktioniert! – aber dazu später) in einem Brief an die Oma, einfache Rechenaufgaben (die gerade "dran" sind) können beim Betrachten eines Parkplatzes mit roten, grünen und blauen Autos oder Dachziegeln oder Ähnlichem durch die Eltern unterstützt werden. Daraus folgt (in aller Kürze, aber dafür nicht weniger gehaltvoll): Die Konzentration eines Kindes kann dann gefördert werden, wenn es (motorische) Alltagserlebnisse mit dem aktuellen Lernstoff verbindet. Das heißt: Eltern, seid stets informiert über die schulischen Vorgaben. (Hat das Kind dies im Kleinkindalter begriffen, dann wird es später ohne große Mühen an der Schüler- oder "echten" Zeitung oder auch an "Jugend forscht" teilnehmen WOLLEN.)

 

Frontalunterricht ist nicht lernfördernd

Dies ist keine These, sondern eine Beobachtung, die von Maria Montessori (1870-1952) auf nachvollziehbarer wissenschaftlicher Basis nachgewiesen wurde. Wie oben ausgeführt, entsteht nur dann wirklich fundierter Lernerfolg, wenn das Kind bzw. der Heranwachsende sich aktiv am Schulstoff zu beteiligen in der Lage ist. Das heißt: Der Schüler entscheidet, begreift die Alltagsrelevanz, wird als Mensch ernst genommen – als Mädchen oder Junge, in jedem Alter. An Montessori-Schulen, die anzuraten sind, ist dieser Ansatz gang und gäbe. Doch auch gerade frischgebackenen Primarstufenlehrer(inne)n sind diese Dinge zuweilen klar: Gebot an die Eltern hier ist es, abzusichern, ob und inwiefern (auch staatlich beschäftigte) Pädagogen ein "Mensch"-Konzept vom Schüler haben.

 

Nur die Liebe zählt

Gemeint ist natürlich die Elternliebe. Sollte eine Montessori-Schule nicht möglich sein (aus welchen Gründen auch immer), sollten die Eltern eines grundsätzlich und durch die Bank vermitteln: Gleichgültig, wie die Meinung eines Lehrers (in Sachen allgemeiner Bewertung oder Noten) über das Kind ausfällt, es ist und bleibt die Privatmeinung des Pädagogen. Tatsächlich wird das Kind bei einer schlechten Note nicht weniger geliebt – oder wenn (wie oben angedeutet) es einen Rechtschreibfehler macht, dann ist dies ein ernst zu nehmender Vorschlag des Kindes, welcher nur zufällig mit der allgemein herrschenden Meinung nicht übereinstimmt. "Richtig" und "Falsch" sollte es nicht geben: sondern das Kind darf stets erfahren, dass seine Weltsicht über die Dinge und den Schulstoff ein wichtiger Beitrag ist – auch wenn es mit dieser sicher nicht überall auf Anerkennung stößt. Im Elternhaus sollte dies jedoch allemal der Fall sein: Eltern sind die Vertrauenspersonen, von denen ein jedes Kind Nachhilfe akzeptiert und erwartet. Zumindest sollte daraufhin gearbeitet werden.

 
Nein, das war nicht alles über Konzentration. Aber alles andere hängt hiervon unbedingt ab. Selbst die Ernährung, bei der Eltern wohlinformiert mitdenken.

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