Dienstag, der 12.12.2017 - 03:27 Uhr
 
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Tipps bei Leseproblemen
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[TIPPS SCHULKIND] Tipps bei Leseproblemen


Lesen zu Hause

Es ist sicherlich in mancherlei Hinsicht Unterstützung, die ein Kind bei der Einschulung brauchen kann. Viele neue Reize kommen auf den Schüler oder die Schülerin nahezu gleichzeitig zu, sodass nicht alles in der gleichen Qualität "von selbst" verarbeitet werden kann und sich niederschlägt. Auch der Einstieg in das Lesenlernen kann hin und wieder so ausfallen, dass der Sohn oder die Tochter einen kleinen "Anschub" braucht. Doch bevor dieser Text im Sinne der parallel zum Unterricht geförderten Leseübung weitergeführt wird, eines noch: Als wesentliche und wichtige Methode hat sich stets bewährt, dass auch schon ein oder ein halbes Jahr vor der eigentlichen Einschulung spielerisch mit dem Lesen zu Hause begonnen wird. Dazu befähigt sind Kinder allemal im Alter von vier oder fünf Jahren bereits, Wort für Wort einen Sachinhalt zu "erlesen". Man darf ihnen hier Raum geben (und mit ihnen diesen Raum als Eltern teilen – täglich.)

 

Lesen vor der Einschulung

Vorübungen dieser Art, die dann durchaus nach dem Buchstabenlernen mit den Eltern im Sinne des Folgenden auch vorbereitet werden können, haben in jedem Fall Erfolg und garantieren einen glatten Einstieg des Kindes in die tatsächliche Grundschulphase – in der es dann keine Schwierigkeiten bekommen wird (es ist in jedem Fall das elterliche Angebot zu empfehlen, das Kind bereits vor der tatsächlichen Einschulung zur Heranführung an leichte Grundschulinhalte einzuladen. Vorteile: Kind findet Spaß am Lernen, findet den Alltagsbezug im Lernen und zeigt, ob es möglicherweise genetisch mit einer Lernstörung, mit ADHS oder mit Ähnlichem behaftet sein könnte, das frühkindlich therapierbar wäre – je eher, je besser!).

 

Lesen im Chor

Doch zurück zum Thema: Wie behandelt man ein Kind, bei welchem man feststellt, dass es beim Lesen stockt? Ganz einfach: Mit ihm Lesen. Laut lesen. Im Chor lesen. Mal den Sohn, die Tochter die Führung übernehmen lassen – eben wie im Chor. Mal selbst den Satz anfangen und den Leselerner aufhören lassen. Leise lesen, flüstern. Spannend lesen. Das Kind eine Art Theater-Bezug zum Text herstellen lassen. Als Elternteil sich selbst in den Text mit involvieren. Es sind nämlich – und das gilt immer – niemals gute Noten allein für das Kind erstrebenswert (und sollten auch nie so gehandhabt werden). Sondern letzten Endes: das Gefühl, als Mensch ernst genommen zu werden, "geliebt" zu werden. Und dieses Gefühl – in Verbindung mit Lern- und Lesestoff zu vermitteln – kann motivieren, kann verbessern, kann das Lesen zu einem gut erlernbaren Erlebnis machen.

 

Lesen mit Hilfsmitteln

Es kann sicherlich bei Fragen beim Lesen auch um (anfängliche, vorübergehende, therapierbare) Sehschwierigkeiten gehen. Auch hier hilft Verschiedenes: Entweder man bittet es, mehr Zeit für einen Satz zu brauchen, weil man selbst nicht so viel mitbekäme – oder man nutzt eine Pappschablone, die jeweils nur eine Wortgruppe sichtbar macht und mehr nicht.

 

Lesen mit Inhaltsfragen

Doch nicht nur das Laute am Lesen, sondern auch die Stillarbeit (und hier müsste man als Elternteil testen) will getestet werden. Wie viel hat das Kind von der Textstelle verstanden? Was kann es nacherzählen? Kann es Lückentexte richtig beantworten? Genau diese Dinge dürfen auch erspürt und getestet werden: Kinder erzählen gerne nach – wo erfindet es hinzu? Wo hat es selbst Inhalt(s-Teil)e nicht so richtig verstanden?

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