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[SCHWANGERSCHAFT] Tripper in der Schwangerschaft
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Es wird im Zuge der mütterlichen Vorsorgeuntersuchungen ein Trippertest (Gonorrhöe, Morbus Neisser) durchgeführt. Dieser Test im Zuge der Vorsorgeuntersuchungen - schützt Sie nicht vor einer Ansteckung danach.
Eine Infektion mit Tripper (Gonorrhöe, Morbus Neisser) in der Schwangerschaft kann eine große Gefahr für das Neugeborene darstellen.
Während der Schwangerschaft kann es zum frühzeitigen Blasensprung, und daher zur Fehlgeburt kommen.
Wenn sich ein Fötus im Mutterleib ansteckt, kann es zu einer Blutvergiftung kommen. Dies kann ein tödliches Ende mit sich bringen.
Wenn sich ein Neugeborenes bei der Geburt infiziert, kann sich dies auf die Bindehaut des Kindes verschleppen.
Wenn das der Fall ist, entwickeln sich beim Neugeborenen bereits wenige Tage nach der Geburt die Symptome: Lidschwellung, Lichtempfindlichkeit.
Diese Entzündung kann sich auf die Hornhaut des Neugeborenen übergehen und diese zerstören.
Daher war es früher üblich nach der Geburt eine Blennorrhoe- oder Credésche Augenprophylaxe in den Bindehautsack des Neugeborenen - gleich nach der Geburt zu träufeln.
Früher hat man eine Blennorrhoe Prophylaxe routinemäßig durchgeführt, da die Geschlechtskrankheit häufiger vorkam. Die Geschlechtskrankheit Tripper ist im Laufe der Zeit zurückgegangen und daher ist seit 1992 laut Hebammenordnung die Verpflichtung die Prophylaxe durchzuführen, aufgehoben worden.
Dadurch wird die Prophylaxe nicht mehr in jedem Krankenhaus routinemäßig durchgeführt, jedoch besteht eine Informationspflicht der Hebamme.
Bedenken Sie das Tripper zwar eine zeitlang zurückgegangen ist, aber derzeit wieder im Ansteigen ist.
Tripper (Gonorrhöe, Morbus Neisser) wird über Geschlechtsverkehr oder sexuellen Praktiken übertragen. Hier unterscheidet man zwischen der extragenitale Gonorrhöe und einer genitalen Gonorrhöe. Bei der extragenitalen Gonorrhöe kommt es zu einer Entzündung außerhalb der Geschlechtsorgane.
Anal: Es kann zu Entzündungen im Enddarm kommen. Oral: Es kann zu einer Entzündung im Mundrachenraum kommen. Meist sind die Symptome eine Rachenentzündung oder eitrige Tonsillitis.
Bei einer genitalen Gonorrhöe kommt es nach wenigen Tagen nach der Ansteckung zu einer Entzündung der Harnröhre.
Ein bis drei Tage, aber auch eine länger Zeit kann vergehen.
→ gelbgrünlicher Ausfluss → Schleimabsonderung aus Harnleiter und Muttermund → Wasserlassen ist mit Schmerzen verbunden → Entzündung der Bartholinschen Drüsen, die schmerzhaft sein kann
Tripper (Gonorrhöe, Morbus Neisser) wird mit Antibiotikum behandelt.
Wenn Tripper unbehandelt bleibt kann es sich am ganzen Körper ausbreiten, dann spricht man von einer Gonokokkensepsis. Weiteres kann Tripper zur Unfruchtbarkeit führen.
Komplikationen in der Schwangerschaft
→ Frühzeitiger Blasensprung → Fehlgeburt → Blutvergiftung
Komplikationen bei der Geburt
→ Infektion der Augen beim Neugeborenen, dies kann zur Erblindung führen
Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen Tripper (Gonorrhöe, Morbus Neisser). Ein Schutz vor Tripper sind Kondome beim Geschlechtsverkehr, Analverkehr, Oralverkehr.
Möchten Sie Informationen über Tripper und die Symptome und Beschwerden beim Mann? Lesen Sie mehr in unserem Artikel → Tripper (Gonorrhöe, Morbus Neisser)
Andere Geschlechtskrankheiten in der Schwangerschaft:
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