Der Mutterpass beinhaltet alle relevanten Angaben die der Arzt oder die Hebamme benötigen, damit es Mutter und Kind bis über die Geburt hinaus gut geht.
Im folgenden eine Entschlüsselung der zahlreichen Abkürzungen oder Fachbegriffe in alphabetischer Reihenfolge.
o.B. ohne Befund ( alles in Ordnung)
V.a. Verdacht auf
SS Schwangerschaft
SSW Schwangerschaftwoche
ET Errechneter Geburtstermin
negativ/negativer Befund (auch neg. oder -)
z.Bsp. Eiweiß neg. = kein Eiweiß im Urin oder auch Ödeme neg. = keine Ödeme
positiv/positiver Befund (auch pos. oder +)
z.Bsp. E + pos. = Eiweiß im Urin oder HT + pos. = Herztöne zu hören
Abort: Fehlgeburt (früher Abort vor der 16. SSW, später Abort nach der 16.SSW)
Abruptio: Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung)
Abschlussuntersuchung:
(Epikrise) bei der Mutter/Wöchnerin, wird vor der Klinikentlassung oder 7-10 Tage nach einer Hausgeburt
durchgeführt
Abusus: Missbrauch von Alkohol, Zigaretten, Drogen oder Medikamenten
Adipositas: Fettleibigkeit
AFP: Bestimmung Alpha-Fetoprotein = Eiweiss, das vom Ungeborenen gebildet wird und im mütterlichen Blut,
sowie im Fruchtwasser nachweisbar ist
Allergie: Überempfindlichkeit auf bestimmte Stoffe oder Medikamente
Amnioskopie: Fruchtwasserspiegelung; dabei gibt die Farbe des Fruchtwassers Anhaltspunkte über das
Befinden des Babys
Amniozentese: Punktieren der Fruchtblase zwischen der 15. und 20.SSW, zur Früherkennung von
Missbildungen oder Krankheiten
Anämie: Hämoglobinwert im Blut ist zu niedrig; Blutarmut
Anamnese: gesundheitliche Vorgeschichte;wird zu Beginn der Schwangerschaft erfragt
Anti-D-Prophylaxe: vorsorgliche Gabe von Anti-D Immunglobulin bei rh negativem Blut
Antikörper-Suchtest:
(2.AK Suchtest) Bestimmung der Antikörper in der frühen Schwangerschaft
APD/AU: Anterior-posterior Durchmesser von Nabel bis Rückgrat / Abdomenumfang, Bauchumfang
APGAR (Test): Schema zur Bewertung der Vitalfunktionen des Neugeborenen; 1,5 und 10min. nach Geburt
ATD: Abdominal-transversaler Durchmesser von linker zu rechter Bauchseite
Besondere
psychische/soziale
Belastung Ungewöhnliche seelische Belastungen oder schwere Lebensumstände
BEL: Beckenendlage (Steißlage); das Ungeborene liegt mit dem Steiß nach unten
Blasensprung:
(VBS= vorzeitiger
Blasensprung) Reißen (Springen) der Fruchtblase mit Abgang von Fruchtwasser
Blutdruck: Regelmäßige Kontrolle
Blutgruppe:
Rhesusfaktor Blutgruppen A, B, AB oder 0 (null); RH positiv = Rhesusfaktor vorhanden, RH negativ
Rhesusfaktor nicht vorhanden
Blutungen:
(vor der 28.SSW) Vaginale Blutung, Verdacht auf eine drohende Fehlgeburt, falscher Sitz der Gebärmutter
(nach der 28.SSW) Drohende Frühgeburt, vorzeitige Lösung der Gebärmutter
Blutungsneigung Evt. Gerinnungsstörung des Blutes
BPD: Biparietaler Durchmesser von Schläfe zu Schläfe
Cervix (Cx): Gebärmutterhals
Chorionzotten-biopsie:
Plazentabiopsie Entnahme von Chorionzotten oder Plazentagewebe
Chlamydien: Verursachen bakterielle Infektionen; Nachweis durch Abstrichuntersuchung
CTG: Cardio-Tocograph;Gerät zur Aufzeichnung der kindlichen Herztöne und Wehentätigkeit
Coombstest: Antikörper-Suchtest im Blut der Mutter
Dauermedikation: Ständige Einnahme von Medikamenten aufgrund Erkrankungen
Diabetes mellitus: Zuckerkrankheit, Stoffwechselstörung
Diabetes in der SS: Bestehende Diabetes oder erst in der SS (Gestationsdiabetes)
Doppler sonografische Untersuchung: Spezielle Ultraschalluntersuchung, Blutflussmessung, Darstellung der Blutströmung im kindlichen Kreislauf und in den Arterien der Gebärmutter
DR: Dammriss (Geburtsverletzung)
Einstellungs-anomalie: Unnormale Lage des kindlichen Kopfes im Verlauf der Geburt
EPH-Gestose: Schwangerschaftsspezifische Erkrankung (hoher Blurtdruck,Eiweißausscheidung,Ödeme)
Episiotomie (Epi): Dammschnitt zur Entlastung des Gewebes
EU(extrauterine SS): Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter
FB: Fruchtblase
Fehlgeburt: Geburt vor der 24. SSW
Fetoskopie: Untersuchung und Betrachtung des ungeborenen mit einem speziellen Endoskop
FHF Fetale: Herzfrequenz = Herzschlag des Ungeborenen
FL/HL: Femurlänge, Oberschenkelknochen; Humeruslänge, Oberarmknochen
FOD/KU: Frontooccipitaler Durchmesser von Stirn zu Hinterkopf; Kopfumfang
FS: Fruchtsack
Forceps: Geburtszange
Fundusstand: oberer Rand der Gebärmutter
FW: Fruchtwasser
Genetische Krankheiten: durch Veränderung der Gene bedingte Krankheit
Gestations-kontrolle: Diabetes, Zuckerkrankheit die erstmalige in der SS auftritt
Gestose: Schwangerschaftsvergiftung
Gewichts-kontrolle: in regelmäßigen Abständen bei den Vorsorgeuntersuchungen
Gravida: Die Schwangere
Gravidogramm: Tabellarischer Überblick über den Verlauf der SS
Harnwegs-infektion: Entzündung der Harnblase/Harnleiter
Hb/Ery: Hämoglobin/Erythrozyten; Untersuchung des Eisengehaltes im Blut
Hepatitis B: Untersuchung zur Bestimmung der Antigen
Herzaktion: Der Herzschlag des Ungeborenen
HT: Herztöne
Hydramnion: Übermäßige Fruchtwasserbildung
Hypertonie: Hoher Blutdruck
Intrauteriner: Sitz Lokalisation der Plazenta in der Gebärmutter
Isthmozervikale: Insuffizienz Mangelnde Verschlussfähigkeit des Gebärmutterhalses
KB: Kindsbewegungen
KL: Kindslage
Kleinwuchs: weit unter Durchschnitt liegende Größe der Mutter
Komplikationen
post partum: Komplikationen nach der Geburt
Konzeptions- - Termin: Tag der Befruchtung/Empfängnis
KU: Kopfumfang
LR: Datum der letzten Ragelblutung
LSR: Untersuchung zum Ausschluss der Geschlechtskrankheit Syphilis
Mehrlings – Schwangerschaft: Zwillinge, Drillinge..
MM: Muttermund, Unterster Teil des Gebärmutterhalses
Nitrit: Säuretest mittels Stäbchen im Urin
Ödeme: Wassereinlagerungen im Gewebe
Oligohydramine: zu wenig Fruchtwasser
Ovulationshemmer: Antibabypille
-para: Die Gebärende, z.Bsp. Multipara = Vielgebärende
Partus: Geburt
ph-Wert: Säuregrad im Blut des Ungeborenen (Nabelschnurblut) oder Neugeborenen
Plazenta: Mutterkuchen, Nachgeburt
Plazenta – Insuffizienz: Funktionsstörung der Plazenta
Plazenta - lokalisations-, Struktur Sitz und Aufbau des Mutterkuchens in der Gebärmutter
Plazenta praevia: Der Mutterkuchen sitzt vor dem Muttermund und verschließt den Geburtsweg
Portio: Muttermund, in die Vagina reichender Teil des Gebärmutterhalses
QF Maßeinheit: beschreibt den Fundusstand der Gebärmutter
QL: Das Baby liegt quer in der Gebärmutter (Querlage)
Rh: Faktor Rhesusfaktor im Blut
Rhesus-Inkompatibilität: Unverträglichkeiten der Rhesusfaktoren von Mutter und Kind
Rb: Rippenbogen
Risiko SS: bestimmte Faktoren bestimmen die Einstufung zur Risikoschwangerschaft
Röteln-HAH-Test: Blutuntersuchung in der frühen SS, Röteln – Hämaglutinationshemmungstest
Risiko aus anderen serologischen Befunden: Risiko aufgrund der Ergebnisse durchgeführter Blutuntersuchungen
RR: Oberer und unterer Wert des Blutdrucks
S: Sectio
caesarea: Kaiserschnitt, Schnittentbindung
Sediment: Untersuchung aus dem Bodensatz der Urinprobe
Serologische Befunde: Ergebnisse der Untersuchung aus dem Blut (-Serum)
Screening: Umfassende Ultraschalluntersuchung
Skelettanomalien: z.B. Beckenfehlbildungen, Rückgratverkrümmungen
SL: Schädellage
SSL: Scheitel-Steiß-Lage
SP: Spontangeburt
Streptokokken: Kugelbakterien, Nachweis durch einen Abstrich
Terminunklarheit: der voraussichtliche Geburtstermin
Tragzeit: Dauer der Schwangerschaft
Thrombose – Neigung: Neigung zur Bildung eines Blutpfropfes in den Blutgefässen mit Gefahr der Embolie
Totes/geschädigtes Kind
i.d. Anamnese Risikofaktor aufgrund der Vorgeschichte
Triple Test: Screening - Methode zur Erkennung des Down-Syndroms
Übertragung: Die Schwangerschaft dauert über den errechneten Zeitraum hinaus
Urinuntersuchung: Regelmäßige Untersuchung im Rahmen der Vorsorge
US: Ultraschall zur sicheren Feststellung einer frühen Schwangerschaft
Uterus: Gebärmutter
V. a. Mehrlinge: Verdacht auf Zwillingsschwangerschaft (oder mehr)
V.a. VBS: Verdacht auf vorzeitigen Blasensprung
VE: Vakuum Saugglocke, Saugglockenentbindung
Vag.Op.: Operationen die von der Scheide aus durchgeführt werden
Vag.US: Untersuchung mit einem speziellen Ultraschallgerät (Vaginalsonde)
Varicosis: Bildung von Krampfadern
Vernix: so genannte Käseschmiere auf der Haut des Ungeborenen/Neugeborenen
VU: Vaginale Untersuchung durch Tasten
Vorzeitige Wehen: Wehen, die vor dem errechneten Geburtstermin auftreten
Wehentätigkeit: Kontraktionen der Gebärmutter, die die Öffnung des Muttermundes bewirken
Wochenbett: Zeit nach der Geburt, Dauer ca. 6-8 Wochen
Zervix / Cervix uteri: Gebärmutterhals, unterer Teil der Gebärmutter, der in die Scheide hinein reicht
Zerfixinsuffizienz: siehe unter Isthozervikale insuffizienz
ZNS: Zentrales Nervensystem
Zustand der Sterilitätsbehandlung: Schwangerschafteintritt nach Behandlung von Fruchtbarkeitsstörungen (Fortpflanzungs-Medizin)
Zustand nach Frühgeburt: Frühgeburt nach einer vorausgegangen Schwangerschaft
Zustand nach Mangelgeburt: Neugeborenes, das bei der Geburt weniger wiegt als dem SS-Alter nach
Zustand nach 2 oder mehr Aborten: Vorausgegangene Fehlgeburten oder Abbrüchen
Zustand nach Sectio: Vorausgegangener Zustand nach einem Kaiserschnitt oder andere Operationen
an der Gebärmutter