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Zöliakie Gluten-Unverträglichkeit bei Kleinkindern
[NEWS] Zöliakie Gluten-Unverträglichkeit bei Kleinkindern
14. Juni 2010
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Man spricht von Zöliakie, wenn das Kind unter Gluten-Unverträglichkeit leidet. Meist beginnt die Krankheit zwischen dem 6. und 21. Lebensmonat, sobald das Kind getreidehaltige Nahrung bekommt. Bei Kindern spricht man auch von gluteninduzierter Enteropathie. Früher war die Krankheit bei Erwachsenen auch als einheimische Sprue bekannt. Die Zöliakie ist eine Erkrankung des Dünndarms, die durch das in Getreide enthaltene Klebereiweiß Gluten verursacht wird.

 

Symptome

Übel riechende und fettglänzende Stuhlgänge sind das Hauptsymptom. Hinzu kommen Bauchschmerzen und Blähungen und bei 40 % der Kinder verzeichnet man einen vorgewölbten Bauch. Meist haben diese Kinder keinen Appetit, sind sehr reizbar und schlecht gelaunt. Wenn die Zöliakie über Jahre hinweg nicht erkannt wird, sind die Folgen sehr schwerwiegend. Die Kinder haben Untergewicht, die Muskeln und Gliedmaßen verkümmern und die Entwicklung ihrer Größe liegt unter der Norm.

 

Ursache

Gelangt das Getreideeiweiß Gluten in den Dünndarm, so werden Antikörper gebildet. Das hat zur Folge, dass es zuerst zu einer Entzündung und danach zur Zerstörung der Dünndarm-Schleimhaut kommt. Die Minderung der Dünndarm-Oberfläche und der Mangel an Verdauungsenzymen führen dazu, dass Nährstoffe, Mineralien und Vitamine nur unzureichend aufgenommen werden. Hinter dieser Krankheit wird auch ein Enzymmangel vermutet. Ob auch eine genetische Veranlagung dafür verantwortlich sein kann, wird noch diskutiert und ist noch nicht eindeutig geklärt.

 

Behandlung und Tipps

Die Zöliakie ist leider nicht heilbar. Medikamente und Therapien gibt es auch nicht. Das Einzige, was man dagegen tun kann, das Kind völlig glutenfrei zu ernähren. Das ist schwierig. Viele Lebensmittel wie Brot, Nudeln, Bier, Müsli, Joghurt, Gewürze und viele Fertigprodukte sind glutenhaltig. Selbst in Medikamenten können Gluten enthalten sein. Regelmäßige Ernährungskontrollen müssen durch den Arzt durchgeführt werden. Es ist sehr hilfreich, sich als Eltern, einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Hier erhält man auch eine Lebensmittelliste, die alle Lebensmittel aufzeigt, die das Kind zu sich nehmen darf. Auch kann man hier Rezepte austauschen, damit man die Ernährung etwas abwechslungsreicher gestalten kann.

 

Aber zuerst sollte man zu einer Ernährungsberatung durch eine qualifizierte Fachkraft gehen. Man wird dort lernen, dass es grundsätzlich erlaubte, grundsätzlich verbotene und prüfungsbedürftige Lebensmittel zu unterscheiden gibt. Danach sollte man erst einmal einen Check bei denen im Haushalt noch vorhandenen Produkten durchführen und Lebensmittel, Zahnpasta, Kosmetika und Medikamente, in den Gluten enthalten sind, sofort entsorgen. Anhand von speziellen Lebensmittellisten kann man sich dann entsprechend auf eine glutenfreie Ernährung einstellen.

 

Erlaubte glutenfreie Lebensmittel sind beispielsweise Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Milch, Käse, Zucker, Honig, Reis, Mais, Hirse, Butter, Eier, Wasser und Tee. Wenn diese genannten Produkte allerdings durch Kräuter, Gewürzmischungen oder diätischen Stoffen aufbereitet wurden, können diese Gluten enthalten.

 

Verbotene glutenhaltige Lebensmittel sind unter anderem Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Müsli, Teigwaren, Panade, Gebäck, Torten, Fertigprodukte oder Gerichte, Pudding Schokolade oder Pommes. Nicht die kompletten Getreidekörner enthalten Gluten. Sie können eventuell zu Hause entsprechend bearbeitet werden, sodass man diese dann auch essen darf. Bei den anderen verbotenen Produkten kann es sein, dass auf der Herstellerverpackung angegeben wird, dass dieses frei von Gluten ist. Dann darf man diese Produkte auch verwenden.

 

Produkte, die der Prüfung bedürfen, sind solche, bei denen nicht eindeutig auf der Verpackung erkennbar sind, dass diese glutenfrei sind. Andere stehen eventuell nicht auf der Liste. Hier sollte man sich dann noch mal bei der Ernährungsberatung vergewissern.

 

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