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Weihnachtszeit - der Nikolaus
[NEWS] Weihnachtszeit - der Nikolaus
12. November 2009
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Das Nikolausfest ist aus der Advents- und Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Vor allem für Kinder bedeutet es doch, dass das sehnsüchtige Warten und die Zeit bis zum großen Fest ein wenig verkürzt und im wahrsten Sinne des Wortes versüßt wird. Dass das Fest des heiligen Nikolaus gefeiert wird, geht auf verschiedene Legenden zurück. Eine Legende besagt, dass Nikolaus, der im 11. Jahrhundert in Kleinasien als Bischof fungierte, drei kleine Jungen wieder zum Leben erweckte. Diese drei Jungen waren von einem Wirt geschlachtet und anschließend in einem Pökelfass gelagert worden. Seitdem gilt Nikolaus als Schutzpatron der Kinder. Eine andere Legende besagt, dass Nikolaus einem Vater drei Goldstücke schenkte, damit dieser seinen drei Töchtern eine ordentliche Aussteuer mitgeben konnte. Wie auch immer, noch heute werden am Abend des 5. Dezember blank geputzte Schuhe, oft auch Teller von den Kindern vor die Tür gestellt, in der Hoffnung, dass sie am nächsten Morgen vom Nikolaus mit Süßigkeiten und Geschenken gefüllt wurden. Vielerorts tritt auch ein Nikolaus auf den Weihnachtmärkten oder sogar in den Geschäften auf und gibt jedem Kind eine Kleinigkeit. Das ist für kleinere Kinder oft schon zuviel des Guten, werden sie doch durch das verschiedene Aussehen der Nikoläuse an unterschiedlichen Orten doch sehr verwirrt. Auch beim Arbeitsamt kann inzwischen ein Nikolaus gemietet werden, der dann zu den Kindern nach Hause kommt und ihnen Geschenke dalässt, nachdem sie einen Reim aufgesagt haben. Oft übernehmen auch Verwandte diese Aufgabe. Nicht selten kommt der Nikolaus in Begleitung von Knecht Ruprecht daher, der mit seiner Rute unartige Kinder bestrafen soll. Dieses Bestrafen mit der Rute geht aber auf eher unorthodoxe Erziehungsmaßnahmen der Eltern zurück, die das Kind somit gefügig machen wollten. Ursprünglich galt die Rute nämlich als Symbol für Fruchtbarkeit und durch einen Streich mit dieser wurde das Kind gesegnet. Erst später verwandelte sich dieser Rutenstreich dann zu einer Erziehungsmaßnahme.

 

Ein gefüllter Stiefel oder Teller ist im Übrigen nicht nur etwas für Kinder. Auch Erwachsene freuen sich über ein paar Kleinigkeiten, ist es doch ein Zeichen der Anerkennung und Liebe. Dabei müssen gar keine großartigen Geschenke gemacht werden, denn dies ist sicher nicht der Sinn des Nikolausfestes. Ein paar Lieblings-Süßigkeiten und Gebäck sind völlig ausreichend. Wenn noch etwas geschenkt werden soll, dann höchstens eine Kleinigkeit, zum Beispiel ein Taschenbuch oder eine gute Flasche Wein. Obwohl es heutzutage immer mehr zur Regel wird, müssen auch Kinder am 6. Dezember keine großen Geschenke vorfinden. Dafür ist am eigentlichen Weihnachtsfest noch Zeit. Schöne Kleinigkeiten, die finanziell nicht aus dem Rahmen fallen, sind beispielsweise Weihnachts(bilder)bücher, eine CD mit Weihnachtsmusik oder einem Hörspiel, Bastelmaterialien wie Fotokalender zum Selbstgestalten und die Aussicht auf den Besuch eines Weihnachtsmarkts. All das verkürzt die Wartezeit und steigert die Vorfreude auf Weihnachten.

 

Nikolaus wird je nach Region und Land unterschiedlich gefeiert. So war es in Süddeutschland üblich, dass zwei als kleine Nikoläuse verkleidete Jungen durch das Dorf liefen und kleineren Kindern einen Schrecken einjagten. In Norddeutschland hingegen wanderten die verkleideten Kinder von einem Haus zum anderen, sagten ein Gedicht auf und bekamen daraufhin Süßigkeiten. In den Niederlanden bekommen die Kinder und auch die Erwachsenen bereits am Abend des 5. Dezember ihre Geschenke. Dazu gehört, dass jeder der Anwesenden ein auf ihn zurechtgeschnittenes Gedicht vortragen muss. In diesem Gedicht wird auf die Persönlichkeit und die Eigenarten der jeweiligen Person eingegangen, was auch schon einmal für so manchen Spott sorgen kann. Erst nachdem das Gedicht vorgetragen wurde, darf das Geschenk ausgepackt werden. In Belgien findet das Nikolausfest nicht erst am 6. Dezember, sondern am 5. Dezember statt.

 

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