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Weihnachten in aller Welt
[NEWS] Weihnachten in aller Welt
5. November 2009
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Andere Länder, andere Sitten. Das gilt natürlich auch für das Weihnachtsfest. Vor allem wer an Weihnachten in fremde Länder reist, sollte sich vorher schon ein wenig mit den anderen Sitten und Bräuchen auskennen.

 

 

Weihnachten England

In England wird der Weihnachtsbaum sehr bunt geschmückt. Dazu gehören unter anderen bunte Lämpchen und Girlanden aus Papier. Ein Mistelzweig darf in keinem Haus fehlen. Wer unter dem Mistelzweig steht, darf von anderen ohne zu fragen geküsst werden. Zu der typischen Weihnachtsdekoration gehören auch Weihnachtskarten, die entweder auf dem Kamin aufgestellt oder auf eine Schnur gefädelt durch das Zimmer gehängt werden. Am 24.12. werden am Kamin die Strümpfe der Kinder aufgehängt und in der Nacht zum 25.12. gefüllt. Hier werden verschiedenen Geschichten erzählt. Entweder steigt Santa Claus selbst durch den Kamin, um die Strümpfe zu füllen oder er wirft die Geschenke einfach durch den Kamin, weil sein Bauch zu dick ist, als dass er selbst hindurchsteigen könnte. Ein weihnachtliches Rätsel bleibt es dann allerdings, wie die Geschenke in die Strümpfe gelangen. Das traditionelle Festmahl der Briten ist ein Truthahn, der mit einem Gemisch aus Hackfleisch und Brot oder aber Backpflaumen und Äpfeln gefüllt ist. Als Nachspeise wird flambierter Plumpudding serviert. Plumpudding besteht aus Früchten, Mandeln, Eiern, Zucker, Rindertalg und Rum). Als Getränk wird Eierpunsch gereicht. Bei den Engländern erinnert das Weihnachtsfest ein wenig an Silvester oder Karneval, denn die Menschen schmücken sich mit Papphütchen und lassen Knallbonbons platzen. Um 15 Uhr hält die Queen eine 10 Minuten dauernde Weihnachtsansprache, die alle vor dem Fernseher verfolgen. Damit ist dann auch das Weihnachtsessen offiziell beendet.

 

Weihnachten Niederlanden

In den Niederlanden findet das eigentliche Weihnachtsfest früher statt. Der Legende nach kommt Sinterklaas von Spanien aus auf das Festland. Er ist auch nicht allein, sondern hat als Verstärkung den Swarte Piet (Schwarzen Peter) mitgebracht. Dieses Ereignis, welches bereits Mitte November stattfindet, wird vor allem in den Hafenstädten, ganz besonders in Amsterdam groß gefeiert. Sinterklaas reitet auf einem weißen Schimmel, trägt ein rotes Bischofsgewand und eine rote Bischofsmütze. Die Kinder stellen für Sinterklaas einen Schuh auf den Kamin oder vor die Haustür, in den der Weihnachtswunschzettel gelegt wird. Um Sinterklaas gütig zu stimmen, werden neben dem Schuh Heu und eine Möhre für den Schimmel deponiert. Am Morgen nach der Ankunft von Sinterklaas finden die Kinder in ihren Schuhen Lebkuchen und kleine Nikoläuse aus Schokolade als Zeichen dafür, dass Sinterklaas tatsächlich da war. Bereits vor Nikolaus, nämlich am 05. Dezember, werden dann die Geschenke für alle Familienmitglieder in einem großen Sack vor die Tür gestellt. Das eigentliche Weihnachtsfest der Niederländer ist somit Nikolaus. Am 24.12. gibt es keine Geschenke mehr. Dieser Tag wird traditionell mit einem üppigen Festmahl begangen.

 

Weihnachten Frankreich

Die Franzosen beschränken sich beim Weihnachtsfest auf das Notwendigste. So sind in kaum einem Haushalt Weihnachtsbäume zu finden, lediglich im Elsass ist das Aufstellen von Weihnachtsbäumen üblich. Eine Vorweihnachts- oder Adventszeit gibt es bei den Franzosen gar nicht und das Weihnachtsfest selbst wird nur am 24.12. und am 25.12. gefeiert. Als Dekoration sind Girlanden aus Papier sowie mit volkstümlichen Trachten bekleidete Krippenfiguren üblich. Diese Figuren werden in der Provence produziert und bestehen aus Keramik. Am 24.12. gibt es ein ausgedehntes Festmahl, die Réveillon, deren krönender Abschluss aus dem berühmten Bouche de Noël besteht. In die Kirche geht es erst zur Mitternachtsmette. Während dieser Zeit bringt dann der Pére Noël die Geschenke. Die Bescherung findet dann allerdings erst am Morgen des 25.12. statt.

 

Weihnachten Italien

In Italien werden nicht nur die Kirchen, sondern auch die Wohnungen mit prächtigen Weihnachtskrippen ausgestattet. Am 06. Dezember bekommen die Kinder Geschenke vom Babbo Natale, die vorher bei einer Art Tombola ausgelost werden. Die Päckchen sind nummeriert und befinden sich in einem Sack. Jedes Kind zieht nun eine Nummer  und darf sich das entsprechende Päckchen dazu suchen. Die Weihnachtsgeschenke werden von dem Christkind (Il Bambinello) gebracht. Das Christkind legt die Geschenke in der Weihnachtsnacht vor die Tür der Schlafzimmer. Die Familie besucht an Weihnachten eine Christmesse und trifft danach zu einem Essen zusammen. Neben Pasta gibt es regionale Gerichte sowie Kuchen und Eis.

 

Weihnachten Portugal

In Portugal wird Weihnachten groß gefeiert und zwar nicht nur innerhalb der Familie, sondern mit Nachbarn oder sogar im ganzen Dorf. Die Bewohner versammeln sich nach der Kirche auf dem Kirchplatz, wo ein Baumstamm verbrannt wird. Nicht selten sind auf den Straßen musikalische Klänge zu hören, denn viele Menschen ziehen mit ihren Instrumenten von Tür zu Tür und besingen die Geburt Jesu. Traditionell findet eine Mitternachtsmesse statt, zu der die Menschen Geschenke für das Christuskind mitbringen. Diese Geschenke werden in der Kirche vor die Krippe gelegt. Zum Weihnachtsessen, an dem die ganze Familie teilnimmt, werden Stockfisch, Brotteigkrapfen, Kürbiskrapfen und gebratene Weißbrotscheiben serviert. Zu trinken gibt es einen mit Honigrosinen und Zimt gewürzten Wein.

 

Weihnachten Spanien

In Spanien wird die Adventszeit kaum gefeiert. Oft finden verschiedene Weihnachtsaufführungen statt. Richtig gefeiert wird eigentlich erst nach Weihnachten. Zwischen dem 30. Dezember und dem 01. Januar gibt es ein Fest namens Fiesta de la Coretta. Während dieser Zeit sammeln die Menschen Brennholz und fällen eine Kiefer. Die Kiefer wird festlich geschmückt und in den Ort getragen, wo sie dann gesegnet wird. Zu den weiteren Festlichkeiten der Spanier gehört das Dreikönigsfest.

 

Weihnachten Schweden

In Schweden gehört die Weihnachtszeit zu den Festen aller Feste. Die Weihnachtszeit wird dort Jul genannt und beinhaltet eine Zusammenfassung aus dem Erntedankfest, dem schwedischen Mittwinter und natürlich der Geburt von Jesus Christus. Die Schweden verstehen es, sich in Feststimmung zu bringen. Kochen, Backen und Dekorieren sind die Hauptbeschäftigungen in dieser Zeit. Ähnlich wie im Stall, wo Jesus geboren wurde, wird der Boden eines Raumes dick mit Stroh ausgekleidet. Früher war es üblich, dass dort die ganze Familie campierte, heute sind es jedoch meistens nur noch die Kinder, die Spaß an diesem ungewöhnlichen Schlaflager haben. Die Bescherung ist in Schweden am 24. Dezember. Wie in Deutschland werden die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum postiert. Überbringer ist der sogenannte Jultomten, ein Weihnachtsmann mit gnomartigem Aussehen, er auf einem Rentierschlitten unterwegs ist.

 

Weihnachten Russland

In Russland findet das eigentliche Weihnachtsfest später statt, weil hier noch der julianische Kalender gilt. Die Geschenke werden erst am 07. Januar von Väterchen Frost, der meist in Begleitung von Schneewittchen oder Schneeflocke daherkommt, gebracht. Die Russen besuchen nach Mitternacht einen weihnachtlichen Gottesdienst, der bis zum Morgen andauert. Danach gibt es im Familienkreis Brot, welches von dem Ältesten gebrochen und an die anderen verteilt wird.

 

Weihnachten USA

Weihnachten in den USA ist bunt, laut und fröhlich. Überall sind die Städte bunt geschmückt und mit einem Lichtermeer übersät. Die Geschenke bringt Santa, der mit seinem Rentierschlitten unterwegs ist, in der Nacht zum 25. Dezember. In den Städten werden an den Weihnachtsfeiertagen große Paraden veranstaltet.

 

 

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