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Vorweihnachtliche Stimmung, Wunderwirkung der Weihnachtsgewürze, Rezept für Lebkuchen
[NEWS] Vorweihnachtliche Stimmung, Wunderwirkung der Weihnachtsgewürze, Rezept für Lebkuchen
12. November 2010
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Wunderwirkung der Weihnachtsgewürze

In der Weihnachtszeit spielen Zimt und Vanilleduft eine wichtige Rolle. Sie bringen uns in vorweihnachtlicher Stimmung und versüßen uns das weihnachtliche Gebäck.

 

Sternanis, Piment, Anis, Gewürznelke, Kardamon, Koriander, Ingwer sind beliebte Zutaten für die weihnachtlichen Bäckereien und Gerichte. Sie sind aber auch als Heilmittel bekannt und beliebt. Besondere Verwendung finden Sie unter anderen bei Verdauungsproblemen, Zahnschmerzen und Husten.

 

Ihr gesundheitlicher Wert ist schon seit Jahrtausenden bekannt. Man findet sie in der Medizin der alten Ägypter, der Traditionell Chinesischen Medizin und auch bei Ayurveda.

 

Ceylon Zimt

Wärmender Kreislaufkick, durch die Öle im Zimt wird die Durchblutung gefördert und auch Darmbakterien werden bekämpft. Der Zimt besitzt einen würzigen und zugleich süßlichen Geschmack. Geschätzt wird das Gewürz, um damit heiße Getränke wie Tee zu verfeinern. Auch alkoholische Getränke und asiatische Fleischgerichte erhalten damit besondere geschmackliche Noten. Auch in der Adventbäckerei und allerlei Süßen findet Zimt einen Platz.

Sternanis

Der Sternanis lindert Hustenreiz, hilft bei der Verdauung. Süß und nach Lakritze schmecken die Früchte des echten Sternanises, der manchmal auch eine pfeffrige und säuerliche Note besitzt. Ähnlichkeiten mit dem einfachen Anis schon aufgrund des Geschmacks sind hier gegeben. In der Küche hat das Gewürz als eine von fünf Zutaten für das Fünf-Gewürze-Pulver Verwendung gefunden. Ebenso kann Sternanis zum indischen Curry gehören. Ganz besonders geschätzt wird das Gewürz in der asiatischen Küche, wo Fleischgerichte, Reis verfeinert werden.



Safran

Scharf, herb und bitter ist das geschmackliche Bild von Safran. Dieses Gewürz enthält zudem Carotinoide, die für die Goldfärbung von Gerichten stehen, die mit Safran gewürzt wurden. Zur Verwendung gelangt Safran beispielsweise bei der Zubereitung der Bouillabaisse, der Paella sowie beim Risotto alla milanese. Reisgerichte, die gern im Iran gegessen werden, tragen die geschmacklichen Noten des Safrans in sich. Zum Erhalt des Geschmacks sollte Safran nie lange gekocht werden.

Piment

Piment, das unter anderem auch als Wunderpfeffer bekannt ist, besitzt durch einen schärferen Geschmack. Dies wird durch das Eugenol unterstützt, das der Hauptbestandteil des Gewürzes ist. Gesundheitlich hilft es bei Darmbeschwerden und wird auch als Öl zum Einreiben bei Muskelkater verwendet.

 

Ganz besonders beliebt ist das Gewürz in der karibischen Küche. Dort wird neben den frischen Blättern und den Früchten auch das Holz, welches sehr aromatisch ist, verwendet. In Deutschland hat das Gewürz zum einen bei der Herstellung von Wurst an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig findet es in der Weihnachtsbäckerei Verwendung.

Gewürznelke

Von Aroma aromatisch, warm und von Geschmack würzig. Von der Gewürz-Nelke kann der Kopf, dessen Geschmack einen edlen Eindruck hinterlässt, bedenkenlos gegessen werden. Beim Stängel ist eher ein stärkerer bitterer Geschmack gegeben. Enthalten sind in der Gewürznelke ätherische Öle wie Eugenol, weshalb bei Zahnschmerzen des Öfteren das Kauen auf einer Nelke empfohlen wird. Mäßig dosiert wird das Gewürz für die Würzung von Marinaden, Wurst, Saucen und weiteren Gerichten verwendet. Auch in Lebkuchen ist dieses Gewürz zu finden.

 

Der Duft ist besonders geeignet und findet bei Gewürzsträußchen oder bespickten Orangen Verwendung, die dann den ganzen Raum in Adventstimmung bringen.

Muskatnuss

Der Geschmack der Muskatnuss ist zum einen sehr streng und dann auch leicht bitter. Gleichzeitig besitzt das Gewürz eine feurige geschmackliche Note. Daher ist eher ein dezentes Würzen angesagt. Dabei kann das Gewürz zur Förderung der Verdauung mit beitragen. In der Küche jedoch findet das Gewürz bei vielerlei Gerichten Verwendung. So werden damit unter anderem Gemüse, Canneloni, Lammgerichte und Gemüsesuppen sowie der Glühwein verfeinert.

Macis oder Muskatblüte

Vom Geschmack her besitzt die Macis eine aromatisch-harzige Note, die gleichzeitig eine leichte Bitterkeit besitzt. Zugleich weist die Macis eine gewisse Milde vor. Das Gewürz wird in getrockneter oder auch gemahlener Form verwendet. So gelangt es bei der Herstellung von Wurstsorten, wie beispielsweise bei den bayerischen Weißwürsten, zur Verwendung. Außerdem werden damit Gebäck und Gerichte mit Fleisch gewürzt.

Koriander - Koriandersamen

Koriandersamen wird von vielen im Geschmack zunächst als würzig, nussig eingestuft. Außerdem weist der Geschmack sogar Noten von Grün und von der Citrusfrucht auf. In der Medizin hat der Koriander schon seit Jahrhunderten seine Verwendung gefunden, da sich in ihm ätherische Öle befinden. So hilft das Gewürz, den Appetit anzuregen, die Verdauung zu fördern und lindert Magen- sowie Darmbeschwerden. Als Bestandteil von einer Gewürzmischung trägt Koriander zur Verfeinerung von Lebkuchen und Weihnachtsgebäck bei. Auch bei Brotherstellung findet Koriander seinen Platz. Koriandersamen sollte immer frisch zerstoßen werden.

 

Verwenden sie das Grün des Korianders ist es der Petersilie sehr ähnlich und wird optisch sehr oft verwechselt. Im Geschmack jedoch unterscheiden sich diese 2 Pflanzen enorm. In der Küche wird Koriander sehr oft unter anderen für Fleisch- und Gemüsegerichte verwendet.

Bevor man das frische Grün verwendet, sollte getestet werden ob der Geschmack auch wirklich ankommt. Viele Europäer mögen diesen Geschmack nicht.

Kardamom

Beim zu Weihnachten verwendeten grünen Kardamom ist ein würziges Aroma gegeben, das zugleich süßlich, harzig und herb, scharf ist. Dieses Gewürz besitzt gleich mehrere positive Wirkungen auf die Gesundheit. So fördert Kardamom die Verdauung, wirkt krampflösend und zugleich treibend für Blähungen. Auch bei Halsweh, Husten und schlechten Atem empfohlen.

 

Verwendung findet das grüne Kardamom in der Regel beim Weihnachtsgebäck, wobei es sich unter anderem um Spekulatius und Lebkuchen handelt. Ebenso werden beispielsweise Wurstwaren damit gewürzt und Kardamom findet sich auch in Punsch und als Kompottwürze wieder.

Ingwer

Von einer brennenden Schärfe und der Würze ist das Bild des Geschmacks von Ingwer bestimmt. Gerade in abgekochter Form kann Ingwer zur Wundbehandlung eingesetzt werden. Aber auch bei Grippe und Blähungen wirkt es heilend. Außerdem hilft es bei Beschwerden von Übelkeit, die bei einer Schwangerschaft ausgelöst werden.


Zur Verwendung gelangt Ingwer in Form des Gewürzes beispielsweise bei Geflügel, Lamm, Fisch und Meeresfrüchten. Mitunter ist Ingwer auch in Gewürzmischungen zu finden. Unter anderem ist Ingwer außerdem für Lebkuchen und Printen von Bedeutung.

Anis

Anis besitzt einen recht süßlichen Geschmack, weshalb es auch für Kinder verträglich ist. Gerade gesundheitlich wirkt es bei Kindern und auch bei Erwachsenen gut. Für stillende Mütter empfiehlt sich ein Anistee, da dieser zur Bildung von Milch beiträgt. Außerdem kann die Verdauung positiv beeinflusst werden. Anis wirkt auch schleimlösend und ist als Hustenmittel geeignet.

 

Verwendung findet Anis in der Zubereitung von Brot, Backwaren und in der Weihnachtsbäckerei sowie in alkoholischen Getränken.

Vanilleschoten

Die Vanille präsentiert sich mit einem süßen und würzigen Geschmack. Gerade deshalb wird sie in vielen Desserts wie Puddings und Cremes verwendet. Vanille findet bei der Herstellung von Kakao und von Schokolade sowie von Coca Cola ihren Einsatz. Eine der beliebtesten Speisen ist inzwischen das Vanilleeis. Im medizinischen Bereich wirkt das Öl der Vanille beruhigend, kann außerdem Abgeschlagenheit mildern und regt die Verdauung an.

 

Vanille ist weich, warm und sinnlich und wird dadurch auch als Duftstoff verwendet.

Und zum Abschluss noch ein Lebkuchenrezept

Um etwa 30 Lebkuchen herzustellen, werden die nachfolgenden Zutaten benötigt:


200 Gramm Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Teelöffel Zimt, je 1 Messerspitze Nelken sowie Piment und Kardamom. Außerdem werden 200 Gramm geriebene Mandeln, 50 Gramm gehacktes Orangeat sowie 75 Gramm gehacktes Zitronat, die Schale einer halben Zitrone, 250 Gramm Mehl sowie vier Eier. Weitere Zutaten sind 1 gestrichener Teelöffel Backpulver, 45 runde Backoblaten mit einer Größe von etwa 7 Zentimeter, Zuckerguss sowie eventuell Mandeln.


Zubereitung und Backzeit:


Eier werden zusammen mit Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel schaumig gerührt. Nun werden Orangeat, Zitronat, Mandeln und die Gewürze zusammen mit dem Mehl, das mit Backpulver vermischt wurde, hinzu gegeben. Die nun zu einem Teig verarbeitete Masse wird fingerdick auf Oblaten gestrichen und insgesamt auf einem Blech bei 175 bis 200 Grad gebacken. Dies sollte nicht länger als 15 bis 20 Minuten der Fall sein. Wenn gewünscht können die Lebkuchen beispielsweise mit Zuckerguss und eventuell mit Mandeln verziert werden.

 

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