Symptome bei einer Allergie
Eine Allergie kann sich durch viele verschiedene Symptome äußern. Nachstehend werden diese aufgezählt:
– Schnupfen bzw. Heuschnupfen
– Rote, tränende und juckende Augen
– Juckende Hautausschläge
– Schwellung der Schleimhäute
– Asthma-Anfälle
– In eher seltenen Fällen: Erbrechen, Durchfall, Blähungen, Magenschmerzen
Wenn also der Verdacht auf eine Allergie besteht, ist der erste Weg, mit dem Kind zum Hausarzt oder Kinderarzt zu gehen. Dieser wird dann eine Überweisung zu einem Allergologen ausstellen. Wenn bestimmte Organe betroffen sind, besteht die Möglichkeit, dass man zunächst mit dem Kind zu einem Hautarzt, Lungenarzt oder Hals-Nasen-Ohren-Arzt gehen muss. Zuerst wird ein eingehendes Gespräch mit dem Speziallisten geführt. Um im Vorfeld schon mal abzuklären, um welche Art von Allergie es sich handeln könnte, werden einige Fragen abgeklärt. Es ist angebracht, dass die Eltern bereits im Vorfeld sich schon mal einige Notizen machen, wie die Symptomatik ist, wann und wo diese auftritt, was das Kind vorher gemacht oder gegessen hat. Danach können verschiedene Allergietests durchgeführt werden. Es gibt drei Arten von Tests. Entweder Hauttest, Labortest und Provokationstest. Diese werden nachstehend beschrieben.
Anhand der Hauttests wird der Nachweis von Sensibilisierungen gegenüber Allergenen festgestellt. Aufgrund der Reaktion der Haut kann eine Allergie abgelesen werden. Auch wenn es sich um einen Heuschnupfen oder Asthma handelt. Wenn eine Hausstauballergie oder Pollenallergie festgestellt wird, wird oftmals nach einem Hauttest auch noch ein Lungenfunktionstest durchgeführt. Einmal vor Belastung und einmal nach Belastung. Man erkennt man gleich, ob die Atemfunktion bereits eingeschränkt ist.
Prick-Test
Am schnellsten und einfachsten geht es mit dem Prick-Test. Hier wird die Haut leicht angeritzt und an dieser Stelle das vermutete Allergen in Form einer flüssigen Lösung aufgetragen. Bei einer Allergie reagiert die Haut innerhalb von ca. 15 Minuten mit einer Rötung oder Quaddeln. Das Ausmaß der Hautveränderung wird anschließend mit einer Schablone abgelesen.
Intrakutan-Test
Die Testlösung mit dem Allergen wird hier mittels einer Nadel tiefer in die Haut eingebracht. Der Intrakutan-Test ist sehr unangenehm und nicht unbedingt für Kinder geeignet. Allerdings führt dieser Test zu etwas genaueren Ergebnissen als der Prick-Test.
Scratch-Test
Beim Scratch-Test wird die Haut etwas stärker angeritzt, ist aber ansonsten identisch mit dem Prick-Test. Wenn es also erforderlich ist, dass die Haut angeritzt wird, sollte bei Kindern eher der Prick-Test durchgeführt werden.
Reibetest
Dieser Test bietet sich für Kinder an, da hier nur das allergene Material, wie beispielsweise Blüten, Lebensmittel oder Tierhaare, auf der Innenseite des Unterarms gerieben wird. Bei einer bestehenden Allergie gegen diese Materialien wird sich eine Rötung zeigen. Dies geschieht nach einer Wartezeit von ca. 15 Minuten.
Epikutantest
Hier werden großflächig, meist auf dem Rücken, viele Pflaster mit entsprechend getränkten Lösungen geklebt. Nach 48 bis 72 Stunden erhält man das Ergebnis, bzw. wird durch Hautrötungen oder Quaddeln sichtbar. Dieser Test findet hauptsächlich bei Kontaktallergien, wie zum Beispiel Nickel, Verwendung.
Die im Blut enthaltenen Antikörper, Immunglobulin E, werden durch Labortests bestimmt. Durch genaue Untersuchungen kann die Menge des Immunglobulin E festgestellt werden. Bei Allergikern ist es typisch, dass die Immunglobulin E hoch konzentriert vorhanden sind.
Bluttest
Beim Bluttest gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder mit einem Teststreifen, schnell und unkompliziert in der Praxis durchführbar. Aufwendiger ist der RAST, der Radio Allergo Sorbent Test, der nur in einem Speziallabor durchgeführt werden kann. Bei beiden Testarten wird die Menge des Immunglobulin E bestimmt. Bei Allergikern ist die Konzentration des IgE deutlich höher als bei Nichtallergikern. Der RAST ist sehr genau, allerdings sehr teuer und wie bereits erwähnt, sehr aufwendig.
Provokationstest
Schon allein der Begriff Provokationstest spricht für sich. Hier wird nämlich das allergiebezogene Organ mit dem entsprechenden Allergen gereizt. Augen und Nase werden damit eingesprüht oder die Substanz wird eingeatmet. Bei einer Nahrungsmittel-Allergie wird durch Verzehr des entsprechenden Lebensmittels die Allergie nachgewiesen. Diese Methode ist zum Nachweis einer Allergie nicht unbedingt notwendig, aber in bestimmten Fällen sinnvoll.
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