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Reformschule - Freinet-Schule
[NEWS] Reformschule - Freinet-Schule
10. September 2010
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Célestin Freinet lebte von 1896 bis 1966 in Frankreich. Er war ein Reformpädagoge und verwirklichte das Ziel, Schule "von innen" zu reformieren. Im weiteren Verlauf werden die Prinzipien und das Konzept seiner Ideen noch stichwortartig zusammengefasst. Zuvor aber sei noch angemerkt, dass der Begriff "Freinet-Schule" - außer in Belgien (dort gibt es tatsächlich staatlich geförderte Schulen in diesem Sinne) - irreführend sein kann. Es handelt sich nämlich bei "Freinet"-Pädagogik nur um positive und schülerorientierte Unterrichtstechniken, die im Ermessensspielraum der Lehrer angewendet werden – an welcher Schule auch immer. Der deutsche Freinet-Lehrer-Verband ist das größte Segment in der internationalen Freinetbewegung (FIMEM, 35 Länder, 250 Lehrer); etwa beteiligen sich auch einzelne österreichische Pädagogen wie auch andere aus der Schweiz, Lateinamerika, Osteuropa und Japan an der Unterstützung und Förderung auch z. B. der folgenden Ideen:

 

(1) Der Schüler hat Raum, sich selbst zu entfalten

 

– gemeinsames Gestalten, Schreiben und Musizieren geschieht in Kooperation und im Team

– kreative Erschließung von kulturellen Kompetenzen: Theater, Tanz

 

(2) Freie Arbeit und Selbsteinschätzung

 

– Schüler bestimmen ihren eigenen Arbeitsrhythmus

– Arbeitsmittel stehen zur Verfügung, Lehrer begleiten und reflektieren den Schülerfortschritt im gemeinsamen Unterricht

– Schüler lernen, die eigene Leistung selbstkritisch zu beurteilen und führen Lerntagebücher.

 

(3) Vermittlung demokratischer Grundwerte

 

– Klassenrat, Klassenversammlung als Diskussions- und Problemlösungsorgane

– argumentative und gemeinsame Konzeption von Regeln

 

(4) Jedes Schulfach findet Berücksichtigung

 

– Die Grundfächer werden ohne Verluste als Lernstoff behandelt. Hierfür stehen Schulbücher und Arbeitskarteien oder -dateien zur Verfügung. Schüler wählen sich ihre Arbeitsthemen selbst aus

– Themenkomplexe werden (und dies mit hohen Leistungserfolgen) nicht in Unterrichtsstunden zerteilt, sondern in sogenannten "Epochen" am Stück bearbeitet. Dies betrifft vor allem die sogenannten Nebenfächer wie Erdkunde, Biologie, Geschichte etc.

– Es sind die Handlungs- und Entscheidungserfahrungen der Schüler selbst, die als Lernerfahrung wirken – Didaktik gibt es nicht.

 

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