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Geschichte Kinderwagen - Baby on Tour
[NEWS] Geschichte Kinderwagen - Baby on Tour
6. Juli 2009
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Heutzutage schauen Eltern mitunter bei dem Kauf eines Kinderwagens zum Transport ihres Nachwuchses meist etwas hilflos drein. Denn wie heißt es so schön: „Wer die Wahl hat, hat auch die Qual!“

 

Das Angebot an Kinderwagen in allen erdenklichen Farben, Formen und auch Ausstattungen ist heute einfach riesig groß. Aber so war es nicht immer. Bis zum beginnenden 19. Jahrhundert wurden die Babys meist in einem Tuch auf dem Rücken oder vor dem Oberkörper gebunden, transportiert. So kennen wir es mitunter noch aus alten Filmen, aber auch heute ist dieser Transport  noch in verschiedenen Kulturen und Länder traditionell üblich.

 

Der erste Kinderwagen:

 

Den Vorläufer des Kinderwagens, eine ganz frühe Form, ist mit dem heutigen Kinderwagen nicht mehr vergleichbar. Er wurde in England um das Jahr 1733 entwickelt. Der Landschaftsarchitekt William Kent konstruierte für die Kinder des Duke of Devonshire den ersten bekannten Kinderwagen.

 

Dieser hatte die Form einer Muschel und wurde von Ponys oder Ziegen gezogen. Das Fahrgestell versah Kent schon mit einer Federung, allerdings war dieser Wagen nur für Kleinkinder gedacht, welche schon sitzen konnten.

 

Über die Jahre wurde die Konstruktion weiterentwickelt. Im Jahr 1840 entstand in England die erste Fabrik. Charles Burton hat 1852 den ersten „Perambulator“ patentieren lassen. Eine Trendsetterin in der Angelegenheit Kinderwagen war Königin Viktoria, welche von dem Perambulator so begeistert war, dass sie gleich mehrere in Auftrag gab.

 

Der erste Kinderwagen in Deutschland:

 

Zwanzig Jahre später hatte sich der Kinderwagen in England etabliert, allerdings war er nur für die Oberschicht erschwinglich. Mitte des 19. Jahrhunderts trat der Kinderwagen auch seinen Siegeszug nach Deutschland an. Der Zeitzer Ernst Albert Naether brachte von seiner Wanderschaft durch Europa, die Idee mit nach Zeitz in die väterliche Stellmacherei. Die ersten hergestellten Kinderwagen bestanden aus einem Fahrgestell mit Deichsel und einem aufgesetzten Kasten aus Korbgeflecht, als Vorbild dienten die Stubenwagen. Sie wurden damals nicht geschoben, sondern gezogen.

 

Erst im Jahr 1870 wurde der erste Kinderwagen zum Schieben vorgestellt. Schnell entwickelte sich der Kinderwagenbau zu einem eigenständigen Industriezweig. Die Firma Naether in Zeitz wurde zum Zentrum des europäischen Kinderwagensbaus. Die Optik änderte sich nun zu nehmend. Bereits im Jahr 1896 wurden in dem Katalog der Firma Naether über einhundert Modelle angeboten.

 

In den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden Kinderwagen in der Massenproduktion hergestellt. Die Räder wurden kleiner. Ab dem Jahr 1920 wurden die Fahrgestelle aus Stahl konstruiert. Die Aufsätze bestanden meist aus Holz oder Korb. Nach dem II. Weltkrieg wurden die Aufsätze meist aus Presspappe gefertigt. Die Form der Kinderwagen wurde jetzt stark vom Automobilbau beeinflusst. In den 1950er Jahren waren sie mit Zierleisten versehen und die Kotflügel waren geschwungen. Bis zum II. Weltkrieg war Zeitz das Zentrum der deutschen Kinderwagenproduktion.

 

Nach dem Krieg bestand dort die Produktion fort. Im VEB Zekiwa wurden weiterhin Kinderwagen, auch für den Export hergestellt. Zeitgleich formierte sich im Westteil Deutschlands, im Oberfränkischen Raum, ebenfalls die Produktion von Kinderwagen. Heute sind im Handel die unterschiedlichsten Formen erhältlich.

 

Kinderwagentypen:

 

Neben dem klassischen Kinderwagen für Säuglinge kann zwischen dem Kombiwagen, eine Kombination zwischen klassischen Kinderwagen und Sportwagen gewählt werden. Weiterhin gibt es dann noch den Sportwagen, den Buggy und den Jogger Kinderwagen.

Spezielle Kinderwagen sind für mehrere Kinder gedacht. Die Sitz oder Liegeflächen sind entweder nebeneinander oder hintereinander angeordnet. Auch Spreizkinderwagen gehören in diese Kategorie und sind mit einer breiteren Liegefläche ausgestattet. Rehabuggy und Rehawagen werden für den Transport behinderter Kinder und Jugendlichen angeboten. Man kann sie bis zur eine Körpergröße von 160cm und 70 kg nützen.

 

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