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Geschichte der Windeln
[NEWS] Geschichte der Windeln
3. August 2009
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Die Windel ist eine Art Saugkörper, der für die Aufnahme von Stuhl und Urin eingesetzt wird. Windeln gibt es nicht nur für Babys und Kleinkinder, auch wenn sie die häufigsten Anwender der Windeln sind. Auch für alte Menschen oder unter Inkontinenz leidende Menschen gibt es spezielle Windeln.


Windeln wurden erstmals ungefähr im 19. Jahrhundert verwendet. Sie bestanden aus einer Gummihose, unter der eine Stoffwindel lag. Diese war für das Aufsaugen der Flüssigkeiten unabdingbar. Die Gummihose sollte das Austreten der Flüssigkeit verhindern. Stoffwindeln wurden in einem Topf ausgekocht.


Die heute bekannten Höschenwindeln oder Einmalwindeln wurden erstmals in den fünfziger Jahren eingesetzt. Erfunden wurden sie von der Amerikanerin Marion Donovan. Sie stieß damit aber nicht auf den erhofften Anklang. Erst rund elf Jahre später eroberten die Wegwerfwindeln den amerikanischen Markt. In Deutschland war diese Art von Windeln ab 1973 populär. Die ersten Höschenwindeln wurden übrigens Pampers genannt, was vom englischen Wort to pamper abgeleitet wurde. Das bedeutet so viel wie verwöhnen.


Die Zeit brachte mit sich, dass immer mehr und unterschiedliche Produkte auf den Markt kamen, die Anzahl der Hersteller vergrößerte sich rasch. Die Mehrwegwindel wurde vom Markt verdrängt und fand erst in den letzten Jahren wieder einen größeren Zuspruch.


Einwegwindeln wurden immer wieder Neuerungen unterzogen. So wurden sie zum Beispiel immer dünner und auch leichter. Grund dafür ist der innen befindliche Superabsorber. Es ist ein Kunststoff, der rund das Eintausendfache seines eigenen Gewichts aufnehmen kann.


Bei den Windeln findet immer noch eine Unterscheidung in Einweg- und Mehrwegwindeln statt. Einige Merkmale sind aber bei beiden Systemen gleich. Die größten Unterschiede sind im Aufbau und bei der Fixierung zu finden. Die Einwegwindeln, die auch den Namen Höschenwindeln tragen, sind aus einem Kern aus Zellstoff gefertigt, der oben bereits erwähnte Superabsorber. Dieser ist durch ein Vlies ummantelt.

 
Mehrwegwindeln sind waschbar und es gibt sie als Mull- oder als Moltoneinlagen. Sie benötigen immer noch eine Windelhose, um die Kleidung zu schützen.


Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.

Die Einwegwindeln sind leicht zu handhaben und machen kaum Mühe. Sie müssen lediglich gekauft werden und wandern nach der Benutzung einfach in den Mülleimer. Allerdings ergibt sich so im Laufe der Wickelzeit von bis zu drei Jahren ein riesiger Müllberg.

Doch ökologisch gesehen völlig unbedenklich sind die Mehrwegwindeln auch nicht. Schließlich müssen sie nach jeder Benutzung gewaschen werden, was Strom, Wasser und Reinigungsmittel verbraucht. In der Anschaffung sind sie meist günstiger, weil hierbei nur eine bestimmte Menge gekauft werden muss, dann fallen keine weiteren Anschaffungen für die Dauer der Wickelzeit an. Aber, wie gesagt, dafür müssen Kosten für die Reinigung eingeplant werden.

 
Wichtig ist die Pflege der Haut, völlig gleich, welches System angewendet wird. Generell braucht die Haut keine extra Pflege, das Reinigen mit dem feuchten Waschlappen genügt. Zu achten ist aber darauf, dass die Haut vor dem erneuten Wickeln völlig getrocknet ist. Gecremt werden muss nur, wenn die Haut bereits gerötet ist oder sich entzündet. Dann sind spezielle Salben mit Zink notwendig. Ratsam sind auch die Cremes, die auf Mandelöl oder Calendula bauen.

 

Mit einem Zuviel an Pflege wird der Haut auf jeden Fall eher geschadet, als genutzt. Besser atmen kann die Haut theoretisch in der Mullwindel, allerdings wird dieser Vorteil wieder aufgehoben, wenn eine Gummihose angelegt wird. Dann sind die Windeln ebenso dicht, wie die Einwegwindeln. Hinzu kommt, dass die Haut besser geschützt ist, wenn sie in der Einwegwindel eingepackt ist, weil diese trockener bleibt. Allerdings werden Kinder, die nur mit Einwegwindeln gewickelt werden, in den meisten Fällen später trocken, als andere. Der Grund dafür ist, dass sie die Feuchtigkeit weniger stark empfinden und daher kein unangenehmes Gefühl haben.


Viele Eltern entscheiden sich anfangs für die Wickeltechnik mit Mullwindeln, wobei hier die einzelnen Techniken erst einmal erlernt werden müssen. Doch aus praktischen Gründen entscheiden sich viele Menschen zumindest für unterwegs für die Einmalwindeln.


Die Anwendung der Windeln differiert nicht nach der Anwendung bei kleinen Kindern oder bei Erwachsenen. Sie müssen einfach nur vorgelegt und dicht verschlossen werden. Wichtig ist das regelmäßige Wechseln der Windeln um Entzündungen und Reizungen vorzubeugen.


Je nach individuellen Ansprüchen und Bedürfnissen ist es möglich, sich für ein Windelsystem zu entscheiden, wobei diese natürlich auch untereinander gewechselt werden können.


In vielen Ländern ist es üblich, die Kinder gar nicht zu wickeln. Ein neuer Trend, der allerdings recht zeitraubend und anstrengend ist, kommt aus den USA: Hier werden die Kinder gar nicht gewickelt, sondern gut beobachtet. Zeigen sie Anzeichen, auf die Toilette zu müssen, werden sie abgehalten. Dies stellt sich aber besonders unterwegs als ziemlich problematisch dar und geht nicht selten im wahrsten Sinne des Wortes in die Hose.

 

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