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[NEWS] Fruktose - Unverträglichkeit
28. Juni 2010 |
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SymptomeDie Symptome bei der Fructose-Unverträglichkeit sind in erster Linie Blähungen, Verdauungsprobleme, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall und Verstopfung. Des Weiteren müssen diese Patienten häufig Wasserlassen, leiden oftmals an Depressionen und Konzentrationsstörungen.
UrsacheNeben der vererbbaren und angeborenen Stoffwechselstörung gibt es noch die Fruchtzucker-Unverträglichkeit, die sich erst im Laufe der Jahre entwickeln kann, beispielsweise durch falsche Ernährung über einen längeren Zeitraum, Dauerstress oder längere Einnahme von Medikamenten. Bei der Fruchtzucker-Unverträglichkeit arbeitet das Transportenzym GLUT-5-Transporter nicht richtig. Das hat zur Folge, dass die Fruktose in den Darm und nicht ins Blut gelangt. Die Fruktose wird dann weiter in den Dickdarm transportiert. Im Dickdarm findet dann ein Stoffwechsel statt, der die Fruktose in Wasserstoff umwandelt. Der entstandene Wasserstoff gelangt dann über das Blut in die Lunge.
Behandlung und TippsDie Ärzte machen sich die Tatsache, dass der entstandene Wasserstoff in die Lunge gelangt, zunutze. Bei Verdacht auf Fruktose-Unverträglichkeit wird der so genannte Atemtest durchgeführt. Zunächst muss der Patient nüchtern in die Praxis kommen. Es wird dann eine Atemprobe genommen. Danach muss eine fructosehaltige Flüssigkeit getrunken werden. Ein paar Stunden danach wird ein weiterer Atemtest durchgeführt. Danach kann der Abbau der Fruktose im Darm bestimmt werden. Mit einem Bluttest lässt sich nachweisen, dass das Enzym GLUT-5-Transporter eine Fehlfunktion hat. Auch durch eine Stuhlprobe kann eine Fruktose-Intoleranz festgestellt werden.
Die Behandlung der Fructose-Intoleranz besteht darin, dass eine fructosefreie Ernährung strikt eingehalten werden muss. Fructose ist enthalten im ganz normalen Haushaltszucker, im Invertzucker und Sorbit, das in vielen diätischen Nahrungsmitteln oder in Süßigkeiten seine Anwendung findet. Müsli, Cornflakes, Früchte und Fruchtsäfte, diverse Brotsorten, diverse Gewürze, diverse Wurstsorten, um nur einige zu nennen, können Fruktose enthalten. Wenn ein bestimmtes Produkt als zuckerfrei ausgezeichnet ist, kann es aber immer noch Sorbit enthalten. Auch Medikamente, insbesondere in Form von Dragees oder Säfte, können Fruktose enthalten. Hier ist also besondere Vorsicht geboten. Im Fall einer Fruktose-Unverträglichkeit ist eine spezielle Ernährungsberatung angezeigt. Der Arzt wird die Eltern eingehend darüber beraten, damit eine entsprechende Diät eingehalten werden kann. Bei Einhaltung der fruktosefreien Ernährung führt die Behandlung zu einer guten Prognose der Krankheit. Weiterhin sollten bei dem Kind regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden.
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