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[NEWS] Die ideale Schule, Alternativschulen, besondere Schulen
10. August 2010 |
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Der Zeitfaktor Schule und Familienalltag Drei Möglichkeiten lassen sich hier in Deutschland in Erwägung ziehen: – die Schule am Vormittag – die Ganztagsschule – das Internat
Die gesetzliche Entscheidung darüber obliegt in jedem Fall dem Erziehungsberechtigten. Eine besondere Vorüberlegung liegt hier zugrunde: In der gesamten Zeit, in welcher das Kind sich nicht im Unterricht befindet, ist es dem elterlichen Erziehungsauftrag zugeordnet. Das heißt: Letztlich befinden sich die Eltern mit der Minute, mit der das Kind wieder die Schule verlässt, in Bereitschaft. Gleichgültig, welchen Freizeitaktivitäten es außer Haus nachgeht oder auch gleichgültig, dass es sich letztlich um einzelne Individuen mit Ruhebedürfnissen handelt, die als Familiengemeinschaft zusammenwohnen – von mindestens einem Elternteil wird über den restlichen Tag volle Ansprechbarkeit verlangt. Und so ist der Verdienst- und Zeitfaktor des beruflichen Elternalltags sicherlich die erste Erwägung – ab wann bin ich als Elternteil zu Hause? Oder per Handy abrufbar?
Weiterhin geht es nicht nur um reine Zeit, sondern die Fragen und Anliegen des Kindes auch bezüglich seines Schulalltags werden dann auch direkt an die Eltern gerichtet. Das heißt: Eltern müssen bereit sein, sich auch in Schulstoff einzuarbeiten, um diesen mit den Kindern besprechen zu können (Nachhilfe-Institute gibt es, ohne Frage, doch bevor man diese bezahlt, stehen auch die Lehrer des Kindes für dessen Eltern ständig zur Verfügung, um Verstehens-Schwierigkeiten zu klären und Handreichungen zu geben. Die Möglichkeit hierzu besteht grundsätzlich nicht nur am Elternsprechtag).
Auch – und nicht zuletzt – um die finanzielle Ausstattung (auch die nimmt Zeit in Anspruch): Bin ich in der Lage, dem Kind ein Wohnumfeld zu bieten, bei der dauerhaft auf die Faktoren der Geborgenheit, der Ordnung und der vollständigen Ausstattung geachtet werden können (und hier geht es nicht um "Markenklamotten", die unnötig sind)?
Den Lehrern mein Kind vorstellen Bei der Ersteinschulung möglicherweise noch nicht, jedoch während der Grundschulzeit und im besonderen Sinne dann in der Ausrichtung auf weiterführende Schulen bewährt sich die Zeit, die ich mit meinem Kind verbringe und es ergeben sich für mich Ersteindrücke. Der Test besteht nun darin, wie Lehrer der möglicherweise zukünftigen Schule meines Kindes auf die folgenden Fragen (oder ähnliche) reagieren werden:
– Inwiefern sind Begabungen beobachtbar (sind der Tochter /den Töchtern und/oder dem Sohn/den Söhnen Fächer oder Verstehens-Inhalte geradezu in den Schoß gelegt, wohingegen sie in anderen Situationen nicht (so schnell) begreifen? – Wie kann ich die beobachteten Anlagen fördern (lassen), ohne zu überfordern? – Inwiefern kann ich bei (vermeintlichen) Begriffsstutzigkeiten oder sozialen Auffälligkeiten therapeutisch eingreifen lassen? – Welche Schulen gehen konkret auf Verhaltens- und/oder Lernstörungen ein (wissen z. B. überhaupt, was ADHS ist)?
Welcher ideologische Hintergrund ist mir bei der Schule meines Kindes wichtig? Laut Grundgesetz liegt es in der Hand der Eltern, ob das Kind am Religionsunterricht teilnimmt oder nicht. Weiterhin sind die Länder zuständig; hier folgen Beispiele aus der hessischen Landesverfassung:
– die Schule toleriert alle Weltanschauungen von Eltern und Schülern – die Schule zielt darauf ab, den Schüler sittlich, tüchtig, im Sinne der Eigenverantwortung, im Sinne der Wahrheit und der Nächstenliebe zu erziehen – historische Fakten werden ohne Verfälschung vermittelt – Eltern können jederzeit mitbestimmen.
Sollte jedoch das Interesse bestehen, das Kind an einer Schule in kirchlicher oder privater (Vereins-)trägerschaft ("Waldorf") anzumelden, sollten sicherlich die Verhältnismäßigkeit der Mittel bedacht werden (wie weit wäre ein Fahrtweg, inwieweit könnte ich selbst auch zu Hause oder durch Gemeindezugehörigkeiten entsprechende Wertekonzepte effektiver vermitteln (lassen)?).
Mädchenschule oder Jungenschule? Es bleibt sicher den Eltern unbelassen, über die Einschulung der Tochter/des Sohnes in einem gleichgeschlechtlichen Schulumfeld zu entscheiden. Es ist ebenso unbestritten, dass neurophysiologische bzw. hormonelle Unterschiede das Verhalten der einzelnen Geschlechter bestimmen. Aber der pädagogische Leitsatz staatlicher Schulen bleibt die Gemeinschaftserziehung beider Geschlechter (Koedukation), weil Mädchen und Jungen auf ein gleichberechtigt orientiertes Zusammenleben von Frauen und Männern in der übergeordneten Gesellschaft vorbereitet werden sollen – Umfragen bestätigen unter Schülern regelmäßig auch den Wunsch danach.
Auch hat die PISA-Studie des Jahres 2000 gezeigt, dass Gemeinsamkeiten zwischen Jungen und Mädchen in den gemessenen Schulkompetenzbereichen gegenüber den Unterschieden überwogen: Bei starken Schwankungen empfiehlt sich stets eher eine Einzelförderung als eine geschlechtliche Isolation.
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Informationen zu der Waldorf-Pädagogik, Waldorfschulen weltweit: http://www.waldorfschule.info/
Informationen für Mehrsprachigkeit, Adressen für Kindergärten, Schulen, Studien
Deutsche Gesellschaft für hochbegabte Kinder, aktuelle Informationen, Förderung und Hinweise
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