Donnerstag, der 19.07.2018 - 00:05 Uhr
 
Babyratgeber Startseite Babybuch Flohmarkt Fragen und Antworten
Anzeigen
Die Geschichte der Puppe
[NEWS] Die Geschichte der Puppe
13. Juli 2009
Anzeigen

Bei einer Puppe handelt es sich um eine Nachbildung eines Menschen, seit dem 19. Jahrhundert werden auch verstärkt Kinder damit dargestellt. Die Puppe ist nicht nur ein Spielzeug, sondern hat in verschiedenen Kulturen eine kultische oder religiöse Bedeutung.


Früher einmal waren Puppen ohnehin nicht als Spielzeug gefertigt worden. Sie waren einzig und allein Kultobjekt und wurden zur magischen oder religiösen Zeremonien eingesetzt. Im China der Antike wurden die Puppen aus Stroh hergestellt und als Idole eingesetzt. Zu Heilpuppen entwickelten sie sich ungefähr im achten Jahrhundert vor Christus. Auch Bronze, ton, Holz, Kuhfladen oder Stoff dienten zur Herstellung von Puppen.


Vom späten Mittelalter bis hin zur Neuzeit entwickelten sich die Puppen weiter und wurden in der Zeit zum Beispiel auch aus Terrakotta oder aus Alabaster hergestellt. Die Jahre brachten mit sich, dass immer mehr Zubehör für die Puppen hergestellt wurde, wie etwa Kleidung, Häuser oder Puppenstuben. Die Entwicklung ging noch weiter und im 20. Jahrhundert fuhren die Puppen Auto oder Motorrad. Auch Puppenwagen sind schon lange bekannt.


Bereits ab dem 15. Jahrhundert setzte die gewerbliche Herstellung von Puppen ein. Vor allem in Nürnberg siedelten sich die ersten so genannten Dockenmacher an. Docke war ein anderes Wort für Puppe oder Spielzeug. Auch in Sonneberg breitete sich die Produktion aus.


Bis zum Jahr 1815 entwickelte sich auch Waltershausen zu einem Zentrum für die Produktion von Puppen. Die Produktionsstätten hier exportieren die Puppen in andere Länder der Welt.
International gesehen war es auch Frankreich, in dem sich die Puppenproduktion behaupten konnte und welches zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für Deutschland wurde. Im 19. Jahrhundert wurden zudem einige Neuerungen eingeführt, wie etwa die Babypuppen, Kugelgelenkte für Beine und Arme oder Gummi als Material für den Körper der Puppe. Im Jahr 1896 wurde die erste Puppe der Firme Schildkröt produziert, sie bestand aus Celluloid. Noch heute ist die Firma im Puppenhandwerk bekannt.


Um die Jahrhundertwende herum begannen die ersten Künstler, Puppen herzustellen. Dabei handelte es sich nicht um Spielzeuge, sondern eher um anspruchsvolle Modelle. Schon bald kam die Antwort der Industrie auf solche Künstlerpuppen und es wurden die ersten so genannten Charakterpuppen entwickelt.
Ab 1908 erregte Käthe Kruse großes Aufsehen. Sie fertigte Künstlerpuppen, die aber zugleich als Spielzeug dienen konnten.

 

Die Gestalt der Puppen war lange Anlass zu Diskussionen, denn damit gingen auch Diskussionen zur pädagogischen Reform einher. Während der beiden Weltkriege brach die Produktion ein und erholte sich nur schwer wieder.


Es gibt verschiedene Formen von Puppen, wobei zum Beispiel Babys und Kleinkinder dargestellt werden, aber auch Erwachsene, Omas und Opas oder Puppen, die rein zu Sammlerzwecken dienen können. Generell wird in Kunstpuppen und in Reproduktionspuppen unterschieden. Während erstere in erster Linie Sammlerobjekte sind, handelt es sich bei den letztgenannten um Spielzeuge und Objekte zur Dekoration.

 

Zu nennen ist bei den Arten der Puppen auch die Matroschka, eine russische Puppe, die im Inneren aus immer wieder auseinander zu nehmenden und wieder zusammen zu setzenden einzelnen kleinen Puppen besteht.

 

Weltweit bekannt ist der Monchichi, was eine Mischung aus Tier und Puppe darstellt und schon etwa ab den siebziger Jahren populär ist.


Es gibt auch andere Arten von Puppen, die zum Beispiel ein reales Spielen ermöglich. Einige Puppen können trinken und in eine Windel nässen, andere Puppen können sprechen.
Puppen sind auch heute noch ein typisches Spielzeug für Mädchen. Früher einmal sollten Mädchen mit den Puppen auf ihre spätere Rolle vorbereitet werden, sie sollten die Tätigkeiten einer Hausfrau und Mutter schon von Kindesbeinen an erlernen. Heute haben Puppen eher den Sinn eines Spielzeuges, mit dem beobachtete Tätigkeiten aus dem Alltag einer Familie von den Kindern nachgespielt werden können. Es gibt auch Jungen, die gerne mit Puppen spielen, allerdings ist dies vielerorts immer noch verpönt und die Jungen werden eher ausgegrenzt als akzeptiert. Zumindest ab einem bestimmten Alter, das ungefähr dem Alter der Einschulung in die Grundschule entspricht, wird es häufig nicht gern gesehen, wenn Jungen noch mit Puppen spielen.


Bei der Herstellung von Puppen wird genau darauf geachtet, dass diese möglichst echt aussehen. Das heißt, es werden auch Haare und Kleidung nicht vergessen, wobei letztere sogar austauschbar sein soll und die Haare sollten sich möglichst frisieren lassen. Künstler haben einen genauen Arbeitsablauf bei der Herstellung ihrer Puppen. Sie modellieren sie zuerst aus Ton oder Kunststoff und formen dann mit Hilfe von Gips ein Negativ. Dieses wird mit Porzellan ausgegossen, welches im Anschluss gebrannt wird. Danach kann das Bemalen und Gestalten der Puppen erfolgen.

 
Häufig wird bei Puppen auf das Kindchenschema gesetzt, sie sollen niedlich sein und über möglichst große, runde Augen verfügen. Damit werden nicht nur Kinder, sondern auch die Erwachsenen angesprochen, die solche Puppen süß finden und sie ihren Kindern kaufen.

 

Interessantes:

Geschichte Schule

Geschichte Kaiserschnitt

Geschichte Schnuller

Geschichte Windel

Geschichte Babyflasche

Geschichte Teddybär

Geschichte Puppe

Geschichte Kinderwagen

Geschichte Spielzeug

Eintrag weiterempfehlen Teilen

Zurück

Aktuelles     Neuigkeiten     Tipps
13. März 2013
  Eine Melodie kann viele Menschen faszinieren und sie in ihren Bann ziehen. Diese Tatsache bezieht sich auch auf Kinder. Viele Kinder sehen in einem Musikinstrument die Chance, ihre Kreativität ausz... Weiterlesen
 
8. Januar 2013
Für viele Kinder es ist der wichtigste Tag im Jahr und bereits viele Wochen im Voraus kann es der Nachwuchs kaum noch abwarten, bis der Geburtstag endlich stattfindet. Schließlich wird er lediglich e... Weiterlesen