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Behandlungen von Burn-out
[NEWS] Behandlungen von Burn-out
7. Februar 2011
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Ein Burn-out ist immer eine persönliche Reaktion auf die Lebensumstände. Das können Situationen am Arbeitsplatz sein oder auch solche in der Familie. Das Burn-out-Syndrom kann durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden, meistens ist es sogar ein Zusammenspiel von vielen verschiedenen Faktoren. Außerdem kann es sich auch in unterschiedlichen Symptomen äußern. Deshalb ist eine einheitliche Therapie nicht sinnvoll. Die Behandlung muss sich immer am Einzelnen orientieren. Die Ansatzpunkte sind je nach Auslösern und Symptomen zu wählen. Deshalb gibt es hier auch keine Standardtherapie.

 

Erfolge durch Verhaltenstherapie

Das Burn-out Syndrom wird nicht alleine durch das Verhalten eines Menschen ausgelöst, das Verhalten kann die Krankheit aber stark beeinflussen. Deshalb hat sich die Verhaltenstherapie als erfolgreiche Methode gegen den Burn-out erwiesen. Schon einige Stunden bei einem Psychotherapeuten können ausreichen, um Ursachen zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Hierfür sollte man sich an einen erfahrenen Psychotherapeuten wenden, der vielleicht schon Erfahrung mit dem Thema hat.

 

Manchmal sind die Probleme aber tief liegender und bedürfen einer richtigen Psychotherapie. Dabei soll nicht nur das Verhalten trainiert und geändert werden, es sollen auch verborgene Ängste und versteckte Gefühle ans Tageslicht kommen. Das Selbstwertgefühl des Patienten muss gesteigert und alle verdrängten Ängste beseitigt werden. Welche Therapie die richtige ist, muss aber nicht der Patient entscheiden. Dies kann man getrost dem Therapeuten überlassen. Auch hier gibt es viele unterschiedliche Therapieansätze, denn auch hier ist der Mensch ein Individuum.

 

Burn-out-Symptome gezielt abbauen

Man kann aber auch selbst etwas tun, um dem Burn-out entgegenzuwirken. Viele Dinge in unserem Leben funktionieren wie im Automodus und sind regelrecht eingefahren. Das heißt aber nicht, dass man sie nicht ändern kann.

 

Verhalten ändern

So ist es wichtig, dass man sein Leben und sein Verhalten ganz neu überdenkt. Hier müssen einige Dinge geändert werden. So sollte man bei der Arbeit lieber etwas kürzertreten und auch mal auf den Karrieresprung verzichten. Bei den täglichen Arbeiten hilft ein guter Zeitplan, damit auch noch genügend Zeit für Entspannung bleibt. Bei der Kindererziehung sollte man sich Hilfe suchen, wenn man alleine überfordert ist. Und wenn das Haus mal nicht blitzblank geputzt ist, wird das auch niemanden stören.

 

Selbstbewusstsein stärken

Es ist wichtig, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln. Dazu gehört, auch mal nein sagen zu können und sich jeden Tag Zeit für sich selbst zu nehmen. Außerdem kann man dann auch auf Anerkennung durch andere verzichten. Deshalb sollte man Dinge tun, die man besonders gut kann und die einem Spaß machen. Dazu gehört auch, sich von Personen zu trennen, die einen runterziehen und einen nicht so akzeptieren, wie man ist.

 

Unrealistische Erwartungen dämpfen

Sich unrealistische Ziele zu setzen, kann auf die Dauer nicht gut gehen und wird nur in Enttäuschung und Frustration enden. Deshalb sollte man sich lieber kleine, erfüllbare Ziele setzen. Um ein großes Ziel zu erreichen, sollte man lieber in kleinen Schritten vorgehen. Und um das Selbstvertrauen zu stärken, darf man ruhig mal Ziele haben, die sich leicht erfüllen lassen.

 

Mit Niederlagen umgehen lernen

Nicht immer klappt alles so, wie man sich das vorstellt. Nicht im Beruf, nicht in der Partnerschaft und auch nicht bei der Kindererziehung. Das muss man nicht immer auf sich selbst beziehen. Manche Dinge laufen einfach schlecht, obwohl man gar nichts dafür kann. Ist man wirklich selbst schuld an der Situation, sollte man einfach aus seinen Fehlern lernen und es das nächste Mal anders versuchen. Jeder Mensch macht Fehler und in wichtigen Punkten zu versagen, macht jeden erst menschlich.

 

Einen unabhängigen Blick auf sich selbst werfen

Um den Burn-out zu bekämpfen, ist es wichtig, die Mechanismen der Selbstsabotage aufzuspüren und zu eliminieren. Hier sollte man darauf achten, in welchen Situationen man sich selbst unter Druck setzt und diese Situationen ganz bewusst stoppen. Oft kommt man darauf aber nicht selbst und ein unabhängiger Blick von außen muss hier weiterhelfen, etwa durch einen Therapeuten oder einen Coach. Nur so bekommt man den nötigen Abstand zu sich selbst und seinen Problemen.

 

Alleine lässt sich der Burn-out nicht behandeln, vor allem dann nicht, wenn man schon tief in der Krankheit drinsteckt. Da kann nur ein Psychotherapeut helfen. Natürlich ist es auch hilfreich, wenn die Familie und der Partner die Probleme verstehen. Unter Umständen können sie in die Therapie mit einbezogen werden. Burn-out hat gute Heilungschancen, allerdings muss man bereit sein, sein Leben zu ändern und auch mal an sich selbst zu denken.

 

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