Donnerstag, der 17.08.2017 - 07:49 Uhr
 
Babyratgeber Startseite Babybuch Flohmarkt Fragen und Antworten
Anzeigen
Babyzeichen
[NEWS] Babyzeichen
3. Januar 2011
Anzeigen

Die Zeichen der Zwergensprache werden nach Bedarf eingeführt. Das Kind lernt zuerst die Begriffe, die es auch täglich braucht.

 

Es geht um Essen, Schlafen, Spielen, Familienangehörige, häufige Erlebnisse, ... Das Zeichen "mehr" erleichtert häufig die Verständigung zwischen Eltern und Kind.


noch mehr Essen
Beispielsweise, wenn das Kind noch MEHR essen möchte, macht es das entsprechende Zeichen (mit der rechten Hand in die linke Handfläche tippen) und signalisiert damit: Ich möchte noch mehr essen! Die Eltern verstehen das und das Ergebnis ist einleuchtend: Ein glückliches Kind, dass sofort verstanden wurde, ohne dass es eine halbe Stunde weinen musste in der Hoffnung, dass jemand drauf kommt, was es will.

 

Ein anderes Beispiel:

 

Hase

Das Kind möchte gerne erzählen, dass es bei Bekannten einen Hasen gesehen hat. Das Zeichen dafür: Hände auf dem Kopf, als "Ohren", erleichtert die Kommunikation wesentlich. Das Zeichen "Hase" lernte das Kind spontan und bereitwillig, als es den Hasen sah. Es wollte gleich darüber erzählen – da wurde der Begriff geschickt von der Mutter eingeführt. Die Eltern unterstützen das Kind, indem sie das Zeichen auch verbal untermalen und dazu sagen "Ja, das ist ein Hase." Somit wird das Gelernte unterstützt und das Kind spricht das Wort womöglich auch früher aus, weil es den Begriff bereits kennt und mit einem bestimmten Tier in Verbindung setzt.

 

Trinken
Die Gebärde für Trinken: Eine Hand wird zum Mund geführt, so, als hielte man eine Tasse, erleichtert dem Kind die Bitte nach einem Getränk. Wiederum muss es nicht ewig jammern, bis die Eltern erraten, was es will, sondern es benutzt gezielt die Gebärde für "Trinken" und bekommt, was es will. Erfolgserlebnis pur!

 

Milch (möchte gestillt werden)
Wenn das Kind die rechte Hand auf Brusthöhe hält und die Handfläche dreimal zur Faust ballt, heißt es: Milch. Es möchte gestillt werden! Die Mutter versteht es sofort, das Kind wird gefüttert und beide sind zufrieden und glücklich über die gelungene Kommunikation.

 

Bitte
Klatscht das Baby zweimal in die Hände, so heißt es "bitte, bitte!" und die Eltern verstehen: Es hat einen dringenden Wunsch. Handelt es sich beispielsweise um Schokolade, die das Kind im Supermarkt gerne mitnehmen würde, so nutzt die Tatsache, dass es sich verständigen kann, nicht viel: Die Antwort wird wahrscheinlich "Nein!" lauten und auch ohne Gebärdensprache verstanden. Die Zwergensprache kann zwar die Kommunikation zwischen Eltern und Kind signifikant erleichtern, löst aber nicht sämtliche Probleme des Familiendaseins. Erziehen müssen die Eltern die Kinder selbst, ob mit Gebärdensprache oder ohne. Wie viele andere Möglichkeiten der Förderung von Babys und Kleinkindern, liefert die Zwergensprache keine 100%-Lösungen, sondern nur Hilfe für engagierte Eltern, die bereit sind, Zeit darin zu investieren, ihr Kind besser zu verstehen.

 

Die Einführung von Babyzeichen erfordert einige Organisation in der Familie. Beispielsweise muss der Familienvater höchtwahrscheinlich abends eingeweiht werden, welche neuen Zeichen das Kind tagsüber gelernt hat, damit er sich mit dem Kind gut verständigen kann. Doch dies lässt sich durchaus nach einigem Üben einrichten. Und wenn Großeltern zu Besuch kommen, sollte man sie darauf vorbereiten, dass sie ebenfalls einiges zu lernen haben, bevor sie mit dem Enkelkind kommunizieren können.

 

Ob es einen Kurs bei Ihnen in der Nähe gibt, können Sie der folgenden Karte entnehmen: http://www.babyzeichensprache.com/termine.php. Für Informationen kontaktieren Sie bitte Vivian König von der Zwergensprache GmbH, Schkeuditzer Str. 10, 04420 Markranstädt. E-Mail: Info at babyzeichensprache.com

 

Interessantes zum Thema:

Babyzeichensprache - ABC der Zwergensprache

Eintrag weiterempfehlen Teilen

Zurück