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Andere Reformschule - Die Jenaplan Schule
[NEWS] Andere Reformschule - Die Jenaplan Schule
6. September 2010
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Peter Petersen lebte von 1884 bis 1952, wirkte als Reformpädagoge und Professor (Universität Jena, daher der Name seiner pädagogischen Richtung). Er begründete erstmals Studiengang "Pädagogik" als Fachrichtung für Lehrer. Wissenschaftlich begleitete er das praktische Geschehen an einer Schule, an der er sein Konzept auch durchführte. 40 bis 50 Schulen in Deutschland werden heutzutage so betrieben, da es sich um staatliche oder kirchliche Träger handelt, entstehen keine weiteren Kosten. Wie weiter unten noch ausgeführt wird, hat Petersen in der Zeit des Nationalsozialismus gelebt und nach außen hin die Rolle gespielt, er stünde dem Regime nicht nachteilig gegenüber. Dies tat er, um seinen Posten als Professor an der Universität Jena zu behalten. Nur so hatte er nämlich darauf Einfluss, zumindest eine Schule im Sinne der Menschenrechte zu leiten.

 

(1) Sein Schulkonzept begründet sich auf praktischen Regeln:

 

– Schüler verschiedenen Alters begleiten einander in Gruppenarbeit über die Schulzeit hinweg (Stammgruppen, keine Jahrgangsstufen)

 

– Fachleistungskurse, Einführungskurse im Gesamtunterricht (nicht frontal, immer kreisförmige Tischanordnung)

 

– Faktoren Arbeit – Gespräch – Spiel – Feier (letzteres drei- oder viermal im Jahr)

 

– Nicht neutraler Klassenraum, sondern wohnlich

 

– Bewegungsfreiheit der Schüler, Verhaltensregeln im Sinne der Kooperation, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, freie Schülerwahl der Arbeitsmethodik

 

– Durch die Individualbetreuung werden leistungsschwache, -starke, körperlich benachteiligte Kinder gleichermaßen gepflegt

 

– Pädagogik ist ein Zusammenwirken von Lehrern, Schülern, Eltern

 

– Jede Woche "Projekt", welches als Leistungsziel gilt

 

– Jeden Tag 100 Minuten Gesamtunterricht

 

(2) Umrahmt vom NS-Regime erhielt Petersen eine Enklave menschenwürdiger

Erziehung

 

– In seiner Jenaplan-Schule in Jena vermittelt Petersen die Grundwerte der Menschenwürde, Selbstständigkeit, Gleichberechtigung, Toleranz, Kooperation und individuellen Selbstentfaltung: Die Tugend der "sozialen Gefühle" unter den Schülern sei anzustreben

 

– Im Widerspruch zum Nationalsozialismus spricht er sich für die Integration Behinderter aus und Lernförderung auf heilpädagogischer Basis

 

– Eltern/Schüler, die Gegner des Regimes sind, finden in Petersens Schule erwünschte pädagogische Begleitung, Erziehung und positive Weltanschauungsbildung

 

– Petersen versucht, 40 Jenaplan-Schulen in Deutschland einzurichten. Das NS-Regime widerspricht, nur die von der Universität Jena begleitete Schule darf auf diese Weise noch betrieben werden – Jenaplan-Lehrer werden verhaftet/deportiert

 

– Petersen ist nicht NSDAP-Mitglied, auch nicht SA oder SS und rechtfertigt nicht deren Verbrechen

 

– Petersen verfasst/hält antisemitische, rassistische Schriften und Vorträge.

 

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