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[NEWS] Andere Reformschule - Daltonplan Schule
2. September 2010 |
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– Eigenständiges Arbeiten: Die Schüler wissen, um welches Fach es geht, können auf vorbereitetes Unterrichts- und Arbeitsmaterial selbst zugreifen und entscheiden, über welche Inhalte sie sich einem Ziel nähern.
– Freiwillige Zusammenarbeit: Arbeits- oder Paargruppen können sich eigenständig bilden und in Einzelzuständigkeiten aufteilen, ohne dass dies vom Lehrer bestimmt wird.
– Zeitorientierung: Es ist sicherlich für die Dauer eines Schuljahres oder eines kürzer begrenzten Zeitraums das Erschließen gewisser Lerninhalte vorher vereinbart worden. Die Reihenfolge und Zugangsform bleibt dem Schüler überlassen – es wird jeweils aktenkundig, wenn er dem Lehrer eine Einzelaufgabe als "gelöst" überreicht (anders formuliert: wenn er ein vorher bestimmtes "Einzelpensum" abgeleistet hat)
– Für jedes Fach gibt es einen Raum: Der Schüler "taucht" also gewissermaßen jeweils in ein Fach-"Setting" ein, wo sich der Fachlehrer befindet, der die Fachbibliothek und eventuell zusätzliche Lehrmaterialien vorbereitet hat. Jedoch: Kein Schüler wird dazu gezwungen, nur in diesem Raum alle Aufgaben lösen zu müssen.
– Es kann zur allgemeinen Klärung von Arbeitsprozessen oder auch zur Vermittlung einzelner Inhalte Unterricht im Plenum geben. Dann aber besteht (wie bei Montessori) eine runde Sitzordnung oder eine, die Wert auf Diskussion und Teamarbeit in Gemeinschaft legt.
– Freude am Lernen: der Umgang mit Unterrichtsinhalten geschieht nicht unter dem Druck, mit einer schlechten Note bestraft zu werden, sondern mit der Freude, sich selbst etwas erarbeitet zu haben, über das man dann mit dem Lehrer oder mit anderen auf Augenhöhe sprechen kann. Somit gilt auch lebenslang: Kein Lern-Schock-Erlebnis; daraus folgt: Der Dalton-Schüler behält die ständige Offenheit, sich aus eigenem Antrieb völlig neue Informationen und Zusammenhänge zu erschließen.
In Deutschland gibt es sicherlich an einigen Regelschulen Lehrer, die fallweise einzelne Stunden auf diese Prinzipien gründen. Wo es jedoch tatsächlich vollständig betriebene Dalton-Schulen gibt, sind die USA, Großbritannien, die Niederlande und Österreich. Beobachtbar sind jedenfalls, dass Dalton-Schüler regelmäßig ein hohes Maß an – Selbstkompetenz – Sachkompetenz – Sozialkompetenz erreichen: Sie erlernen, mit einer zeitlichen Frist im Hintergrund aus eigener Entscheidungsdynamik heraus mit dem Lehrmaterial umzugehen und dies auch in selbst gewählten Teams zu lösen. Das sind Schlüsselqualifikationen, die bis heute an jedem (führenden) Arbeitsplatz als unverzichtbar gelten und mehr Handlungskompetenz darstellen, als es staatliche Regelschulen vermitteln können.
Auch hier gilt: Informationen über Alternativschulen liegen in den Medien vor; jedes Elternteil hat die Wahl, sich für die Entwicklung der Individualität ihrer Kinder im Rahmen der staatlichen Schulpflicht zu entscheiden oder es zu bevorzugen, dass Frontalunterricht (wie meistens praktiziert) eher – pädagogisch gesehen – vertane Zeit ist.
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