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Allergien: Faktoren, die das Allergierisiko beeinflussen
[NEWS] Allergien: Faktoren, die das Allergierisiko beeinflussen
23. April 2010
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Chemie im Alltag

Der tägliche Arbeitstag einer Hausfrau sieht so aus, dass die Wohnung geputzt wird, die Wäsche gewaschen wird und dazu muss alles noch gut riechen. Denn nur was gut riecht, ist auch sauber. Hinzu kommt, dass auch alle Familienmitglieder gut riechen müssen. Man verwendet wohlriechende Duschgele, Lotionen, Deos und Parfüme. All diese täglich verwendeten Produkte sind meist reine Chemie. Hier kann man nur sagen: Weniger ist mehr. Außerdem sollte man etwas mehr auf die Produktwahl achten und vielleicht auch mal wieder zu alten Hausmitteln greifen.

 

Immer mehr Allergene

Grundsätzlich kann jede Substanz, die wir einatmen, berühren oder oral zu uns nehmen, eine Allergie auslösen. Allergene gab es wohl schon immer, allerdings nicht in diesem Ausmaß wie heute. Wo man sich früher mit Kernseife gewaschen hat, stehen heutzutage Hunderte von Duschgelen zur Auswahl. Bei den Putz- und Waschmitteln sieht es nicht anders aus. Es soll zu immer besseren Ergebnissen führen. Daher sind die Inhaltsstoffe der einzelnen Produkte angestiegen und somit auch die Allergene. Ähnlich sieht es bei den Lebensmitteln aus, die mit Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Konservierungsmitteln angereichert werden. Und wenn man sich die Obst- und Gemüsetheken ansieht, muss man zugeben, dass die Früchte usw. so makellos aussehen, wie sie im heimischen Garten niemals aussehen können. Viele Gemüsesorten kennen keinen Mutterboden, sind überdüngt und mehrmals mit irgendwelchen Schädlingsbekämpfungsmitteln eingesprüht worden. Auch durch das Angebot an exotischen Früchten hat sich die Anzahl an Allergenen erhöht. Nahrungsmittel, die gentechnisch aufbereitet wurden, erhöhen das Allergierisiko.

 

Übertriebene Hygiene

Viele Haushalte sind bereits hygienisch sauber, desinfiziert bis hin zu sterilisiert. Dies geschieht nicht zuletzt durch die Panikmache der Medien in Form von beispielsweise Werbung. Hier wird einem vermittelt, Gegenstände und sogar sich selbst mit irgendwelchen Produkten zu desinfizieren, weil überall nicht sichtbarer Schmutz, Bakterien und Keime lauern, die krankmachen. Tatsächlich ist es aber so, dass gerade heranwachsende Kinder sich dadurch erst immunisieren. Auch das tägliche, oft übertriebene, Baderitual der Eltern ist für das Baby oder das Kleinkind nicht notwendig. Die Talgdrüsen des Säuglings oder des Kleinkindes arbeiten noch nicht so wie die eines Erwachsenen. Sie entwickeln noch keinen strengen Schweiß- oder Körpergeruch. Wenn das Kind nicht wirklich schmutzig ist, reicht auch zwischendurch mal eine Dusche oder ein Bad mit klarem Wasser. Zu viel Schrubben mit Seife usw. reizt die Haut des Kindes nur unnötig.

 

Luftverschmutzung, schlechte Innenraumluft

Es ist erwiesen, dass Kinder, die dem Passivrauchen ausgesetzt sind, 2 bis 4-mal häufiger an Allergien leiden, als andere Kinder. Deshalb sollte man das Rauchen nach draußen verlegen, um das Kind nicht zusätzlich zu belasten. Zudem sollte man regelmäßig lüften, um so beispielsweise Hausstaubmilben und Schimmelpilzen vorzubeugen. Aber auch Belastungen in der Wohnung durch chemische Reinigungsmittel oder Asbest können zu allergischen Reaktionen führen. Auch die Emissionen der Gas- und Holzverbrennung können sich positiv für die Entwicklung einer Allergie auswirken. Formaldehyd ist ein weiterer Faktor. In Häusern verarbeitete Spanplatten können über Jahre hinweg das Formaldehyd ausdünsten. Zudem kommt noch die Umweltverschmutzung hinzu. Zum einen Schwefeldioxid, Staub und Schmutzpartikel durch die immer wachsende Industrie und deren Abgase. Zum anderen Feinstaub, Stickstoffoxide durch die Autoabgase. Es ist daher generell zu empfehlen, dass körperliche Aktivitäten auf die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verlegt werden sollten.

 

Stress

Dem Faktor Stress bei Allergien wird leider immer noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Aber es gibt bereits Studien darüber, dass die psychische Verfassung eine enorme Rolle spielt. Gerade auch bei gestressten Kindern erhöht sich, diversen Studien zufolge, das Allergierisiko. Es werden hierzu spezielle Blutanalysen zu Immunparametern durchgeführt. Hierbei wurde beobachtet, dass bei Umzug und Trennung oder Tod der Eltern, das Risiko einer Allergie erhöht ist. So wurde beispielsweise beobachtet, dass bei medikamentöser Behandlung von Depressionen auch die allergischen Symptome verschwanden. Genauso gibt es Menschen, die nur beim Anblick von Pollen bereits Symptome zeigen. Manche reden über die Neurodermitis und prompt fangen sie an, sich zu kratzen. Weiterhin wurde festgestellt, dass beim Schlafen, die Symptome verschwinden. Auch wenn man sich frisch verliebt hat, schwinden die allergischen Beschwerden.

 

Sonstiges

Weitere Auslöser von Allergien können Medikamente sein. Wenn man sich die Beipackzettel genau durchliest, wird man feststellen, dass Nebenwirkungen wie Hautrötungen oder Ekzeme bis hin zum anaphylaktischen Schock sehr oft aufgezeigt werden. Aber auch Medikamente oder Impfungen, die injiziert werden, können allergische Reaktionen hervorrufen. Auch die Veranlagung eine Allergie wie zum Beispiel Heuschnupfen und allergisches Asthma zu entwickeln, wird vererbt. Diese genetische Veranlagung ist bei ca. 30 % aller Allergiker vorhanden.

 

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