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Allergien - Allgemeines - Allergierisiko in der Schwangerschaft
[NEWS] Allergien - Allgemeines - Allergierisiko in der Schwangerschaft
15. April 2010
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Allgemeines über Allergien

 

Der Begriff Allergie besteht aus den griechischen Wörtern:

allos: anders

ergon: Reaktion

 

Der Arzt Clemens Pirquet erwähnte erstmals vor circa 100 Jahren den Namen Allergie. Im 21. Jahrhundert reagieren sehr viele Menschen allergisch. Tendenz steigend, vor allem Kinder und Jugendliche sind betroffen.

 

Welche Faktoren beeinflussen das Allergierisiko?

 

Genetische Faktoren könnten verantwortlich sein. Öfters vererben Allergiker Allergien an Ihre Kinder.

 

Umweltfaktoren: Abgase, generelle hohe Luftverschmutzung fördern die Entstehung oder verstärken bestehende Allergien.

 

Zu oft unterschätzt: Alltag und Wohnung

 

Vor einigen Jahrzehnten hatten Allergien noch kaum eine Bedeutung. Mittlerweile haben die Allergien Hochkonjunktur und haben sich zur Volkskrankheit entwickelt. In den letzten dreißig Jahren hat sich die Allergikerzahl verdreifacht. Immer mehr Menschen leiden an den verschiedensten Allergien, sei es nun gegen Blütenpollen, Nickel, Hausstaub, Lebensmittel oder Medikamente. All diese Dinge können allergische Reaktionen zur Folge haben. Immer mehr Allergien entstehen bereits im Kindesalter. Das hat sowohl mit den Umwelteinflüssen, veränderter Lebensform, gesteigerter Medikamentenaufnahme, aber letztendlich auch mit übertriebener Hygiene zu tun. Gerade im Bezug auf die Hygiene hat man festgestellt, dass Kinder, die in Städten aufwachsen, weitaus häufiger an Allergien leiden, als Kinder, die auf dem Land aufwachsen.

 

Häufig werden die Allergien vererbt, aber grundsätzlich kann jeder zum Allergiker werden. Man unterscheidet vier verschiedene Allergietypen. Zum einen gibt es den Typ 1, den Soforttypen. Die allergische Reaktion zeigt sich innerhalb von wenigen Sekunden oder Minuten. Tritt die Reaktion nach wenigen Stunden auf, so spricht man von einem verzögerten Soforttyp. Dann gibt es den Typ 2, der zytotoxische Typ. Hier sind, im Gegensatz zum Typ 1, IgE und IgM-Antikörper beteiligt. Die allergische Reaktion erfolgt innerhalb weniger Minuten oder Stunden. Typ 3 ist der Immunkomplextyp. Hierbei bilden sich Immunkomplexe, die nicht durch das Immunsystem beseitigt werden. Durch Ablagerung der Immunkomplexe entstehen Krankheiten wie Entzündung des Lungengewebes. Beim Typ 4 spricht man von einer Spätreaktion. Dieser Typ betrifft meistens die Haut. Eine allergische Reaktion zeigt sich in der Regel erst nach 12 Stunden bis drei Tage nach Kontakt eines bestimmten Stoffes.

 

Man spricht von Allergie bei veränderter Reaktionsweise des Organismus, hervorgerufen durch Allergene. Allergene sind Allergie auslösende Substanzen, die durch Sensibilisierung gegen sonst nicht immunogene Substanzen zu Überempfindlichkeit bzw. Überempfindlichkeitsreaktionen führen. Allergene können über die Atemwege, durch Hautkontakt oder durch Nahrung in den Körper gelangen und sofort oder verzögert eine Allergie auslösen. Meist äußert sich eine Allergie über die Haut, Schleimhäute und/oder Atemwege. Heuschnupfen, Augenreizungen, Hautausschläge, Anschwellung der Schleimhäute und Atemnot sind wohl die bekanntesten allergischen Symptome.

 

Die Beschwerden einer Allergie können mitunter so heftig sein, dass sie die Lebensqualität eines Menschen stark einschränken. Oft ist es schon ein langer und anstrengender Weg, die Ursache für die allergische Reaktion herauszufinden. Der Arzt kann verschiedene Untersuchungen durchführen, um den Auslöser der Allergie zu finden. Dazu zählen die Hauttests, Labortests und der Provokationstest. Sobald die Allergie benannt werden kann, stellt sich die Frage der Behandlungsmöglichkeiten. Ist es möglich, dem Allergen aus dem Weg zu gehen? Helfen Medikamente auf Dauer und sind diese sinnvoll? Oder soll man sich für eine Hyposensibilisierung entscheiden, um sich langsam an das Allergen zu gewöhnen, das diese Beschwerden hervorruft? Was kann man noch tun? Wie kann man vorbeugen? Diese und weitere Fragen werden hier beantwortet.

 

Das Allergierisiko beginnt bereits in der Schwangerschaft

Seit vielen Jahren ist es erwiesen, dass Allergien erblich sind. Und dieses Risiko beginnt bereits während der Schwangerschaft. Wenn beide Eltern Allergiker sind, liegt das Risiko bei 60 %, und wenn eins der Geschwister allergisch ist, beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass das heranwachsende Kind eine Allergie entwickelt, 25 bis 35 %. Wenn also ein Allergierisiko durch die Eltern gegeben ist, kann die werdende Mutter schon während der Schwangerschaft vorbeugen. Als absolute Selbstverständlichkeit sollte man betrachten, mit dem Rauchen aufzuhören, sowohl während der Schwangerschaft und Stillzeit, ebenso in den Räumlichkeiten, in denen sich das Kind aufhält. Dieses Rauchverbot gilt natürlich auch für den Vater, denn auch das Passivrauchen der Mutter geht auf das werdende Kind über. Vor allem aber sollte die werdende Mutter auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Viel frisches Obst und Gemüse sollten auf dem Menüplan stehen. Alle Nahrungsmittel enthalten Allergene und manche davon, wie beispielsweise Hühnereier und Nüsse, sogar hoch dosiert.

 

Deshalb ausgewogen ernähren und vor allem nicht aus Angst auf hoch allergene Nahrung verzichten, denn das wiederum kann zu Mangelerscheinungen führen. Sehr empfehlenswert ist es, viel Fisch zu essen. Durch den Fisch nimmt man die sogenannten Omega-3-Fette zu sich. In einigen Studien wurde nachgewiesen, dass durch den Verzehr von Omega-3-Fetten, sich das Allergierisiko des Ungeborenen verringert. Omega-3-Fette wirken entzündungshemmend und verändern Immunzellen, sodass diese die Abwehrreaktion auf Allergene abschwächen.

 

Ein weiterer Faktor, auch wenn es noch so schwerfällt, sollte bereits am Anfang der Schwangerschaft berücksichtigt werden. Wenn das Baby ein sehr hohes Allergierisiko hat, sollte man für das Haustier ein anderes Zuhause finden. Allergene von Tierhaaren brauchen eine gewisse Zeit, um sich abzubauen. Verständlicherweise bringt es aber nicht jeder übers Herz, das geliebte Haustier wegzugeben. Dann sollte man aber zumindest dafür sorgen, dass das Babyzimmer und da wo sich das Baby am meisten aufhalten oder spielen wird, die Tierhaare erst gar nicht aufkommen zu lassen. Aber spätestens dann, wenn das Kind Reaktionen zeigt, sollte man sich von dem Haustier trennen. Erstaunlicherweise wirkt sich bei Kindern, die kein Allergierisiko durch die Eltern haben, das Aufwachsen mit Tieren nachweislich positiv aus.

 

Außerdem gibt es Studien darüber, dass Stress der werdenden Mutter, das Allergierisiko für das Baby erhöht. Insbesondere in den letzten drei Schwangerschaftsmonaten werden Antikörper der Mutter über die Nabelschnur zum Baby übertragen. Wenn also die werdende Mutter in dieser Zeit Stress ausgesetzt ist, wandern auch umso mehr IgE-Antikörper über die Nabelschnur zum Kind. Während der Schwangerschaft und ganz besonders in den letzten Schwangerschaftswochen sollten die werdenden Mütter sich keinem sozialen Stress aussetzen. Sie sollten versuchen, sich keine Sorgen zu machen. Unterstützen kann man dies zum Beispiel mit Entspannungsübungen, autogenes Training oder Yoga. Oder einfach nur mal Füße hochlegen, Entspannungs-CD einlegen und abschalten.

 

Studien zufolge erhöht sich das Allergierisiko des Kindes, wenn man kurz vor oder nach der Geburt das Kinderzimmer renoviert. Farbe, Lacke, Tapeten, Möbel, Kleber usw. brauchen einige Zeit zum Ausdünsten. Wenn das vorgesehene Zimmer für das Neugeborene renoviert und neu eingerichtet werden muss, dann sollte man rechtzeitig damit beginnen. Wenn das nicht möglich ist, dann vielleicht vorerst auf ein anderes Zimmer oder das Elternzimmer ausweichen. Außerdem sollte die werdende Mutter die Renovierungsarbeiten nicht ausführen. Denn sie atmet die Dämpfe ein und überträgt sie auf das Kind.

 

Zu guter Letzt sollte die werdende Mutter auf der Entbindungsstation mit dem Arzt und der Hebamme das eventuelle Allergierisiko besprechen. Die Schwestern sollten darauf hingewiesen werden, dass der Säugling zum Beispiel nachts nicht mit dem Fläschchen gefüttert werden darf und dass man ausschließlich nur Stillen möchte. Durch eine lange Stillzeit lässt sich eine Allergie sogar vorbeugen.

 

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Wie entsteht eine Allergie

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Allergie Tagebuch

Allergie - Was können Eltern tun? Vorbeugung nach der Geburt

Heuschnupfen - Tipps und Hilfe im Alltag

Hausstaub Allergie - Tipps und Hilfe im Alltag

Verdacht auf Allergie - Allergietests

Allergietherapien und Behandlungen

Pollenflugkalender

 

Zöliakie Gluten-Unverträglichkeit bei Kleinkindern

Laktose Intoleranz

Fruktose Unverträglichkeit

 

 

Interessante Links:

 

Allergie-, Informationszentrum (Allergietipps und vielen mehr,…) http://www.adiz.de/adiz/

 

Pollenflugkalender http://www.dwd.de/pollenflug?navid=316

 

Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind (Hilfe bei Allergien, Aktuelles, Forum und vieles mehr,…) http://www.aak.de/index.php?id=1

 

 

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