5 Fingerspiele in der Weihnachtszeit
Wenn es sich der kalten Jahreszeit zuneigt, Kerzen in den Fenstern brennen und dicker, weißer Schnee Täler und Berge in sein Gewand einhüllt, beginnen die Stunden der Gemütlichkeit, in denen es nach frischgebackenen Plätzchen duftet, leise Musik aus dem Radio ertönt und die ganze Familie zusammenkommt. Besonders in dieser Zeit, erfreuen sich die Kinder an Spielen und pädagogisch wertvollem Zeitvertreib. Die Fingerspiele zur Nikolaus- und Weihnachtszeit, rangieren hier wohl unter den Meistbeliebtesten. Um sich wohlige Abende zu bescheren, stellen sich fünf von ihnen vor.
1. Fingerspiel „Nikolaustag“
Das Fingerspiel vom Nikolaus wird gerne am entsprechenden Feiertag, dem 6.Dezember gespielt. Es beginnt mit dem Vers "Aus dem klitzekleinen Dach", an dieser Stelle bilden die Finger ein Dach, "da schaut der Nikolaus heraus", die Hand verdeckt ein Auge, "Er trägt ne' Brille, klein und rund", Zeigefinger und Daumen deuten eine Brille in Höhe der Augen an, "ein langer Bart verdeckt den Mund", hier wird pantomimisch die Länge des Bartes gezeigt. Weiter geht es mit der Zeile "Er zieht nun seine Stiefel an", es wird vorgegeben, man würde sich Stiefel anziehen, "damit er losmarschieren kann", die Kinder gehen auf der Stelle, "Auf dem Rücken liegt ein Sack, den trägt er heute huckepack", man geht in gebeugter Haltung auf der Stelle, "Die Sterne ziehen nun voran, damit er alles sehen kann", die Finger werden gespreizt in die Luft gehalten, "Er holt ganz leis vor jedem Haus, ein Päckchen aus dem Sack heraus", diese Szene wird entsprechend pantomimisch dargestellt. "Der Sack ist leer, wie ist das schön, nun kann er schnell nach Hause gehen", es wird auf der Stelle gelaufen, "Der Nikolaus ruht sich nun aus, und kommt erst morgen wieder raus", die Hände werden zusammengelegt, um den Kopf darauf zu legen.
2. Fingerspiel „Nikolaus“
Neben diesem Fingerspiel zum Nikolaustag, gibt es noch ein Weiteres, nicht ganz so langes, welches folgend angestimmt wird: "Rudi, Trudi, Gretel, Franz und der winzigkleine Hans", dabei werden die Personen nacheinander an den Fingern abgezählt, "freu'n sich auf den Nikolaus, ach wann kommt er denn ins Haus? Mit dem Stabe so gebogen", die Hände stellen die Form des Stabes nach, "kommt er durch das Dorf gezogen, hat die spitze Mütze auf", die Hände zeigen über den Kopf, "mit dem goldnen Kreuz darauf", ein Kreuz wird dargestellt, "Wunderschön ist sein Gewand", hier fahren die Hände über den Körper, "freundlich winkt er mit der Hand", es wird vornehm gewunken, "Rudi, Trudi, Gretel, Franz und der winzigkleine Hans, sagen fromm ihr Sprüchlein auf und St. Nikolaus sagt darauf: Weil ihr das so gut gemacht, hab' ich euch was mitgebracht."
3. Fingerspiel „Schneemann Schneefrau“
Um sich nach Nikolaustagen auf die vorweihnachtliche Zeit einzustimmen, sorgt das Fingerspiel "Schneemann und Schneefrau" für den richtigen Anstoß. "Der Schneemann und die Schneefrau stehen an ihrem Platz", die Fäuste werden auf den Tisch gestellt, "Doch scheint die Sonne warm, zerfließen sich zu Matsch", die flachen Hände klatschen begleitend auf den Tisch, "Der Schneemann und die Schneefrau, die machen einen Schwatz", hier klopfen alle die Daumen aneinander, "Doch wenn es regnet, ist's aus mit ihnen - klatsch!", trommelnde Fingerspitzen stellen den Regen, flache klatschende Hände das Ende dar.
4. Fingerspiel „Weihnachten“
Langsam neigen wir uns der eigentlichen Weihnachtszeit zu, also gilt es das gleichnamige Fingerspiel zu spielen das wie folgt beginnt: "Weihnachten, das ist die Zeit, in der es kalt ist und oft schneit", die Arme fallen frierend um den Körper und die Finger präsentieren den Schnee, "Mir friert die Nase, der Igel friert und auch der Hase", es wird die Nase gerieben, Stacheln werden auf dem Arm angedeutet und die Hände formen Hasenohren, "Mit dem Schlitten geht's ins Tal und bergauf und noch einmal", die rechte Hand fährt abwechselnd nach oben und nach unten, "Und am Abend sitzt man bei Kerzenschein, so schön kann es zu Weihnachten sein", die Hände zeigen ein Häuschen.
5. Fingerspiel „Die Krippe“
Das letzte Fingerspiel nennt sich die Krippe und kommt dem Heiligen Abend wohl am nächsten. "Seht hier in dieser Krippe, da liegt das Jesuskind", die Hände werden wie zum Beten zusammengelegt, "Die Hirten knien daneben, die schnell gekommen sind", die Hände aufsetzen und Finger krümmen, "Und Josef und Maria, die stehen auch dabei", beide Hände werden nacheinander aufgestellt, "Maria wiegt das Kindlein, ganz leise ein: schum schei. Schum schei, Schum schei, Schum schei", Unterarme vor die Brust legen und hin und her wiegen, "Und durch die Luken fliegen viel Engelein herein und tanzen leis' und singen, dem lieben Jesulein", Hände hochheben und tanzartig bewegen, "Am Himmel hoch davor ganz oben", eine Hand mit gespreizten Fingern hochhalten, "in weiter, weiter Fern', da strahlt mit hellem Scheine ein wunderschöner Stern".
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