Dienstag, der 12.12.2017 - 01:31 Uhr
 
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[KINDERWUNSCH UNERFÜLLT] Künstliche Befruchtung - Rechtliches


Künstliche Befruchtung innerhalb einer Ehe oder Partnerschaft:


Die Künstliche Befruchtung innerhalb einer Ehe oder einer Partnerschaft ist mit den geringsten Einschränkungen möglich. In nahezu allen Fällen wird hier das Verfahren der In-Vitro-Fertilisation angewendet. Um eine Zulassung für dieses Verfahren zu bekommen, müssen die (Ehe-)Partner lediglich nachweisen können, dass sie über den Zeitraum von mindestens einem Jahr regelmäßig ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, ohne dass es zu einer Schwangerschaft gekommen ist. In diesem Fall kann man sich an einen Arzt seines Vertrauens wenden und sich von diesem beraten lassen, wie hoch die Erfolgsquote ist und ob eine In-Vitro-Fertilisation in Frage kommen würde.

Künstliche Befruchtung mit anonym gespendeten Samen:

Die künstliche Befruchtung mit anonym gespendeten Samen ist keine einfache Angelegenheit und ist in Deutschland nur unter sehr starken Einschränkungen möglich. Die Ärztekammer gibt sehr strenge Richtlinien vor. So ist eine anonyme Befruchtung zum Beispiel homosexuellen und alleinstehenden Frauen komplett untersagt. Diese dürfen keine anonyme Befruchtung bei einem Arzt durchführen lassen. Allerdings ist das Internet voll mit Portalen, die Hilfen zur Selbstbefruchtung und sogar passende Samenspender anbieten. Allerdings ist hier die Gefahr einer versteckten Ansteckung mit Krankheiten recht groß, außerdem ist das Sperma nicht unbedingt medizinisch untersucht. Daher sollten diese Angebote mit großer Vorsicht betrachtet werden. Bei heterosexuellen Paaren ist eine anonyme Befruchtung allerdings grundsätzlich möglich.

Embryonenschutzgesetz ESchG:

Im Embryonenschutzgesetz stehen diverse Regelungen zur In-Vitro-Fertilisation. Diese darf nur in sehr engen Grenzen ablaufen. Unter Strafe stehen unter anderem: Eine missbräuchliche Verwendung von Embryonen, vor allem, wenn eine Eizelle befruchtet wird, ohne dass das dem Zweck einer Schwangerschaft dient. Außerdem ist es verboten, bei der Befruchtung eine Geschlechtswahl nach dem X-Chromosom vorzunehmen, es sei denn, dadurch kann eine Erbkrankheit vermieden werden. Außerdem ist eine Genmanipulation unzulässig und zusätzlich noch eine eigenmächtige Befruchtung ohne Einverständnis des Spenders oder der Spenderin. Zusätzlich ist das Klonen verboten, ebenso die Vermischung von Genen verschiedener Eizellen. Die Strafen reichen von Geldstrafen bis hin zu fünf Jahren Gefängnis.

Richtlinien der Bundesärztekammer bezüglich einer anonymen Samenspende:

Die Bundesärztekammer besitzt sehr strenge Richtlinien, wenn es um eine anonyme Samenspende geht. So sind zum Beispiel homosexuelle Paare und Alleinstehende Frauen komplett ausgeschlossen. Diese beiden Gruppen dürfen keine Befruchtung durch eine anonyme Samenspende bei einem Arzt durchführen lassen, da dem Arzt ansonsten rechtliche Konsequenzen drohen. Deswegen gibt es auch diverse Internetportale mit Informationen zur Selbstbefruchtung, einige Ärzte bieten auch eine Beratung an, führen die Befruchtung aber trotzdem nicht selbst durch. Die Bundesärztekammer bildet laut eigener Aussage nur den Inhalt des Gesetztextes ab.

Artikel 2008

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