Donnerstag, der 17.08.2017 - 21:13 Uhr
 
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In-Vitro-Fertilisation
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[KINDERWUNSCH UNERFÜLLT] In-Vitro-Fertilisation

Künstliche Befruchtung - In-Vitro-Fertilisation

In-Vitro-Fertilisation ist der lateinische Begriff für die „Befruchtung im Glas“. Sie ist nicht in allen Ländern der Welt erlaubt und meistens nur nach bestimmten Voraussetzungen zulässig. In Deutschland ist sie erlaubt, wenn das Paar mindestens ein Jahr lang ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte, ohne das eine Schwangerschaft erfolgte. Bei der In-Vitro-Fertilisation werden mehrere Eizellen im Körper der Frau zum Reifen gebracht. Danach wird ein künstlicher Eisprung ausgelöst und die Eizellen werden über einen kleinen Eingriff aus dem Körper der Frau entnommen. Gleichzeitig werden dem Mann Spermien entnommen, entweder durch Masturbation oder ebenfalls einen kleinen chirurgischen Eingriff, der aber so gut wie schmerzfrei ist. Dann können die entnommenen Eizellen befruchtet werden. Dazu gibt es drei Möglichkeiten:

1. Klassische In-Vitro-Fertilisation:

Hier werden die Eizellen zusammen mit den Spermien in einem Reagenzglas gemischt, dabei sollte es zu einer spontanen Befruchtung kommen.

2. Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI):

Diese Methode ist deutlich aufwendiger. Sie wird prinzipiell nur angewendet, wenn bei den entnommenen Spermien eine reduzierte Mobilität vorhanden ist oder allgemein nur sehr wenige Spermien im Ejakulat vorhanden sind. Während der ICSI wird exakt ein Spermium mit einer extrem kleinen Spritze direkt in eine Eizelle injiziert.

3. Testikuläre Spermienextraktion mit ICSI

Dieses Verfahren ist grundsätzlich identisch mit dem eben genannten, allerdings werden die Spermien in diesem Fall durch eine Hodenbiopsie gewonnen. Dieses Verfahren wird meistens angewendet, wenn es Probleme mit den Samenleitern gibt.

Bei allen Methoden findet eine erfolgreiche Befruchtung in 50%-70% aller Fälle statt. Allerdings ist die erfolgreiche Befruchtung noch keine Garantie für eine Schwangerschaft, nur mit einer 20%-40% Wahrscheinlichkeit wird das Kind auch ausgetragen.

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