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Spielfunktion - Spielbedürfnisse unserer Kinder
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[KINDERSPIELZEUG-SPIELSACHEN] Spielfunktion - Spielbedürfnisse unserer Kinder

Spielfunktion - Spielbedürfnisse

 

Das Spielen ist eine notwendige, sinnvolle und unterhaltsame Tätigkeit für Kinder jedes Alters. Kinder haben ein Talent fürs Spielen, das vor allem dann zum Vorschein kommt, wenn sie nicht daran gehindert werden. Wenn die Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel und andere Verwandte die Kinder mit überflüssigem teurem Spielzeug beschenken, dann entfaltet sich die Fähigkeit zu freiem, kreativem Spielen, langsamer, als bei Kindern, die glücklich und zufrieden mit wenigen Spielsachen, aber viel Fantasie spielen.

 

Wo liegen die Interessen des Kindes?

 

Bei der Auswahl von Spielsachen sollten die Eltern stets beachten, wofür sich ihr Kind zu dem Zeitpunkt interessiert. Man muss lediglich gut beobachten können, dann diktiert das Kind selbst, wie und womit es spielen möchte. Das Magische daran ist, dass Kinder grundsätzlich am besten spielen, wenn sie oft genug in Ruhe gelassen werden! Man muss sie nicht ununterbrochen zu fördern versuchen, weil man meint, das Kind würde sich sonst nicht entwickeln. Ein Kind, das genug Zeit und Freiraum hat, sich eigenständig mit Dingen zu beschäftigen, kann zum Beispiel auch hervorragend mit Alltagsgegenständen spielen, es braucht gar kein teures Spielzeug!

 

Geeignetes Material

 

Das Bedürfnis nach dem Spielen bringen alle Kinder grundsätzlich mit. Bereits, wenn sie im Alter von wenigen Wochen nach Dingen zu greifen anfangen, geht es los: Sie üben unermüdlich und schieben alles in den Mund, was sie zu fassen kriegen. Dies ist eine äußerst wichtige Entwicklungsphase, denn so erkunden die Kleinen ihre Umwelt. Die Eltern sollten dafür sorgen, dass die Babys 1-2 Greiflinge haben, am besten aus Material, dass sich uneingeschränkt zum In-den-Mund-Schieben eignet (Holz eignet sich gut, lieber keine allzu flauschigen Spielsachen, weil das Kind sonst zu viele Stofffasern in den Mund bekommt).

 

Mama darf ich dir helfen?

 

Ältere Kinder kann man getrost in den Alltag der Eltern einbeziehen. Sie können der Mutter in der Küche helfen oder beim Putzen, mit dem Vater im Garten arbeiten und noch vieles mehr tun. Kinder sehen all diese Tätigkeiten als Spiel, wenn die Eltern sie richtig einführen und die Kinder nicht zum Spielen ins Kinderzimmer verscheuchen, mit der Begründung, die "erwachsenen" Tätigkeiten seien nichts für sie. Für Kinder ist es ein aufregendes Spiel, in der Teigschüssel zu rühren oder auch mal Unkraut zu jäten. Hauptsache, man zwingt sie zu nichts, sondern nutzt die Interessensphasen, um sie für unterschiedliche Aktivitäten in Haus und Garten zu motivieren. Wichtig ist auch, dass die Kinder sich sinnvoll fühlen, wenn sie den Eltern helfen können. Das macht sie stolz und zufrieden.

 

Bei Tätigkeiten in Haus und Garten ist selbstverständlich zu beachten, dass Kinder keine scharfen, spitzen Gegenstände oder ätzende, giftige Flüssigkeiten in die Finger bekommen, wenn sie unbeaufsichtigt sind. Doch generell dürfen sie überall helfen – mit Vorsicht und Aufmerksamkeit und mit Hilfe von Erwachsenen. Es ist aber wichtig, dass sie das Gefühl haben, etwas geschafft zu haben, geholfen zu haben.

 

Ausleihen statt Kaufen

 

Viele Spielsachen kann man von Freunden und Bekannten ausleihen. Andere bekommt das Kind von älteren Geschwistern oder Verwandten. Die Eltern müssen sich keine Sorgen machen, dass sie alles neu kaufen müssen. Sie sollten sich nicht zu ausgiebig in Spielzeuggeschäften beraten lassen, sonst entsteht der Eindruck, dass sie ein Vermögen in die Spielsachen ihres Kindes investieren müssen, weil es sonst völlig unterfordert sein wird und ihm unvermeidbare Unterentwicklung droht. Den Geschäften geht es nun mal darum, möglichst viel möglichst teures Spielzeug an den Mann zu bringen, deswegen würde ein Verkäufer niemals sagen "Ach, lassen Sie Ihr Kind doch mit dem Kochgeschirr spielen, Sie brauchen nichts zu kaufen!". Natürlich ist es schön für Kinder, auch mal "richtiges" Spielzeug geschenkt zu bekommen, jedoch ist stets darauf zu achten, dass es nicht ausufert und das Kinderzimmer nicht voll von kaum benutztem Spielzeug ist, das zwar von allen Seiten geschenkt wird, aber eindeutig zu viel für das Kind ist, weil es nicht mehr weiß, womit es spielen soll.

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