Mittwoch, der 13.12.2017 - 23:50 Uhr
 
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[KINDERKRANKHEITEN] Spina bifida (Fehlbildung der Wirbelsäule)


Die Spina bifida, im Volksmund auch offener Rücken genannt, gehört zu den zweithäufigsten Geburtsfehlern. Die wörtliche Übersetzung lautet: gespaltenes Rückrat. Mädchen sind etwas häufiger betroffen als Jungen. Sie gehört zu den Neuralrohrdefekten und bezeichnet die Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks. Die Umstände ihrer Entstehung sind weitgehend unklar. Weder genetische noch umweltbedingte Faktoren können ausgeschlossen oder eindeutig verantwortlich gemacht werden.

Die Schwere der Spina bifida reicht von leichten Gehstörungen bis zur Querschnittslähmung. Sie entsteht in der frühembryonalen Phase, in der sich das Knochen- und Nervensystem ausbildet. Defekte sind früh über Ultraschall- oder Blutuntersuchungen der Mutter zu diagnostizieren.

Bei der Spina bifida werden zwei Arten unterschieden: die occulta, also die verborgene und die aperta, die offene oder sichtbare. Letztere wird in drei Unterformen unterteilt, je nach Schwere. Bei der leichteren Form spricht man von der Meningozele, die operativ noch relativ leicht behoben werden kann. Ein Stufe darüber ist die Meningomyelozele und die ganz schwere Form ist die Myeloschisis, bei der die betroffene Stelle voll sichtbar und ungeschützt ist. Bei der Spina bifida aperta wird meist eine Operation in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Geburt empfohlen, um Entzündungen vorzubeugen und die Lebenserwartungen des Neugeborenen zu erhöhen.
Die Spina bifida occulta wird häufig erst durch Röntgenbilder entdeckt. Im günstigsten Fall handelt es sich nur um eine Zyste, die operativ entfernt werden kann. Nicht selten bleiben sogar Folgeschäden aus.
Die schweren Formen hingegen gehen oft einher mit geistigen Behinderungen der Betroffenen.

Zur Vorbeugung empfehlen Experten die Einnahme von Folsäure schon vor der Schwangerschaft.

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