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Rheumatische Erkrankungen bei Kindern - Wie entsteht Rheuma? - Therapien
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[KINDERKRANKHEITEN] Rheumatische Erkrankungen bei Kindern - Wie entsteht Rheuma? - Therapien

Wie entsteht Rheuma?

 

Die Entstehung einer rheumatischen Erkrankung bei Kindern ist weitgehend ungeklärt. Man geht jedoch davon aus, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen, damit eine Autoimmunreaktion bereits so früh im Kindesalter verursacht wird. Wie die dysfunktionale Reaktion des Immunsystems ausgelöst wird, ist jedoch unklar. Bei den infektreaktiven Arthriden, die bei Kindern meist nicht auftritt, ist eine ursächliche Verbindung zwischen der Erkrankung und früheren, bereits abgeklungenen bakteriellen Infektionen, insbesondere im Darm, denkbar, wobei auch in diesem Ansatz die Entstehung der rheumatischen Erkrankung nicht ausreichend erklärt wird.

 

Grundsätzlich wird bei der entzündlich rheumatischen Autoimmunreaktion die Gelenkinnenhaut vom Immunsystem angegriffen. Die Folgeentzündungen verursachen, dass die Innenhaut anschwillt und überdurchschnittlich viel Gelenkflüssigkeit produziert. Dabei wird nicht nur dem Gelenk selbst, sondern auch den Knochen, Bändern und Sehnen geschadet.

 

 

Therapien

 

Grundsätzlich gilt bei Kinderrheuma: Je früher die Erkrankung erkannt wurde, desto aussichtsreicher ist die Therapie. Bei angemessener Behandlung kann dabei eine rheumatische Erkrankung innerhalb von fünf bis zehn Jahren abklingen. Der Arzt kann dabei auf verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zurückgreifen:

 

Eine medikamentöse Behandlung ist bei rheumatischen Erkrankungen sehr wichtig und hält bis zu mehrere Jahre an. Die meisten eingesetzten Medikamente wirken dabei entzündungshemmend und schmerzstillend. Hierzu gehören die nichtsteroidalen Antirheumatika, die bei Kindern oft sehr effektiv sein können. Glukokortikoide, die auf Basis von Kortison und Kortisol wirken, sind zwar äußerst wirksam, haben aber auch zahlreiche aversive Nebenwirkungen, weshalb sie bei Kindern nur begrenzt Anwendung finden. Im Zweifelsfall werden bei Kinderrheuma auch Immunsuppressiva angeordnet, vor allem wenn andere Therapiemethoden nicht ausreichen. Vorausgesetzt es treten keine Nebenwirkungen auf, wirken diese Basismedikamente erst nach mehreren Wochen, weshalb eine regelmäßige Einnahme äußerst wichtig für den Behandlungserfolg ist.

 

Elementarer Bestandteil einer rheumatischen Behandlung ist außerdem die Krankengymnastik. Vor allem bei einer Arthritis kann die Gymnastik die Bewegungs- beziehungsweise Gelenkfähigkeit steigern und Schmerzen lindern. Außerdem wird Muskelschwund und Fehlstellungen vorgebeugt – zwei Folgen, die sehr oft bei rheumatischer Arthritis vorkommen. Eltern können nach einer Einweisung die entsprechenden Übungen außerdem auch zu Hause mit ihren Kindern durchführen.

 

Zur Behandlung der Gelenkentzündung werden außerdem oftmals Kälte- und Wärmebehandlungen durchgeführt. Hierbei wird durch Eispackungen Wärme entzogen, was entzündungshemmend wirkt. Ist die Bewegungsfähigkeit des Gelenks nach abgeheilter Entzündung eingeschränkt, kommt die Wärmebehandlung zum Einsatz; hierbei werden die Muskeln entspannt und die Durchblutung gefördert.

 

Mithilfe der Ergo- und Physiotherapie wird das Training für die betroffenen Gelenke in Spielform und handwerklichen Tätigkeiten integriert. Fehlhaltungen werden dadurch ebenfalls behandelt, sodass korrekte Bewegungsabläufe auf den Alltag übertragen werden können.

 

Gerade bei rheumatischen Erkrankungen bei Kindern, wie die juvenile chronische Arthritis, ist eine psychosoziale Betreuung sehr wichtig. Vor allem für die jüngeren Patienten muss der Umgang mit der Krankheit gelernt werden. Außerdem bieten die Psychologen allumfassende Beratung in den verschiedensten Lebensbereichen – von der Schule bis zum Berufsleben. Dabei werden nicht nur die Kinder betreut, sondern auch die Eltern, die nicht selten mit der Erkrankung ihres Kindes überfordert sind.

 

Interessantes zum Thema:

 

Rheumatische Erkrankungen bei Kindern (Juvenile chronische Arthritis) - Was ist Rheuma? - Wie erkennt man Rheuma?

Rheumatische Erkrankungen bei Kindern - Wie entsteht Rheuma – Therapien

 

Die Inhalte von Baby-lexikon dürfen kein Ersatz  für eine ärztliche Beratung oder Behandlung sein. Die Informationen dürfen nicht für eigene Diagnosen oder Behandlungen verwendet werden.

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