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Bronchitis bei Kindern - Therapie und Vorsorge
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[KINDERKRANKHEITEN] Bronchitis bei Kindern - Therapie und Vorsorge


Hat der Arzt eine akute Bronchitis mithilfe einer Blutanalyse oder durch die Art der Atemgeräusche eindeutig diagnostizieren können, bieten sich verschiedene Behandlungsmethoden an, größtenteils aufgrund medikamentöser Hilfe:

 

– bei einer bakteriellen Infektion ist Antibiotika ratsam, vor allem dann, wenn sich der Husten verschlimmert oder die Körpertemperatur weiter sehr hoch ist. Allerdings ist es oftmals schwierig eine bakterielle Infektion eindeutig auszumachen, weshalb auf symptomlindernde Medikamente zurückgegriffen wird.

 

– während Hustenmittel eher kontraproduktiv für die Behandlung einer Bronchitis sind, da der Schleim in den Bronchien abgehustet werden soll, sind schleimlösende Medikamente für Kinder empfehlenswerter.

 

– zur Erleichterung der Atmung, die vor allem bei Kindern im Vordergrund steht, bieten sich sogenannte Bronchospasmolytika an, welche die Atemwege erweitern.

 

– bei der Sonderform der obstruktiven Bronchitis, der Bronchiolitis, kann es zur Vermeidung eines Sauerstoffmangels sinnvoll sein, die Atemluft mit Sauerstoff anzureichern.

 

Bei einer chronischen Bronchitis reicht eine rein medikamentöse Behandlung jedoch meist nicht aus. Für eine wirkungsvolle Therapie sind hier nachhaltigere Methoden gefragt, die die Erkrankung für die betroffenen Kinder erträglicher erscheinen lassen:

 

– zur Eigenbehandlung empfehlen sich Atemgymnastik und leichter Ausdauersport, die auch schon bei Kindern Anwendung finden können. Hierbei steht vor allem die Aufhebung der Einschränkung beziehungsweise der Erscheinung der Krankheit im Alltag im Vordergrund.

 

– auf medikamentöser Ebene eignen sich schleimlösende Medikamente, eventuell auch homöopathische Wirkstoffe, die den Körper nicht belasten. Bei nachgewiesenen bakteriellen Infekten ist außerdem auch ein Antibiotikum hilfreich. Bei einer grundlegenden Allergie empfiehlt sich die Indikation von Cromoglicinsäure, die das für allergische Reaktionen wichtige Histamin hemmt. Denkbar ist auch die Inhalation mit den Atemweg erweiternden Mitteln sowie mit Corticosteroiden, die auch bei der Behandlung von Asthma Einklang finden.

 

– sind vor allem bakterielle Infektionen für die chronische Bronchitis verantwortlich, kann der Arzt ein Immuntherapeutikum anordnen. Dabei wird die Anzahl an bronchialen bakteriellen Infekten durch die regelmäßige Konfrontation mit gefriergetrockneten und normierten Bakterienstämmen reduziert.

 

Zur Vorbeugung einer Bronchitis oder Folgeschäden bieten sich neben einer korrekten Behandlung der Erkrankung auch Kuraufenthalte am Meer oder im Gebirge an. Bei anfälligen oder vorgeschädigten Kindern hat das salzhaltige Klima, wie an Nord- und Ostsee, eine schleimlösende Wirkung und fördert die Durchblutung der bronchialen Schleimhäute, was sich ebenfalls positiv auf die Behandlung von bronchialen Erkrankungen auswirkt. Zusätzlich können dabei auch Meerwasserinhalationen hinzugezogen werden, welche die Anfälligkeit der Atemwege ebenfalls reduzieren. Nicht selten übernimmt dabei die Krankenkasse Anteile an den Kosten des Kuraufenthalts und der Behandlungsmethoden. Um außerdem Infektionen zu vermeiden, sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nicht Tabakrauch oder extremer Luftverschmutzung ausgesetzt sind. Gegebenenfalls sollten die Eltern das Rauchen einstellen oder auf draußen beschränken.

 

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Die Inhalte von Baby-lexikon dürfen kein Ersatz  für eine ärztliche Beratung oder Behandlung sein. Die Informationen dürfen nicht für eigene Diagnosen oder Behandlungen verwendet werden.

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