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[KINDERKRANKHEITEN] Blutschwämmchen (Hämangiom)


Allgemeines

 

Etwa bei drei Prozent der geborenen Kinder ist ein sogenanntes Blutschwämmchen vorhanden, meist am Kopf oder im Nackenbereich. Dabei handelt es sich beim Hämangiom um einen embryonalen Tumor der Blutgefäße, der nicht nur auf der Haut, sondern auch in Organen vorliegen kann. Normalerweise entarten diese Tumore jedoch nicht und wachsen auch nur in relativ wenigen Fällen. Die Ursache für die Entstehung von Hämangiomen ist weitgehend unklar. Man geht jedoch von einer hamartomatösen Gefäßstörung aus. Ebenfalls möglich ist eine genetische Ursache. Blutschwämmchen lassen sich nach ihrer Form in kapilläre, kavernöse, senile und generalisierte Hämangiome unterscheiden.

 

Krankheitsbild

 

Die Krankheitsbilder können sich in den verschiedenen Formen der Hämangiome sehr unterscheiden:

 

Bei einem kapillaren Blutschwämmchen ist auf der Haut eine hellrote Gefäßanomalie zu erkennen, die meist in den ersten Monaten in ihrer Größe variiert. Allerdings kann das Hämangiom auch im Mundbereich sowie an der Leber oder an den Nieren vorliegen. Bis zum fünften Lebensjahr ist die Fehlbildung jedoch meist abgeklungen.

 

Das kavernöse Hämangiom ist eine Gefäßfehlbildung mit ebenfalls hellroter bis dunkelroter Färbung auf der Haut, wobei Gefäßhohlräume möglich sind. Meistens entstehen diese Blutschwämmchen pränatal, selten entstehen die Tumore aber auch erst in den Tagen nach der Geburt. Kavernöse Hämangiome können jedoch auch im Zentralen Nervensystem oder in anderen Organen vorkommen. Da es sich bei dieser Form der Blutschwämmchen um arteriovenöse Missbildungen handeln kann, sind starke Blutungen möglich. Hyperinfektionen können die Folge sein, ebenso wie Nekrosen. Außerdem können sich Thromben bilden, die Blutgefäße im schlimmsten Fall verstopfen. Bei überdurchschnittlicher Größe des Hämangioms kann außerdem die Entwicklung der Extremitäten beeinflusst werden. Da diese auch nur selten von selbst abklingen, ist eine Therapie meist sinnvoll.

 

Senile Hämangiome, oder auch Kirschhämangiom genannt, zeichnen sich durch ihre dunkelrote Färbung und ihrer multiplen Erscheinung aus. Sie treten meist auf der Haut auf, dabei im Regelfall im Genitalbereich.

 

Generalisierte Hämangiome treten zudem bei verschiedenen Syndromen als Begleitsymptom auf. Hierzu gehört das Sturge-Weber-Syndrom, das sich durch Angiome im Gesicht, auf den Hirnhäuten oder auf der Augenaderhaut auszeichnet. Auch das genetisch bedingte Von-Hippel-Lindau-Syndrom kann ursächlich für generalisierte Hämangiome sein. Diese treten hierbei im Bereich des Kleinhirns, des Hirnstamms oder des Rückenmarks im Zentralen Nervensystem auf oder aber an der Netzhaut des Auges. Beim Kasabach-Merritt-Syndrom bilden sich zudem ebenfalls Blutschwämmchen, allerdings in einer besonderen Form, der sogenannten Riesenhämangiome. Diese erstrecken sich im Extremfall über gesamte Extremitäten.

 

Therapien

 

Eine Therapie der Hämangiome ist nicht immer ratsam. Oftmals bilden sich die Blutschwämmchen von selbst zurück, sodass eine Behandlung überflüssig ist. Bei auftretenden Komplikationen, wie Blutungen oder Thrombosen, wie sie bei kavernösen Hämangiomen auftreten können, ist eine Therapie jedoch erforderlich. Gleiches gilt bei plötzlich rasant anwachsenden Gefäßmissbildungen. Zur Verfügung stehen dabei verschiedene Methoden. Bei einem chirurgischen Eingriff wird eine sogenannte Exzision durchgeführt, wobei das betroffene Gewebe komplett entfernt wird. Ein operativer Eingriff wird jedoch in den meisten Fällen vermieden. Vielmehr können anderweitige Verfahren, wie die ablative Lasertherapie Anwendung finden. Hierbei werden die oberen Gewebsschichten Schritt für Schritt mit einem geeigneten Oberflächenlaser abgetragen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit einer Kyrotherapie, in deren Rahmen der Tumor mit flüssigem Stickstoff vereist wird. Diese Behandlungsform ist jedoch nur bei flachen Blutschwämmchen erfolgreich und hinterlässt dabei oft Narben.

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