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[KINDERKRANKHEITEN] Bettnässen (Enuresis)

Enuresis - mehr als nur Bettnässen

Was im Volksmund oft mit einem spöttischen Unterton als „Bettnässen“ bezeichnet wird, ist in der Medizin eine ernstzunehmende Krankheit: die Enuresis. Sie ist eine der am häufigsten auftretenden Störungen im Kindes- und Jugendalter. Ein Viertel aller Vierjährigen nässt nachts ein. Dabei sind ungefähr doppelt so viele Jungen wie Mädchen betroffen.

Die Enuresis sollte keinesfalls leichtsinnig als peinlicher Zwischenfall abgetan werden.
Sie bedarf der Abklärung und gegebenenfalls Behandlung durch einen Arzt.

Zu den häufigsten Ursachen gehören:

* Genetische Vererbung
Es konnte eine Häufung von Enuresis innerhalb von Familien festgestellt werden.

* ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)
Ist ein Kind von dieser Störung betroffen, so kann das Gehirn die eintreffenden Reize von Harnblase und Darm nicht richtig verarbeiten.

* Psychosomatische Störungen
Kinder reagieren auf die unterschiedlichste Art und Weise auf psychische Belastungen wie beispielsweise ein zerrüttetes Elternhaus, Mobbing oder Leistungsdruck in der Schule.

Woran können Eltern erkennen, dass es sich um eine Enuresis und nicht um ein harmloses Einnässen handelt?

* Der Schlaf des Kindes ist sehr tief. Das Kind lässt sich kaum aufwecken.

* Die Häufigkeit des Bettnässens ist von großer Bedeutung. Bei einmaligem oder sehr sporadischem Einnässen ist die Gefahr einer ernsthaften Enuresis sehr gering. Wenn das Kind weniger als drei Nächste in der Woche einnässt, dann handelt es sich nur um eine leichte Enuresis.

* Krankhaftes Bettnässen äußert tagsüber gewöhnlich keine Symptome.

Was erwartet Eltern und Kinder, wenn ein Arzt aufgesucht wird? Meist werden folgende grundlegende Untersuchungen durchgeführt:

* körperliche Untersuchung einschließlich einer Untersuchung der Genitale

* Urinuntersuchung

* Ultraschall von Nieren und Harnröhre

* Blutuntersuchung

Auf diese Art und Weise können zum Beispiel körperliche Fehlbildungen und kindliche Inkontinenz ausgeschlossen werden. Um das Krankheitsbild zu vervollständigen, werden Eltern häufig dazu aufgefordert, ein ganztägiges Protokoll zu führen, in dem die Häufigkeit und das Ausmaß des Bettnässens sowie Ess- und Trinkgewohnheiten präzise festgehalten werden.

Wie kann die Enuresis vom Arzt behandelt werden?

* Medizinisch kann Bettnässen mit Desmopressin, einem synthetisch hergestellten Medikament, behandelt werden. Es verringert die nächtliche Harnbildung.

* Grundlegende Hinweise über den Umgang mit Enuresis können Eltern in einem Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt erhalten.

Wie können Eltern ihre Kinder wirksam unterstützen?

* Die abendliche Flüssigkeitszufuhr zu reduzieren verringert die Gefahr des nächtlichen Einnässens.

* Das Kind kann geweckt werden, wenn der Harndrang groß genug ist. Diese Methode erfordert Einfühlungsvermögen und Beobachtungsgabe seitens der Eltern.

* Beliebt vor allem bei kleineren Kindern ist das Führen eines Kalenders, in dem nasse und trockene Nächste beispielsweise in Form von Sonne und Wolken vermerkt werden. Dies gilt als Ansporn für das Kind, den Harndrang selbst in den Griff zu bekommen.

Mit der Enuresis wird oft viel zu verkrampft umgegangen. Eltern müssen ihre Kinder aufklären und dürfen sich nicht scheuen, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. So kann verhindert werden, dass das Bettnässen zu einer großen Belastung für die ganze Familie wird.

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