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[KINDERKRANKHEITEN] Asthma bronchiale bei Kindern - Auslöser - Symptome - Diagnostik und Schweregrad
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Auslöser Bei vielen Kindern entsteht Asthma bronchiale durch eine chronische Entzündung, die auf verschiedenste Allergien zurückzuführen ist. Zu erwähnen ist hier natürlich der Pollenflug, der nicht nur Erwachsenen teilweise schwer zu schaffen macht. Aber auch Allergien auf Tierhaare können ein Auslöser sein. Hund oder Katze in der Wohnung, kann unangenehme Folgen haben, wenn der Nachwuchs allergisch ist. Weiterhin als Auslöser für Allergien gelten Schimmelpilze, die sich in Wänden etc. festgesetzt haben bzw. dort wachsen. Das Problem einer vielleicht leicht feuchten Ecke kennt sicherlich jeder, bei einem Kleinkind kann dieser Schimmel schwere Allergien auslösen, Allergien, die dann für Asthma bronchiale verantwortlich sein können. Wer feuchte Wände, Haustiere oder Pollen ausschließen kann, der hat noch mit dem ärgsten Feind zu kämpfen, ein Feind der in jeder Wohnung zu Hause ist: die Hausstaubmilbe. Auch sie kann Allergien auslösen und durch diese Allergien kann es zu chronischen Entzündungen kommen, Asthma bronchiale ist an diesem Punkt leider nicht mehr weit.
Symptome Gerade für Eltern können die Symptome von Asthma eine enorme Belastung oder ein Schock sein. Die Bronchien der Kinder schwellen zu, und die in den Bronchien befindliche Muskulatur verkrampft sich. Im schlimmsten Fall ist akute Atemnot beim Kind vorhanden, dieses Symptom kann nicht übersehen werden. Aber auch ein gewisses Pfeifen beim Ausatmen oder allgemein schwer gängige Ausatmung ist ein sicheres Zeichen für Asthma bronchiale. Weiterhin ist bei vielen Patienten ein stechender Schmerz in der Brust vorhanden, allgemein scheint es, als würde sich der Brustkorb zusammenschnüren. Auch schwerer Husten, der ohne Erkältung vorhanden ist und der sehr lange anhält, ist ein Zeichen, ganz besonders, wenn dieser in den Nachtstunden auftritt oder während körperlicher Anstrengung. All diese Zeichen sind doch sehr deutlich zu erkennen und Schmerzen in der Brust können auch von Kindern sehr gut beschrieben bzw. wiedergegeben werden. Nichts ist schlimmer, als wenn man einen Schmerz nicht lokalisieren kann, bei Asthma bronchiale sollten alle Symptome auch von kleinen Kindern zu beschreiben sein, die meisten anderen Symptome bekommt man auch als Elternteil sehr einfach mit – viele sagen hier wohl "Zum Glück".
Allgemein lässt sich noch anmerken, dass zwar Symptome sehr auffällig und eindeutig sind, dass aber trotzdem häufig Asthma bronchiale bei Kindern regelrecht übersehen wird. Dies liegt ganz gewiss nicht an einer Unfähigkeit von Ärzten, sondern ganz einfach daran, dass sich kleine Kinder nun einmal wesentlich schwerer untersuchen lassen als Erwachsene, die still dasitzen und genau das tun, was der Arzt von einem verlangt. Außerdem haben viele andere Krankheiten ähnliche Symptome. Ist ein Kind an Bronchitis erkrankt, sollte man verstärkt auf die Atmung des Kindes in den nächsten Wochen achten, darauf achten, ob oben genannte Symptome vorhanden sind.
Diagnostik Durch die doch sehr eindeutigen Symptome ist eine Diagnose durch eine Anamnese bei Erwachsenen recht einfach und eindeutig. Besonders bei kleinen Kindern ist dies jedoch durch das kindliche Verhalten nicht immer ganz einfach. Um sicherzugehen, werden bei Erwachsenen verschiedene Messverfahren durchgeführt, an denen sich der Patient aktiv beteiligen muss – oft ist dies bei Kindern nicht möglich. Auch sind Lungenfunktionstests erst bei Kindern ab ca. 4 – 5 Jahren geeignet. Bei einer Lungenfunktionsprüfung wird das Gesamtvolumen der Luft (einatmen und ausatmen) ermittelt und auch das Volumen der Luft bei 1-sekündigem Ausatmen. Bei Kindern ist das genaue Beobachten durch die Eltern von entscheidender Wichtigkeit. Neben der körperlichen Untersuchung, die im Rahmen von Kindern möglich ist, werden Eltern besonders Fragen zu Hustenanfällen etc. gestellt. Gibt es bestimmte Situationen, in denen sich ein Anfall anbahnt? Ist Tabakrauch im Haushalt vorhanden? Wann äußern sich die Beschwerden und wie äußern sie sich. Da Asthma oft durch Allergien ausgelöst wird, ist ein Allergietest unabdingbar, dieser funktioniert jedoch auch erst ab dem 2. Lebensjahr bzw. wird ab dem 2. Lebensjahr durchgeführt. Den wichtigsten Bestandteil in der Diagnose stellen jedoch die Eltern dar. Durch eingeschränkte Untersuchungsmöglichkeiten bei Kleinkindern, ist ein genaues Beobachten sehr wichtig, bei dem Verdacht ist eine Art Tagebuch zu führen, um lückenlos Auskunft geben zu können, wann was passiert ist bzw. auffällig war und auf Asthma hinweisen könnte.
Schweregrad Asthma bronchiale wird sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern in einen Schweregrad eingeteilt, der sich durch nichts unterscheidet. Mittlerweile gibt es Abweichungen zum gängigen Schweregrad. Manche Mediziner nutzen nicht alleine die Schwere der Anfälle zur Beurteilung, sondern auch den Erfolg bei eingeleiteten medizinischen Maßnahmen. Allgemein wird Asthma aber in 4 Schweregrade unterteilt. Abhängig von der Häufigkeit der Symptome und von zwei Messzahlen für die Lungenfunktion (FEV1 – Forciertes exspiratorisches Volumen in 1 Sekunde und PEF – Peak Expiratory Flow), wird die Einteilung vorgenommen.
1.) Intermittierend – Symptome zeigen sich am Tage weniger als 1 x in der Woche und in der Nacht weniger als 2-mal im Monat.
2.) Persistierend (leicht) – Beim Schweregrad 2 zeigen sich typische Asthmasymptome am Tag fast täglich und in der Nacht häufiger als 2 x im Monat.
3.) Persistierend mittel – Hier sind täglich Symptome am Tage zu beobachten, in der Nacht treten die typischen Symptome ca. 1 x in der Woche auf.
4.) Persistierend schwer – Beim schwersten Grad von Asthma gehört Husten und Luftwegbleiben am Tage zum ständigen Begleiter, auch nachts sind die Symptome sehr häufig zu finden.
Weiterführende Links zum Thema Asthma:
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