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Gute Nacht Geschichten: Sternentanz 1. Teil
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[KINDERGESCHICHTEN GEDICHTE] Gute Nacht Geschichten: Sternentanz 1. Teil

Sternentanz

 

Es war einmal ein Junge mit dem Namen Tom. Er war acht Jahre alt, hatte kurzes, hellbraunes Haar und stechend blaue Augen, die wunderschön funkelten, wenn die Sonne schien, und für die er oft bewundert wurde. Bei Geburtstags- oder Familienfeiern bekam er immer viel Aufmerksamkeit, denn jeder mochte seinen lieben und rücksichtsvollen Umgang mit anderen Menschen, seine Ehrlichkeit und seine Witze. Tom war ein Kind, welches sehr aufmerksam war und viele Freunde hatte, für die er immer da war, weil sie sehr wertvoll für ihn waren.

 

Seine Eltern hatten leider von Zeit zu Zeit Streit, was ihn immer sehr traurig machte. Deshalb ging er oft nach draußen, dachte über seine Familie nach oder lenkte sich mit seinen Spaziergängen durch die Straßen und den Wald von seinen Gedanken ab. Tom liebte die Natur und verbrachte viel Zeit an der frischen Luft, weil er sich dort frei fühlte. Wenn er spürte wie der Wind um seine Ohren wehte und die Sonne seine Haut wärmte, ging es ihm gut. Manchmal setzte er sich auch in einen Park, der etwa zehn Minuten von dem Haus seiner Eltern entfernt lag, und beobachtete die Menschen. Er konnte sich daran erfreuen, die Menschen beim Picknicken, beim Schlendern durch die grünen Wiesen oder beim Frisbee spielen zu sehen.

 

Besonders aber liebte Tom es, im Winter im Schnee zu spielen, mit dem Schlitten zu fahren oder sich die verschneite Landschaft bei einem Spaziergang anzuschauen.

 

Doch einiges Tages hatte Tom sich eine schlimme Erkältung eingefangen. Es war Dezember. In der Schule war gerade Deutschunterricht und die Stunde schien sich ewig lang hinzuziehen. Die Kinder saßen gelangweilt und unruhig auf ihren Stühlen und beobachteten den Minutenzeiger der großen, weißen Uhr, die über der Tür hing. "Tick, tack, tick, tack, tick, tack...". Die Zeit schien still zu stehen. Als endlich die Pausenglocke läutete, waren plötzlich wieder alle Kinder hellwach und stürmten auf den Schulhof. Tom war so froh, dass er endlich aus dem Klassenzimmer verschwinden konnte, da die Luft dort sehr stickig war. Er konnte es kaum erwarten und war so schnell draußen auf dem Pausenhof, dass er seine Jacke vergaß. Es war der 9. Dezember und dementsprechend kalt draußen. Tom machte das nicht viel aus - Hauptsache war, endlich spielen zu können und wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Mit seinen Freunden Leonard und Sophie machte er eine wilde Schneeballschlacht. Tom fühlte sich richtig lebendig, als er den eiskalten Schnee in seinen Händen spürte und zu Kugeln formte. Die drei hatten viel Spaß in dieser Pause und freuten sich bereits auf den nächsten Tag, an dem sie wieder gemeinsam spielen könnten.

 

Jedoch war am nächsten Morgen nicht daran zu denken, in die Schule zu gehen: Tom war erkältet. "Mama, ich habe so starke Halsschmerzen und meine Nase läuft die ganze Zeit. Aber ich bin selbst schuld, ich hatte meine Jacke gestern im Klassenzimmer vergessen.", beichtete der Junge seinen Eltern. Sie machten sich Sorgen um ihren kleinen Sohn und sagten ihm, er müsste die Schule an diesem Tag nicht besuchen. Seine Mama Hildegard war sehr fürsorglich und machte ihm einen Tee aus Fenchel, Salbei und Kamille und gab ein wenig Honig dazu, während Toms Vater eine Wärmflasche für ihn vorbereitete. Tom blieb bis mittags in seinem Bett liegen, unten zwei dicken Daunendecken und mit einem kuscheligen Kissen. Gegen 13 Uhr klingelte es an der Haustür: Toms Freunde aus der Schule kamen zu Besuch, um nach ihm zu sehen. Hildegard brachte die beiden nach oben in Toms Zimmer. "Schatz, Du hast Besuch! Schau, wer da ist!", sagte sie, während sie die Tür öffnete. Tom freute sich riesig, Leonard und Sophie zu sehen. Das Mädchen fragte: "Geht es Dir gut? Kannst Du heute Nachmittag zum Spielen kommen?". Sofort war Toms Mama zur Stelle und sagte, dass der Junge das Haus nicht verlassen dürfe: "Tom muss sich auskurieren, er bleibt heute besser zu Hause."

 

Am Nachmittag stand der Junge auf und stellte sich ans Fenster. Er sah die anderen Kinder spielen. Sein Nachbar zog einen Freund mit dem Schlitten durch die Straße, Sophie und Leonard machten eine Schneeballschlacht und fremde Kinder bauten Schneemänner und andere Figuren aus Schnee. Tom sehnte sich so sehr danach, mitzuspielen und an der frischen Luft zu sein - doch er war krank und musste zu Hause bleiben. Er legte sich wieder ins Bett und langweilte sich so sehr, dass er irgendwann einschlief. Er träumte von all den anderen Kindern, die glücklich im Schnee spielten und so viel Spaß hatten. "Tom, wach werden! Das Abendbrot ist fertig!", hörte er seinen Vater rufen. Tom konnte nicht viel essen, denn er hatte durch seine Erkältung nur wenig Hunger. Als er fertig war, legte er sich wieders ins Bett, trank noch einen Tee mit Honig und schlief schnell wieder ein, da er sehr erschöpft war.

 

Doch mitten in der Nacht wurde er wieder wach und konnte nicht mehr einschlafen. "Na toll, jetzt habe ich den ganzen Tag verschlafen, während alle so schön gespielt haben und nun liege ich wach, während die anderen schlafen.", dachte sich der 8-jährige. Er war traurig und wusste nicht, was er machen sollte. Ständig musste er sich die Nase putzen, sich räuspern und stark husten. Hätte er sich in der Pause am Vortag seine Jacke angezogen und seinen Schal umgelegt, hätte er einen schönen Tag verbringen und seine Freunde sehen können. Er machte sich Vorwürfe und wusste nicht, wie er sich ablenken könnte. Doch plötzlich kam ihm eine tolle Idee, welche seine Nacht schöner werden ließ.

 

... was Toms Idee war, erfahrt Ihr morgen Abend...

 

 

Sternentanz 2. Teil

 

 

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