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Gute Nacht Geschichten, Dreiteiler: Mausgeschichten Teil 3
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[KINDERGESCHICHTEN GEDICHTE] Gute Nacht Geschichten, Dreiteiler: Mausgeschichten Teil 3

Mausgeschichten 3

 

 

Was zuletzt geschah: Kleinmaus lernte viel darüber, was Sehnsucht und Heimweh bedeuten und dass dies auch mit Gutem verbunden werden kann, zum Beispiel mit einem neuen, erfolgreichen Lebensabschnitt. Sie fand liebe neue Freunde: Alfred und Nüsschen. Eines Tages passierte allerdings etwas Trauriges: Beim Verstecken spielen verschwand Nüsschen und war nicht mehr zu finden. Hatte sie sich einfach nur gut versteckt oder war ihr etwas zugestoßen?

 

Kleinmaus und Alfred suchten sicher eine ganze Stunde, ehe sie zu Mamamaus gingen und diese um Hilfe baten. Mamamaus war erschüttert und ist sofort mit ihren beiden Süßen nach draußen in den Wald gestürmt, um die verschwundene Maus ausfindig zu machen. Jede Hecke, jeder Strauch und sogar der kleine Bach wurde abgesucht. Ebenso gingen die drei um den heißgeliebten See, an dem sie sich so oft sonnten und dadurch ein noch glänzenderes, braunes Fell bekamen. Irgendwann waren alle erschöpft und hatten keine Kraft mehr, also machten sie sich auf den Weg nach Hause - schließlich begann es bereits zu dämmern. Und plötzlich hörte man ein wehleidiges Fiepsen, ein Schluchzen, ein Wimmern. "Nüsschen? Bist Du das?", rief Alfred nach seiner Freundin und fügte hinzu: "Wo steckst Du? Bitte gib Laut von Dir!".

 

Nach einigen Minuten voller Verzweiflung und Angst haben Kleinmaus, Alfred und Mamamaus Nüsschen gefunden: Sie hatte sich ihr rechtes, zartes Füßchen in einem Hasenbau eingeklemmt. In diesem Bau war die Wurzel eines Baumes so kompliziert verzweigt, dass Nüsschen darin hängen blieb und nicht mehr los kam. Ihre Freunde versuchten sie mit aller Kraft zu befreien, aber es klappte nicht. Doch Kleinmaus kam schnell auf eine Idee: Sie nagte so lange an den Wurzeln, bis sie diese durchtrennen konnte. Die verletzte Maus war endlich wieder frei, doch konnte sie nur humpeln. Zum Glück war Alfred stark genug sie zu stützen. Alle waren froh, dass sie wieder zueinander gefunden hatten und marschierten nach Hause. Während Kleinmaus ein Kuschelnest für Nüsschen vorbereitete, richtete Mamamaus ein deftiges Abendessen her, damit alle wieder zu Kräften kommen konnte. Es schmeckte sehr gut: Nicht nur Samen und Körner aller Art waren aufgetischt - nein, man fand auch Keimlinge und Knospen, Bucheckern, Haselnüsse und Eicheln. Ein wahres Festmahl, was sich aber auch alle Mäuse verdient hatten. Nach einem solch anstrengenden Tag durften sie es sich gönnen!

 

In den darauffolgenden Gesprächen am Abend stellte sich heraus, dass jede der vier Mäuse eine Menge dazu gelernt hat: Besonders Nüsschen ist bewusst geworden, dass überall Gefahren lauern können, sogar beim Spielen. In Zukunft würde sie aufmerksamer sein und genauer darauf achten, wo sie hintritt. Je wachsamer man ist, desto rascher kann man reagieren und Gefahren aus dem Weg gehen. Man sollte nicht mit geschlossenen Augen seinen Weg gehen!

 

Kleinmaus und Alfred haben gelernt, dass man sich nicht zu schämen braucht, wenn man jemanden um Hilfe bittet. Ohne Mamamaus hätten die beiden das verlorene Mäuschen vielleicht nicht wiedergefunden, eventuell wäre es dann schon zu spät gewesen. Sechs Augen sehen eben doch mehr als vier. Wenn man zusammenhält, kann man mehr erreichen und Hürden überwinden, Probleme besser lösen. In einer Gemeinschaft ist vieles einfacher als allein, deshalb ist es wichtig, Freundschaften zu pflegen. Auch Mamamaus wurde wieder einmal bewusst, dass es wichtig ist, aufeinander Acht zu geben und sich nicht nur um sich selbst zu kümmern. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man für andere da sein kann und auch selbst nicht allein gelassen wird, wenn man Hilfe braucht - da waren sich alle Mäuse einig. Nüsschen bedankte sich mit den Worten: "Schön, dass es Euch gibt! Ich wüsste nicht, was ich ohne Euch gemacht hätte!".

 

Durch den Vorfall beim Verstecken spielen wurde die Freundschaft zwischen den kleinen Mäusen mit dem braun-glänzenden Fell noch viel enger: Sie sahen sich von diesem Abend an täglich und unternahmen sehr viel: Sie sangen, sie lachten, sie spielten und führten gute und witzige Gespräche - wie man das unter Freunden nun einmal macht. Wenn es Probleme gab, haben sie gemeinsam nach Lösungen gesucht und immer einen Weg gefunden.

 

 

Und so verbrachten sie jeden Tag gemeinsam im Wald und waren bis an ihr Lebensende glücklich miteinander.

 

 

Mausgeschichten, die 3 Teile zum Vorlesen für Ihr Kind, Gute Nacht Geschichten:
Mausgeschichte Teil 1
Mausgeschichte Teil 2

Mausgeschichte Teil 3

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