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Gute Nacht Geschichten, Dreiteiler: Mausgeschichten Teil 2
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[KINDERGESCHICHTEN GEDICHTE] Gute Nacht Geschichten, Dreiteiler: Mausgeschichten Teil 2

Mausgeschichten 2

 

 

Was zuletzt geschah: Kleinmaus war mit Mamamaus vom Feld in den Wald gezogen. Sie war sehr traurig darüber und hatte starkes Heimweh. Doch schon bald lernte sie Alfred und Nüsschen kennen und freundete sich mit ihnen an. Die drei unternahmen einiges: Sie gingen spazieren, unterhielten sich viel und sonnten sich am Sonnensee. Kleinmaus' Mama freute sich für ihre Tochter.

 

Eines Nachmittags kam die kleine Maus auf die Idee, Mamamaus ihre neuen Freunde vorzustellen. Ohne zu fragen, brachte sie die beiden einfach mit nach Hause. Sie krabbelten durch das Mauseloch, welches mit besonderen Gerbara-Blüten bedeckt war, und trafen Mamamaus in der Küche an. Sie bereitete gerade das Abendessen zu und sang dabei fröhlich vor sich hin. Alfred und Nüsschen standen in der Tür, machten große Augen und sagten kein Wort. Mamamaus hatte gar nicht bemerkt, dass jemand die Wohnung betreten hatte und trällerte ihr Liedchen weiter. Als sie das Zimmer verlassen wollte, entdeckte sie ihre Zuhörer und erschrak. "Was macht ihr denn hier, wie lange steht ihr da schon?", fragte sie peinlich berührt. "Hallo, ich bin Alfred und das ist meine Freundin Nüsschen. Wir haben Ihre Tochter gestern im Wald kennengelernt.", sagte Alfred und fügte hinzu: "Sie können aber toll singen, sowas kann hier im Wald niemand!". Mamamaus wurde rot im Gesicht und war ganz verlegen. Sie freute sich über das schöne Kompliment und erfüllte den drei Kindern ihren Wunsch: Sie sollte noch ein Lied singen und begann sofort:

 

 

"Ihr seid so süße Mäuselein

Liebenswert und noch so klein

Ich schau' Euch gern beim Spielen zu

So viel habt Ihr gelernt im Nu

 

Die Schwänzchen wackeln hin und her

Es ist so niedlich, sogar sehr

In meinem Haus seid Ihr willkommen

Ihr habt mein Herz schon jetzt erklommen"

 

 

Alfred, Nüsschen und Kleinmaus freuten sich sehr über die herzlichen Zeilen der Mutter und applaudierten lange. Mamamaus verbeugte sich und hatte ein wunderschönes Lächeln auf die Lippen gezaubert bekommen. "Möchtet Ihr noch ein bisschen hier bleiben und später mit uns essen?", fragte sie liebevoll. Die Mäusekinder freuten sich und spielten noch eine Zeit lang auf der Wiese vor dem Haus bevor es Abendbrot gab. Am späten Abend kehrten Alfred und Nüsschen wieder heim, aber Kleinmaus hatte trotzdem noch Spaß mit ihrer Mama. Zum ersten Mal sangen die zwei zusammen einige ruhige Lieder und lachten viel.

 

Einige Wochen vergingen und Kleinmaus ging es schon viel besser. Sie war nur noch selten traurig, dass sie nicht mehr mit ihrer Mutter auf dem Feld lebte. Eigentlich war sie sogar ganz zufrieden in ihrem neuen Zuhause. Denn auch wenn Sehnsucht und Heimweh sehr schmerzen können und man nicht daran glaubt, dass dieses Gefühl jemals vergehen wird, sind sie sehr wichtig: Durch Sehnsüchte erkennt man, wie seine Wünsche aussehen und wo oder bei wem man sich wohl fühlt und ob es etwas gibt, wonach man streben möchte. Wenn man dies gelernt hat, kann man sich Ziele setzen und diese Schritt für Schritt erreichen. So wie Kleinmaus es geschafft hat, neue Freunde zu finden und die Umgebung zu erkunden. Anfangs war sie zwar ziemlich schüchtern, aber sie hat schnell andere Mäuse kennengelernt und sich sogar mit ihnen angefreundet. Und ja, auch Heimweh ist nicht nur schlecht und traurig, sondern hat einen Sinn: Durch Heimweh lernen wir zu verstehen, wo wir hingehören, aber auch, dass Abschied zu nehmen zwar traurig ist und weh tut, aber dass durch diese Abschiede - ob von Menschen, Orten oder Gewohnheiten - ein neuer Lebensabschnitt beginnen kann. Und Kleinmaus hat schon nach wenigen Wochen gemerkt, dass ein neuer Lebensabschnitt auch etwas Gutes bedeuten kann: Neue Freunde und Bekannte, ein neues Zuhause, andere Möglichkeiten und Erfahrungen. Das ist viel wert - deshalb genoss Kleinmaus ihren neuen Lebensabschnitt sehr. Und auch Mamamaus war sehr zufrieden mit dem neuen Heim, was sie geschaffen hat; ebenso freute sie sich über die netten Freunde, die ihre Tochter kennengelernt hatte.

 

Alfred und Nüsschen waren sehr oft zu Besuch oder lagen mit Kleinmaus und Mamamaus am See und sonnten sich. Eine kühle Brise war bei der Hitze im Sommer immer angenehm. Doch eines Nachmittags passierte etwas Schlimmes: Die drei Kindermäuse spielten im Wald "Verstecken". Während eine Maus sich die Augen zu hielt und bis 30 zählte, versteckten sich die anderen beiden und mussten dann gefunden werden. Als Kleinmaus dran war, fand sie Alfred ziemlich schnell - er hatte sich hinter einer mächtigen Eiche ganz in der Nähe versteckt. Doch Nüsschen war einfach nicht zu finden. Kleinmaus und ihr Freund suchten den gesamten Wald ab, jedoch ohne Erfolg. Auf und hinter jedem Baum und Strauch wurde gesucht, jedes Fleckchen im Wald wurde begutachtet, um zu schauen, wo Nüsschen steckte. Die beiden Mäuse machten sich große Sorgen und riefen ganz laut: "Nüüüsschen! Wo biiist Duuu?" und "Nüsschen, das ist nicht mehr witzig, wir haben Angst um Dich!". Eine Antwort erhielten sie nicht. Der Wald war verstummt, man hörte kein Vögelein mehr zwitschern. Die Verzweiflung wurde größer und größer.

 

 

Wie es weiterging und ob Nüsschen noch gefunden wurde, erfährst Du morgen Abend!

 

Mausgeschichten, die 3 Teile zum Vorlesen für Ihr Kind, Gute Nacht Geschichten:

Mausgeschichte Teil 1

Mausgeschichte Teil 2

Mausgeschichte Teil 3

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