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Gute Nacht Geschichten, Dreiteiler: Mausgeschichten Teil 1
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[KINDERGESCHICHTEN GEDICHTE] Gute Nacht Geschichten, Dreiteiler: Mausgeschichten Teil 1

Mausgeschichten 1

 

 

Es war einmal eine kleine, hellbraune Maus, die so süß war, dass jeder, der sie sah, sie am liebsten knuddeln wollte. Man nannte sie Kleinmaus. Sie war wirklich nicht groß, nur einige Zentimeter - das größte an ihr war ihr langes Schwänzchen, welches schlängelnd über den Boden wackelte, wenn sie lief und sprang und rannte. Am liebsten tat sie dies auf dem Feld, sie war ja schließlich eine Feldmaus.

 

Doch vor einigen Wochen hatte ihre Mama, Mamamaus, beschlossen das Feld zu verlassen. Sie fühlte sich dort nicht mehr wohl, da immer mehr andere Mäuse kamen und ihren Wohnort zum Spielen benutzten. Mamamaus, die übrigens nur ein bisschen größer war als Kleinmaus, hatte am liebsten ihre Ruhe, um zu stricken oder zu singen. Der Gesang war beeindruckend! Man hat auf dem Feld noch kein anderes Tier so schön und melodisch quietschen und quieken gehört. Auch an dem Tag, an dem sie mit ihrer Tochter das Feld verließ, sang sie fröhlich vor sich hin - denn sie war glücklich darüber, schon bald ein neues Plätzchen zum Leben zu haben. Es verschlug Mamamaus in den ruhigen, malerischen Wald, der nicht weit vom Sonnensee entfernt lag.

 

Eiskalt wurde Kleinmaus aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen. Sie war deshalb sehr traurig und ängstlich. Eine neue Umgebung bedeutet nämlich nicht nur, in einer Gegend zu leben, die anders aussieht, sondern auch neue Mäuse kennenzulernen und neue Freundschaften schließen zu müssen. Letzteres fiel Kleinmaus gar nicht leicht, da sie sehr scheu war und am liebsten wieder zurück auf das Feld wollte. Sie hatte große Sehnsucht nach ihrer Heimat, doch konnte sie ihre Mutter nicht dazu überreden, dorthin zurückzukehren. Also war sie gezwungen, sich mit ihr unbekannten Mäusen anzufreunden.

 

Eines Tages traf Kleinmaus auf Alfred und Nüsschen, ein Männlein und ein Weiblein. "Wer bist denn Du? Dich haben wir hier ja noch nie gesehen!", fragte Alfred neugierig. Kleinmaus versteckte sich schnell hinter einem Busch, denn sie war Fremden gegenüber nicht sehr aufgeschlossen. Sie wusste aber auch, dass sie sich dazu überwinden müsste, Kontakte zu knüpfen. Mit dem rechten Auge lukte sie hinter dem Busch hervor, während Alfred und Nüsschen sie erwartungsvoll und voller Neugierde begutachteten. "Ich... ich bin Kleinmaus.", sagte sie und trat ein Stück näher an die beiden Mäuse heran, "Ich bin neu hier, Mama und ich haben vorher auf dem Feld gelebt.". Nüsschen stellte sich und ihren Freund vor und nahm Kleinmaus kurzer Hand in die Mitte. Die drei machten einen langen Spaziergang und so lernte das schüchterne Mäuschen ihre neue Umgebung schon ein bisschen kennen. So schlecht war es dort eigentlich gar nicht - und die anderen waren so freundlich, dass sie sich gleich wohl fühlte. Einige Stunden später machte sie sich auf den Weg nach Hause, wo sie lächelnd ihre Mutter antraf. Diese war entsetzt und quiekte: "Wo warst Du denn so lange? Ich habe mir Sorgen gemacht! Und Du kommst hier mit einem frechen Grinsen 'rein - findest Du es witzig, wenn ich besorgt bin?". "Mamamaus, ich habe andere Mäuse kennengelernt, sie haben mir bei einem Spaziergang den Wald gezeigt! Bitte sei nicht bös' auf mich, das wollte ich nicht.", entgegnete Kleinmaus ihr. "Das ist ja großartig, ich freue mich für Dich!".

 

Schon bald aßen die beiden zu Abend. Es gab eine große Auswahl an Körnern, welche Mamamaus sorgfältig in vielen verschiedenen Nussschalen auseinander sortiert hatte. Anschließend legte sich Kleinmaus in ihr winziges Bettchen und begann sofort zu schlummern und zu träumen. Sie träumte von ihrer Heimat, dem Feld. Dort spielte sie mit ihren neuen Freunden Alfred und Nüsschen und hatte viel Spaß, lachte und tanzte.

 

Am nächsten Morgen erinnerte sie sich noch genau an ihren Traum und wurde ganz melancholisch. Sie sehnte sich so sehr nach dem Feld. Ohne weiter nachzudenken sprang sie aus dem Bett und tapste in den Wald hinein. Kleinmaus war auf der Suche nach den beiden anderen Mäusen, die sie am Vortag kennengelernt hatte. Minutenlang schaute sie hinter jeden Baum, hinter jeden Busch - doch sie konnte die beiden nicht finden. Gerade wollte sie aufgeben, da entdeckte sie Nüsschen in Alfreds Armen hinter einem großen Stein, der ihr die Sicht versperrt hatte. "Hey, da seid Ihr ja!", platzte es aus Kleinmaus heraus. "Hallo Kleinmaus, schön Dich zu sehen! Hattest Du uns gesucht?" fragte Alfred. "Ja, ich brauche jemanden zum Reden und außer Euch kenne ich hier noch niemanden." sagte Kleinmaus aufgebracht.

 

Die drei niedlichen, hellbraunen Mäuse sprachen miteinander über Kleinmaus' Sehnsucht und Heimweh. Nüsschen nahm ihre neue Freundin liebevoll in den Arm und machte ihr Mut: "Es ist ganz normal, dass Du Heimweh hast und viel an Dein altes Zuhause denkst. Aber schau mal: Der Wald ist doch auch sehr schön und der See ist auch gleich um die Ecke! Außerdem hast Du uns beide nun kennengelernt - das Ganze hat also doch auch etwas Gutes!". Alfred nickte eifrig und schenkte der Trauermaus ein Lächeln, welches sie aufmuntern konnte. "Ihr habt recht. Aber es wird noch dauern, bis ich mich an die neue Umgebung gewöhnt habe.", erklärte Kleinmaus ihren Bekannten. Die drei schlenderten zum See, sonnten sich und verbrachten gemeinsam einen schönen, ruhigen Nachmittag.

 

 

Wie es weiterging und was die Tierchen sonst noch erlebten, erfährst Du morgen Abend!

 

 

Mausgeschichten, die 3 Teile zum Vorlesen für Ihr Kind, Gute Nacht Geschichten:

Mausgeschichte Teil 1

Mausgeschichte Teil 2

Mausgeschichte Teil 3

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