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Gute Nacht Geschichten: Der Zirkus
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[KINDERGESCHICHTEN GEDICHTE] Gute Nacht Geschichten: Der Zirkus

Der Zirkus

 

 

Es war ein warmer Sommernachmittag, als Timo und seine Freunde auf dem Spielplatz saßen und sich langweilten. Die fünf wohnten in einer gut bewohnten Gegend, in der immer etwas los war. Doch an diesem Samstag schienen die Menschen der Umgebung verschwunden zu sein. Timo und die anderen hatten bereits den ganzen Vormittag auf dem Spielplatz verbracht: Sie saßen im Sandkasten, rutschten und schaukelten, kletterten auf die grünen Eichen und spielten schlussendlich auch noch "Verstecken". Nachdem das letzte Kind hinter einer dunkelbraunen, morschen Bank gefunden war, wussten sie nicht mehr, was sie machen sollten.

 

"Was machen wir jetzt?", fragte Sabrina erwartungsvoll. Keiner sagte etwas. Den Kindern waren langsam die Ideen ausgegangen. Der Spielplatz machte ihnen keine Freude mehr, da alles, was sie dort taten, immer wieder dasselbe war. Nach Hause gehen wollten die Jungs und Mädchen aber auch noch nicht, es waren schließlich noch fast drei Stunden bis es Abendbrot gab. "Wollen wir vielleicht nochmal "Verstecken" spielen?", fragte Lukas in mutlosem Tonfall. Timo entgegnete ihm: "Das haben wir doch gerade erst, das ist langweilig. Aber ich habe eine Idee!". Er schaute sich um, dachte einen Moment nach und erzählte: "Vor ein paar Wochen waren meine Eltern mit mir im Zirkus! Kann man sowas nicht auch selber machen?". Sabrina war begeistert und schlug vor, ihr Einrad aus dem Keller zu holen. Sie könnte darauf schon ganz gut fahren und sogar ein paar Tricks vorführen. Laura hatte einen Hula Hoop Reifen zum Geburtstag geschenkt bekommen, auf den sie mächtig stolz war. Aber auch die Jungs trugen einige Ideen bei: "Michael, wir haben doch mal zusammen Zaubertricks erfunden, damit können wir bestimmt begeistern!"

 

Timo, Michael und Lukas, Sabrina und Laura waren fest entschlossen und so begannen sie, sich vorzubereiten. "Lukas, zieh eine Karte! Aber verrate mir nicht, welche es ist. Danach steckst Du sie wieder in den Stapel!", forderte Michael. Lukas hatte die Herz 9 gezogen und steckte diese wieder in den Kartenstapel. Der Zauberer Michael mischte die Karten und zeigte anschließend die Herz 9: "Super, das war die richtige Karte!". Timo wunderte sich: "Wie macht ihr das? Kann ich da irgendwie mitmachen?". Die beiden anderen Jungs verneinten die Frage, hatten aber einen Vorschlag, was Timo stattdessen tun könnte: Er könnte den Moderator spielen, der die Vorführung moderiert und die Tricks vorher ansagt. Er war zufrieden mit der Idee. Die zierliche Laura dagegen zeigte ihr Können auf eine andere Art und Weise: Sie ließ den Hula Hoop Reifen mehrere Minuten lang um ihre Hüften kreisen - und Sabrina drehte mit ihrem silbern glänzenden Einrad einige Runden. Sie konnte damit sogar schon ein Stück rückwärts fahren, was nicht einfach ist und ein gutes Gleichgewicht erfordert.

 

Um 17 Uhr sollte der Zirkus beginnen, also haben die Kinder ihre Eltern und Verwandten zusammengetrommelt und gleichzeitig noch andere Kinder aus der Nachbarschaft angelockt. Diese setzten sich auf die braunen Holzbänke, die am Rade des Parkplatzes neben dem Spielplatz standen und waren gespannt, was sie nun zu sehen bekommen würden. "Meine Damen und Herren, liebe Zuschauer!", sprach Timo mit lauter Stimme, "Wir freuen uns, dass Sie zum Meisterzirkus gekommen sind! Als erstes präsentiere ich Ihnen die großartige Sabrina!". Das Mädchen hatte sich hinter einer der Garagen versteckt und zeigte sich nun mit ihrem Einrad. Sie kurvte über den Parkplatz, fuhr im Kreis und stellte schlussendlich ihr Können im Rückwärtsfahren zur Schau. Das Publikum war begeistert und applaudierte, ihre Mama lächelte und war stolz auf ihre Tochter. Timo trat erneut in den Vordergrund und kündigte den Zauberer mit seinem Assistenten an. Michael hatte den Stapel gründlich gemischt und hielt ihn Lukas hin: "Zieh eine Karte Deiner Wahl!", sagte er mit erhobener Stimme. Lukas zog die Pik 7 und zeigte sie den Zuschauern. Nachdem er die Karte wieder in den Stapel steckte und der Zauberer diesen mischte, zog er die richtige Karte, zeigte sie dem Publikum und verbeugte sich. Es gab viel Beifall, denn niemand außer den beiden Jungs hätte damit gerechnet, dass der Trick funktioniert. "Liebe Zuschauer, mit der letzten Attraktion kommen wir langsam zum Ende. Hier kommt Laura!" hörte man Timo stolz ankündigen. Das Mädchen stellte sich in die Mitte des Parkplatzes, nahm den Hula Hoop Reifen und schaffte es ganze drei Minuten und 37 Sekunden, bis der Reifen herunter fiel. Alle waren fasziniert und klatschten. Die fünf Kinder nahmen sich an den Händen, verbeugten sich strahlend und genossen die Anerkennung der Eltern, Nachbarn und Freunde. Sie unterhielten sich noch eine Weile und mussten sich dann auf den Weg nach Hause machen, denn das Abendbrot rief.

 

Alle waren sehr hungrig, da sie den ganzen Tag an der frischen Luft verbracht und sich ziemlich verausgabt hatten. Kurze Zeit später fielen sie auch schon erschöpft in ihre Betten, krabbelten unter ihre warmen, kuscheligen Decken und ließen sich noch ein Gute-Nacht-Küsschen von ihrer Mama geben. "Ich bin stolz auf Dich, das habt ihr ganz toll gemacht! Und nun komm langsam zur Ruhe. Schlaf gut und träum 'was Schönes. Ich hab Dich lieb!".

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