Freitag, der 23.06.2017 - 19:21 Uhr
 
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[GEBURT] Steiß- bzw. Beckenendlage


Liegt das Baby mit dem Kopf nach oben und dem Steiß in Richtung Muttermund, spricht man von der Steiß- bzw. Beckenendlage. Diese Unregelmäßigkeit der Kindslage ist bei ca. 4-5% der Schwangeren zu beobachten. Die Ursachen dafür sind mannigfaltig. So kann Platzmangel, wie er bei einem zu engen Becken oder bei Zwillingen herrscht, ebenso zu dieser Lage führen wie zu viel oder zu wenig Fruchtwasser. Oft kommen Frühgeborene Kinder in der Beckenendlage auf die Welt. Sie hatten meist keine Zeit sich zu drehen.
Sollte sich das Baby nicht von selbst drehen, gibt es die Möglichkeit, das von außen zu tun. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht ungefährlich. Es kann zur vorzeitigen Lösung der Plazenta oder Nabelschnurumschlingung führen. Aufgrund dessen werden heutzutage sanfte Methoden wie Akupunktur und Homöopathie angewendet, um das Baby zur Drehung zu animieren. Ein recht erfolgversprechendes Verfahren ist die Moxatherapie (Wärmeakupunktur). Sie wird ab der 35. Schwangerschaftswoche von Hebammen angeboten und höchstens viermal im Abstand von zwei Tagen durchgeführt.
Wenn sich das Kind trotz aller Versuche nicht dreht, raten viele Ärzte vor allem Erstgebärenden Frauen zu einem Kaiserschnitt. Dieser wird dann ca.10-12 Tage vor dem errechneten Geburtstermin stattfinden.
Seit jüngster Zeit gibt es aber auch wieder einen Trend zur Vaginalgeburt. Mit geschulten Personal kann sie ebenso sicher sein wie jede Andere. Besonders empfohlen werden die Wassergeburt und die Geburt in der aufrechten Haltung, da Wehenmittel hier oft unnötig sind. Sicherlich ist eine Geburt mit einem Kind in Steißlage anstrengender, da Füße und Steiß des Babys den Geburtskanal weniger optimal dehnen, als es der Kopf könnte. Dennoch ist die Vaginalgeburt grundsätzlich möglich.

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