Steiß- bzw. Beckenendlage
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[GEBURT] Steiß- bzw. Beckenendlage
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Liegt das Baby mit dem Kopf nach oben und dem Steiß in Richtung
Muttermund, spricht man von der Steiß- bzw. Beckenendlage. Diese
Unregelmäßigkeit der Kindslage ist bei ca. 4-5% der Schwangeren zu
beobachten. Die Ursachen dafür sind mannigfaltig. So kann Platzmangel,
wie er bei einem zu engen Becken oder bei Zwillingen herrscht, ebenso
zu dieser Lage führen wie zu viel oder zu wenig Fruchtwasser. Oft
kommen Frühgeborene Kinder in der Beckenendlage auf die Welt. Sie
hatten meist keine Zeit sich zu drehen. Sollte sich das Baby nicht von selbst drehen, gibt es die Möglichkeit,
das von außen zu tun. Dieses Vorgehen ist jedoch nicht ungefährlich. Es
kann zur vorzeitigen Lösung der Plazenta oder Nabelschnurumschlingung
führen. Aufgrund dessen werden heutzutage sanfte Methoden wie
Akupunktur und Homöopathie angewendet, um das Baby zur Drehung zu
animieren. Ein recht erfolgversprechendes Verfahren ist die
Moxatherapie (Wärmeakupunktur). Sie wird ab der 35.
Schwangerschaftswoche von Hebammen angeboten und höchstens viermal im
Abstand von zwei Tagen durchgeführt. Wenn sich das Kind trotz aller Versuche nicht dreht, raten viele Ärzte
vor allem Erstgebärenden Frauen zu einem Kaiserschnitt. Dieser wird
dann ca.10-12 Tage vor dem errechneten Geburtstermin stattfinden. Seit jüngster Zeit gibt es aber auch wieder einen Trend zur
Vaginalgeburt. Mit geschulten Personal kann sie ebenso sicher sein wie
jede Andere. Besonders empfohlen werden die Wassergeburt und die Geburt
in der aufrechten Haltung, da Wehenmittel hier oft unnötig sind.
Sicherlich ist eine Geburt mit einem Kind in Steißlage anstrengender,
da Füße und Steiß des Babys den Geburtskanal weniger optimal dehnen,
als es der Kopf könnte. Dennoch ist die Vaginalgeburt grundsätzlich
möglich.
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