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[GEBURT] Formalitäten nach der Geburt


Die Geburt eines Kindes ist ein wunderschönes Ereignis. Leider wird die erste Zeit nach der Geburt, die eigentlich der Ruhe und Entspannung sowie dem Kennen lernen des neuen Erdenbürgers gewidmet sein sollte, durch eine Vielzahl an zu erledigenden Punkten gestört. Diese sind aber wichtig, damit für Eltern und Kind alles problemlos weiterlaufen kann. Im Folgenden werden einige Dinge erklärt, die nach der Geburt erledigt werden sollten.

 

Checkliste nach der Geburt:

Geburtsurkunde
Die Geburtsurkunde ist wenige Tage nach der Geburt auf dem Standesamt des Geburtsortes erhältlich. Wenn kein Sorgeberechtigter zur Abholung erscheinen kann, muss eine Vollmacht mitgegeben werden. Die Geburtsurkunde wird in vierfacher Ausfertigung erteilt. Zwei Exemplare können bei den Eltern bleiben, eines ist für die Beantragung des Elterngeldes und eines für die Beantragung des Kindergeldes gedacht.

Einwohnermeldeamt
Ist die Geburtsurkunde vorhanden, so muss das Kind beim zuständigen Einwohnermeldeamt angemeldet werden. Dieses bekommt die Meldung nach einer gewissen Zeit vom Standesamt, allerdings ist das persönliche Anmelden immer noch notwenig. Mitzubringen ist dabei die aktuelle Lohnsteuerkarte, denn hier kann gleich der neue Kinderfreibetrag eingetragen werden. Nachgewiesen werden muss des Weiteren die Geburtsurkunde.

Kindergeld
Das Kindergeld wird bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit beantragt. Hierzu ist ein Formular auszufüllen, das auch im Internet erhältlich ist. Dieses wird zusammen mit der Geburtsurkunde eingereicht. Das Kindergeld beträgt für das erste und zweite Kind jeweils 164 Euro pro Monat, für das dritte gibt es 170 Euro, ab dem vierten Kind werden 195 Euro gezahlt. Das Kindergeld sollte direkt nach der Geburt beantragt werden, es wird aber auch rückwirkend gezahlt. Wer das zweite Kind anmelden möchte, der muss nur einen Kurzantrag ausfüllen, unter Angabe der bisherigen Kindergeldnummer.

Elterngeld
Das Elterngeld wird bei der Elterngeldstelle des Jugendamtes für den jeweiligen Wohnort beantragt. Nötig dafür ist die Geburtsurkunde. Des Weiteren werden Nachweise über das Einkommen des letzten Jahres verlangt. Hierfür muss der Arbeitgeber ein Formblatt ausfüllen. Hinzu kommt der Nachweis über bereits vorhandene Kinder, damit gegebenenfalls der Kinderbonus von 75 Euro pro Monat gezahlt werden kann. Dafür darf das Geschwisterkind aber das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
Für das Elterngeld gilt zwar, dass dieses auch rückwirkend gezahlt wird, allerdings nur für drei Monate. Geht der Antrag später ein, sind die Ansprüche auf den verspäteten Zeitraum verwirkt.
Wenn beide Partner die Elternzeit in Anspruch nehmen möchten, muss dies im Antrag auf Elterngeld vermerkt werden. Sie haben dann Anspruch auf eine Zahlung von Elterngeld für vierzehn Monate. Nimmt einer allein die Elternzeit, so wird Elterngeld nur für zwölf Monate gezahlt, bei einem Zeitraum von 24 Monaten wird der monatlich gezahlte Betrag halbiert. Im Endeffekt wird so also nicht mehr Geld ausgezahlt.

Elternzeit
Für Eltern gilt, dass sie jeder Anspruch auf drei Jahre
Elternzeit haben. Zumindest ein Jahr davon wird durch das Elterngeld vergütet.
Die Elternzeit muss sieben Wochen vor Inanspruchnahme beim Arbeitgeber angezeigt werden, mit verbindlicher Angabe des gewünschten Zeitraums. Wer eine Verlängerung wünscht, kann dies mit dem Arbeitgeber absprechen, hat aber nur Anspruch darauf, wenn keine betrieblichen Gründe entgegenstehen. Die Elternzeit kann mit Ausstellung der Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin durch den Gynäkologen beantragt werden. Ab dieser Zeit genießt der Arbeitnehmer Kündigungsschutz. Das gilt auch für die Dauer der gesamten Elternzeit. Die Elternzeit wird in der Rentenversicherung angerechnet. Für die Dauer der Zahlung von Elterngeld sind die Eltern von der Zahlung der Beiträge für die Rentenversicherung befreit. Danach muss bei weiterer Freistellung von der Arbeit eine freiwillige Zahlung der Beiträge erfolgen.

Krankenversicherung
Das Kind kann in einer Krankenversicherung der Eltern mitversichert werden. Die Familienversicherung ist kostenlos, allerdings nur in der gesetzlichen Versicherung. Privat versicherte müssen Beiträge für ihr Kind zahlen, allerdings ist keine Gesundheitsprüfung vor Aufnahme des Kindes nötig. Für die Versicherung ist die Einreichung der Geburtsurkunde nötig.

Sonstiges
Die Vaterschaftsanerkennung kann beim Jugendamt oder beim Standesamt vorgenommen werden.
Ein Rückbildungskurs kann in der Regel sechs Wochen nach der Geburt mitgemacht werden, die Übungen sind sehr wichtig für die Rückbildung der gesamten Muskulatur und des Gewebes.
Kurse für Babys können auch schon kurz nach der Geburt beantragt werden, allerdings sollten sich die Eltern überlegen, wie viel Stress sie dem Neugeborenen machen möchten.

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