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[GEBURT] Der Geburtsstuhl
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Die Anwendung des Geburtsstuhls ist nicht etwa eine der vielen neumodischen Erfindungen - nein, er ist ein sehr altes historisches Mittel, die Geburt für die Frau zu erleichtern. Nicht erst seit gestern weiß man, dass eine Geburt im Sitzen komplikationsloser, natürlicher und daher besser als eine andere Geburt ist - die Frau passt sich so besser den natürlichen Gegebenheiten wie der Schwerkraft und der Austreibung des Babys nach unten an. Doch wie sieht ein Geburtsstuhl aus?
Ein Geburtsstuhl (oder auch Gebärstuhl, Geburtshocker) ähnelt einem normalen Sitzmöbel, allerdings befindet sich in der Mitte der Sitzfläche eine Aussparung, um das Kind auf die Welt zu holen. Doch sahen sie früher aus wie barocke Samtsessel, die wenig mit Bequemlichkeit zu tun hatten, oder auch schlichte Holzschemel, so bieten sie heute der werdenden Mutter ein Maximum an Komfort. Wie eingangs bereits erwähnt, unterstützt diese Geburtshaltung eine einfachere Geburt für Mutter und Kind gleichermaßen. Das Baby muss nicht - wie bei einer Geburt im Liegen - während der Austreibung nach oben gleiten, sondern rutscht auf ganz natürliche Weise in den Geburtskanal. Dies kann Schmerzen reduzieren und auch die Gefahr von Rissen in der Scheide verringern. Manche Frauen können den Gebärstuhl unter Umständen als unbequem erachten, da die Auflagefläche für Po und Beine nicht groß genug ist. Des Weiteren fehlt am Geburtshocker die Lehne, so dass hier in jedem Fall der Partner oder eine andere Vertrauensperson als Stütze im Rücken dienen muss. Da der Geburtskanal nicht genau eingesehen werden kann, ist diese Methode nur für unkomplizierte Geburten zu empfehlen.
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