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[FRÜHGEBURT] Ursachen für eine Frühgeburt


In einem Katalog von Risiken sind rund drei Viertel aller Risiken erfasst, die eine Frühgeburt auslösen können. Dabei wird in mütterliche, kindliche und mütterlich lokale Ursachen unterschieden. Es kann auch sein, dass mehrere Faktoren zusammen kommen. Allerdings gibt es auch Ursachen für Fehlgeburten, die eben nicht in dem Katalog erfasst sind und die dennoch nicht unbedeutend sind. Sie machen immerhin ein Viertel aller Frühgeburten aus. Im Folgenden sollen einige der häufigsten Ursachen aufgeführt werden.

Blutungen aus der Gebärmutter
Zu Blutungen aus der Gebärmutter kann es kommen, wenn sich die Plazenta vorzeitigt ablöst. Auch die so genannte Placenta praevia, die vorliegende Plazenta, kann zu Blutungen führen. Dabei liegt die Plazenta direkt vor dem Muttermund und dichtet diesen ganz oder teilweise ab. Bei heftigen Bewegungen oder auch beim Heben schwerer Gegenstände kann es zum Einreißen der Plazenta kommen, womit ein großer Blutverlust einhergeht. Ärzte sprechen dann von dem Bild des aufgedrehten Wasserhahns – bei fehlender Behandlung kann die Frau verbluten. Durch diese Ursachen können vorzeitige Wehen einsetzen oder es kommt zu einem vorzeitigen Blasensprung.

Exzessive Ausdehnung des Uterus
Bei Vorhandensein von vermehrtem Fruchtwasser kann es sein, dass sich der Uterus über die Maßen ausdehnt. Dann wird von einem Polyhydramnion gesprochen. Auch bei Mehrlingsschwangerschaften kann das der Fall sein. Bei einer übernormalen Ausdehnung des Uterus können bestimmte Hormone, die Wehen einleitend wirken, vermehrt ausgeschüttet werden, zum Beispiel das Oxytocin. Somit werden vorzeitige Wehen ausgelöst.

Entzündungen
Durch Entzündungen des Genitaltraktes der Mutter kann es zu aufsteigenden Infektionen kommen, die die Ausschüttung bestimmter Hormone bewirken. Diese können Wehen auslösend sein und es kann auch sein, dass ein vorzeitiger Blasensprung einsetzt.

Stress
Stress ist in keiner Lebenslage zu verachten, auch als Krankheitsauslöser. Das ist in der Schwangerschaft nicht anders, wobei auch hier der psychische Stress nicht vergessen werden darf. Häufig ist es sogar so, dass dieser schlimmere Folgen haben kann, als der physische Stress. Durch Stress werden körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet, diese wiederum können die vermehrte Produktion bestimmter Hormone fördern und damit können vorzeitige Wehen ausgelöst werden oder es kommt zu einem vorzeitigen Blasensprung. Stress sollte daher vor allem in der Schwangerschaft auf jeden Fall vermieden werden.

Erkrankungen der Schwangeren
Verschiedene Erkrankungen der Schwangeren können als Ursache für eine Fehlgeburt in Frage kommen. Dazu zählen unter anderem die bereits erwähnten Infektionen des Genitaltraktes, die bei einem Aufsteigen in die Gebärmutter Wehen fördernd wirken können. Hinzu kommen Myome, das sind meist gutartige Knoten an der Gebärmutter oder am Gebärmutterhals. Auch bestimmte Viren können eine Frühgeburt auslösen, dazu zählen etwa die so genannten Papillomviren, gegen die seit einiger Zeit eine Impfung möglich ist. Es wird davon ausgegangen, dass rund achtzig Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens eine solche Infektion durchmachen, die meisten bemerken das nicht einmal. In der Schwangerschaft kann das aber böse Folgen haben, denn diese Viren gelten als Krebs auslösend. Gebärmutterhalskrebs kann zu Frühgeburten führen. Aber auch andere Erkrankungen kommen als Ursache für eine Fehlgeburt in Betracht, dazu zählen etwa die Grippe oder bestimmte Stoffwechselstörungen.

Mehrlingsschwangerschaft
Bei einer Mehrlingsschwangerschaft wird von Vornherein von einem erhöhten Risiko für eine Fehlgeburt ausgegangen und tatsächlich ist es so, dass das Risiko mit der Zahl der Kinder, die die Schwangere erwartet, steigt.

Konsum von Drogen und Nikotin
Nimmt die Schwangere Drogen zu sich oder konsumiert Alkohol sowie Nikotin, so liegt das Risiko für eine Frühgeburt deutlich höher, als wenn sie gesund lebt und auf Drogen und Genussmittel verzichtet.

Körpergewicht der Schwangeren
Liegt bei der Frau ein enormes Über- oder Untergewicht vor, so kann ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für die Schwangerschaft gerechnet werden. Auch, wenn die Frau in der Schwangerschaft unverhältnismäßig stark an Gewicht zulegt und eventuell sogar eine Schwangerschaftsdiabetes entwickelt, kann mit einer Frühgeburt zu rechnen sein.

Kindliche Risikofaktoren
Eine veränderte Lage des Mutterkuchens kann schuld daran sein, dass es zu einer Frühgeburt kommt. Teilweise ist eine normale Geburt auch überhaupt nicht möglich, wenn eine so genannte Placenta praevia vorliegt, der Mutterkuchen also direkt vor dem Muttermund liegt. Auch chromosomale Fehlbildungen beim Kind können die Ursache für eine Frühgeburt sein, ebenso eine Bildung von Antikörpern der Mutter gegen das Kind. Hierbei kommt es allerdings schon zeitig zu einer Abstoßungsreaktion und häufiger zu einer Fehlgeburt als zu einer Frühgeburt.

Andere Einflussfaktoren
Als am sichersten gilt eine Schwangerschaft, die nicht vor dem 18. Lebensjahr und vor dem 35. Lebensjahr der Frau liegt. Davor oder danach wird die Schwangerschaft automatisch als Risikoschwangerschaft eingestuft. So liegt etwa mit jedem Jahr, das die Frau älter als 35 Jahre ist, das Risiko für chromosomale Fehlbildungen höher. Treten die so genannten Trisomien sehr früh auf, so kann es sein, dass der Körper der Frau den Embryo bereits abstößt, ehe sie überhaupt weiß, dass sie schwanger ist.
Traten bereits Frühgeburten bei vorigen Schwangerschaften auf, so ist damit zu rechnen, dass auch bei einer erneuten Schwangerschaft eine solche auftreten kann. Bestimmte Vorsichtsmaßnahmen sind dann einzuhalten.

 

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