Mittwoch, der 23.08.2017 - 21:35 Uhr
 
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[FRÜHGEBURT] Maßnahmen bei einer drohenden Frühgeburt


Die Medizin macht täglich Fortschritte und das zeigt sich auch ganz deutlich bei der Behandlung und Vorbeugung von Frühgeburten. Das Risiko, dass ein besonders früh geborenes Kind körperliche oder geistige Behinderungen hat, steigt mit jedem Tag, den das Kind eher als gewünscht zur Welt kommt.
Droht eine Frühgeburt, so werden in der Regel bestimmte Maßnahmen ergriffen, die die Reifung des Lungensystems bewirken sollen. Dazu werden Glucocorticoide gegeben, unter anderem Cortison und Betamethason. Diese Medikamente bekommt die Mutter. Damit soll die Reifung der Lunge des Babys angeregt werden, genauer gesagt wird damit das Surfactant angeregt. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Proteinen und Phospholipiden, die für die Entfaltung der Lungen benötigt werden. Sie reduzieren die Oberflächenspannung in den Lungenbläschen.

 
Droht eine Frühgeburt durch bestimmte Erkrankungen der Mutter, so kann die Schwangerschaft bis zu einem gewissen Maß durch eine Behandlung der mütterlichen Erkrankungen erhalten werden. Zudem muss die Mutter Ruhe einhalten und sich soweit wie möglich schonen. Nicht selten wird absolute Bettruhe verordnet, dann darf die Mutter nicht einmal den Gang zur Toilette wagen. Dazu wird sie meist in ein Krankenhaus eingewiesen, da zu Hause diese Ruhe in der Regel nicht gegeben ist. Auf jeden Fall erfolgt dann die Krankschreibung und eventuell sogar ein Arbeitsverbot.
Setzen vorzeitige Wehen ein, so kann mit einem Wehenhemmer versucht werden, diese zu unterbinden. Auch Magnesiumgaben kommen dabei zum Einsatz.

 

Werden Infektionen am Muttermund festgestellt, so werden diese meist mit Antibiotika behandelt, denn nicht selten ist eine solche Infektion der Auslöser für verfrühte Wehen.
Insgesamt muss die Schwangere sehr gut überwacht werden, damit die Ärzte jederzeit helfend eingreifen können. Allerdings lässt sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen und Behandlungen nur selten vorhersagen, wann die Geburt denn tatsächlich stattfinden wird. Meist werden die Kinder noch vor der 32. Schwangerschaftswoche durch einen Kaiserschnitt entbunden und werden dann im Krankenhaus weiter behandelt. Eine Geburt vor der 32. Woche ist weniger gefährlich, als zwischen der 32. und der 37. Woche, was mit der Reifung der Organe zusammenhängt.

 

Trotzdem werden die Ärzte stets versuchen, die Schwangerschaft so lange wie möglich zu erhalten, was eben mit der Verordnung von Ruhe und den genannten Medikamenten erreicht werden soll.

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