Vorzeitige Wehen
Als deutliche Symptome einer drohenden Frühgeburt sind Wehen zu bezeichnen, die zwischen der 24. und 37. Schwangerschaftswoche einsetzen. Sie kommen meist im Abstand von fünf bis zehn Minuten und dauern rund eine halbe Minute an. Das kann über einen Zeitraum von einer Stunde so gehen. Vorzeitige Wehen können durch Infektionen hervorgerufen werden, die sich auf Muttermund und/oder Gebärmutter ausbreiten.
Vorzeitige Wehen unterscheiden sich von den so genannten Übungswehen, bei denen die Gebärmutter ebenfalls kontrahiert, in ihrem Zeitpunkt – sie kommen früher – und in ihrer Intensität (stärker). Sie können durch die Gabe von Medikamenten unterdrückt werden.
Rückenschmerzen
Vorzeitige Wehen äußern sich häufig in Verbindung mit Rückenschmerzen, auch ein Ziehen im Oberschenkel wird von vielen Frauen bemerkt. Können die Rückenschmerzen keine andere Ursache haben, so sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, auch, wenn sich weitere Symptome einstellen.
Vorzeitiger Blasensprung
Das frühzeitige Springen der Fruchtblase kündigt eine drohende Frühgeburt an. Hinzu können Blutungen kommen, das muss aber nicht der Fall sein. Frauen sollten sich sofort in ein Krankenhaus bringen lassen, wenn die Fruchtblase vorzeitig geplatzt ist. Empfohlen wird dabei eine liegende Position, damit das Fruchtwasser nicht unnötig herausgepresst wird und die Frau sogleich eine Schonhaltung einnehmen kann. Der vorzeitige Blasensprung kann durch eine aufsteigende Infektion ausgelöst werden, auch eine teilweise Ablösung der Plazenta kommt als Grund in Frage.
Schmerzen im Bauch
Bauchschmerzen dürfen nie auf die leichte Schulter genommen werden, denn teilweise werden vorzeitige Wehen als einfache Bauchschmerzen wahrgenommen. Ein Hartwerden des Bauches deutet aber immer auf Wehen hin. Teilweise stellen sich auch Krämpfe ein oder Durchfall. Bei einer Geburt kann sich der Körper der Mutter durch häufigen Stuhlgang auf dieselbe vorbereiten.
Eröffnung des Muttermundes
Bei einer drohenden Frühgeburt eröffnet sich teilweise der Muttermund. Hier kann die Gabe von Medikamenten helfen, dass sich der Muttermund nicht weiter weitet, außerdem muss er entlastet werden. Für die Schwangere bedeutet das in der Regel feste Bettruhe, damit kein Druck auf den Muttermund durch das Kind entsteht.
Andere Anzeichen einer Frühgeburt
Die Frühgeburt kann auch durch eine Erkrankung der Mutter angekündigt werden, dann verschwimmen die einzelnen Symptome teilweise und zeigen sich somit weniger deutlich. Bei unklaren Beschwerden sollte daher die Schwangere immer sofort einen Arzt aufsuchen. Auch durch Erkrankungen des Babys kann die Frühgeburt ausgelöst werden, eine Untersuchung von Mutter und Kind bei Schmerzen oder Beschwerden ist daher unumgänglich.
Interessantes zum Thema:
Vorbeugung bei Frühgeburten
Vorhersage einer Frühgeburt
Maßnahmen bei einer drohenden Frühgeburt
Diagnose einer drohenden Frühgeburt
Ursachen für eine Frühgeburt
Anzeichen und Symptome einer Frühgeburt
Überlebenswahrscheinlichkeit eines Frühgeborenen, Probleme und mögliche Spätfolgen
Therapie eines Frühchens