Dienstag, der 12.12.2017 - 01:35 Uhr
 
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[ERNÄHRUNG] Ernährung Stillen


Ernährung während der Stillzeit

 

Allgemeines


Alles, was die Mutter isst oder trinkt, kommt zu einem gewissen Teil auch bei dem Stillbaby an. Das gilt natürlich nicht nur für die wertvollen Bestandteile der Nahrung, sondern auch für die schädlichen.
Während der gesamten Stillzeit besteht ein Mehrbedarf an Energie bei der Mutter, der aber sinkt, sobald das Baby zugefüttert wird. Die Energie, die der Körper durch das Stillen verbraucht, kann auch der Gewichtsreduktion dienen. Diäten sind in der Stillzeit nämlich nicht zu empfehlen, da die Giftstoffe, die in den Fettdepots während der Schwangerschaft aus der Umwelt gespeichert wurden, in Hungerzeiten abgegeben werden und so in die Milch gelangen. Für die Mutter sind diese Giftstoffe nicht gefährlich, da sie in kleinen Mengen vorhanden sind. Bezogen auf das geringe Körpergewicht des Kindes aber ist die Menge der Stoffe weitaus größer.


Mehrbedarf in der Stillzeit


Während der Stillzeit besteht ein Mehrbedarf von rund 500 Kalorien pro Tag, bezogen auf die Zeit, in der nicht zugefüttert wird. Das ist nicht viel, für zwei gegessen werden muss also nicht. Wer sich jetzt denkt, 500 Kcal sind in einer Tafel Schokolade, liegt damit zwar nicht falsch, dennoch sollte der Mehrbedarf eher über Obst und Gemüse oder Vollkornprodukte gedeckt werden. Wichtig ist zudem, ausreichend zu trinken, empfohlen werden bis zu drei Liter stilles Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßte Tees pro Tag. Der Körper der Mutter braucht mehr Flüssigkeit um ausreichend Milch zu produzieren.


Inhaltsstoffe in der Nahrung


Es besteht vor allem an Mineralien und Spurenelementen, sowie an Vitaminen ein Mehrbedarf in der Stillzeit. Vor allem Eisen und Folsäure sollten zusätzlich aufgenommen werden, da diese Stoffe meist nur in unzureichender Menge über die Nahrung in den Körper gelangen. Sämtliche Stoffe sind wichtig für die Entwicklung des Babys und zur Stärkung der Abwehrkräfte. Das Kind bekommt schließlich einen Teil der Abwehrkräfte über die Muttermilch zugeführt, denn sein eigenes Immunsystem ist noch nicht ausgereift.
Für die gesamte Stillzeit können auch zusätzlich Vitamine eingenommen werden, entsprechende Präparate sind in Apotheken erhältlich. Diese gibt es auch als Kombipräparate mit Omega-3 Fettsäuren, welche für die Entwicklung des Gehirns des Kindes wichtig sind.
Vor allem in Milch und Fisch steckt das für den Knochenaufbau wichtige Vitamin D, das dem Baby auch über Tabletten zugeführt werden kann. Doch nachgewiesen wurde, dass der Anteil des Vitamins, der selbst produziert und über die Muttermilch aufgenommen wird, weitaus höher ist. Die Tabletten sind daher nur in der dunklen Jahreszeit nötig, wenn nicht ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist.
Ansonsten gilt, dass bei einer ausgewogenen Ernährung das Stillbaby alle nötigen Stoffe erhält, die es für Wachstum und Entwicklung braucht.

Fragen Sie Ihren Arzt/ Ihre Ärztin oder Hebamme ob Sie zusätzliche Vitamine einnehmen sollen und wenn ja welche geeignet sind.

 

Tipps:

Ihr Kind nimmt auch Substanzen auf, die es nicht verträgt, daher beachten Sie das eventuell verschiedene Lebensmittel zu Blähungen führen können (Kohlgemüse, Zwiebeln, Hülsenfrüchte oder Knoblauch, stark gewürzte oder scharfe Speisen sollten Sie auch vermeiden).

Säurehaltige Säfte und Früchte können zu einen Hautausschlag oder wunden Po führen.

Salbei und Pfefferminze reduziert die Milchmenge.

Was ist zu meiden?


Natürlich gilt, dass Alkohol und Zigaretten in der Stillzeit tabu sein sollten. Auch kleinste Mengen Alkohol sind in der Muttermilch nachweisbar und werden vom Baby aufgenommen. Für Zigaretten gilt, dass nicht nur die aufgenommenen Stoffe beim Kind ankommen, sondern auch der Rauch, welcher - durch Forschungen bewiesen - das Risiko des Plötzlichen Kindstodes enorm steigert und sich ja auch auf die Atemwege, die beim Baby noch unreif sind, auswirkt. Das Kind kann sich nicht dagegen wehren, daher sollten die Eltern genug Verstand walten lassen.
Für Obst und Gemüse gilt, dass diese unbedingt gewaschen oder geschält werden sollten, damit die Giftstoffe, die sich auf der Schale befinden, nicht in den Körper gelangen können. Zu bevorzugen sind ohnehin Lebensmittel in Bio-Qualität.


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