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Amniozentese

Die Amniozentese oder Fruchtwasseruntersuchung ist Teil der pränatalen Diagnostik. Liegt ein erhöhtes Risiko für eine Chromosomenanomalie vor, sollte zwischen der 15. und 17. Schwangerschaftswoche eine Fruchtwasseruntersuchung vorgenommen werden, um genetische Krankheiten des Ungeborenen aufzuspüren.

Unter örtlicher Betäubung und Kontrolle durch Ultraschall wird mit einer dünnen Punktionsnadel eine Fruchtwasserprobe aus der Fruchtwasserblase entnommen. Die Fruchtwasserprobe enthält kindliche Zellen, die 2 Wochen kultiviert werden.

Häufige Chromosomennomalien wie das Down-Syndrom und angeborene Stoffwechselleiden können hiermit nachgewiesen werden. Frauen ab 35 wird die Amniozentese empfohlen um spätere Komplikationen und eventuelle Missbildungen vorzubeugen.

Ergänzungen

Die Amniozentese, besser bekannt als Fruchtwasseruntersuchung, kann in der Regel ab der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.

Für die Fruchtwasseruntersuchung benutzt der behandelnde Arzt eine dünne Hohlnadel. Mit dieser Hohlnadel wird etwas Fruchtwasser aus der Fruchtblase entnommen. Während das Fruchtwasser entnommen wird, wird gleichzeitig eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt, um genau sehen zu können, wo die Hohlnadel eindringt.

Bei dieser Untersuchung besteht ein minimales Risiko das ungeborene Kind mit der Hohlnadel zu verletzten. Durch modernere Techniken und durch die gleichzeitige Untersuchung per Ultraschall ist eine Verletzung des ungeborenen Kindes aber generell auszuschließen.

Nachdem das Fruchtwasser entnommen wurde, wird es untersucht. Im Fruchtwasser sind Zellen des Kindes enthalten. Im Labor können durch diese Zellen die Chromosomen des Kindes dargestellt werden. Die Fruchtwasseruntersuchung dient dazu, das Risiko einer Fehlgeburt weitestgehend auszuschließen.

Nach der Fruchtwasseruntersuchung liegt das Risiko einer möglichen Fehlgeburt bei 0,5 bis 1 Prozent. Eine Alternative zur Fruchtwasseruntersuchung ist der sogenannte FISH-Test.

geschrieben am 19.06.2009 um 16:31 Uhr von Lilli

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